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Cygnopsis bis Cylindrōm (Bd. 4, Sp. 388 bis 389)
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Artikelverweis Cygnopsis, s. Meyers Gänse.
 
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Cygnus (lat.), Schwan; Sternbild, s. Meyers Schwan.
 
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Cykadazeen (Farnpalmen, Palmenfarne, Sagobäume; hierzu Tafel Meyers »Cykadazeen«), Familie der Gymnospermen, palmenartige Gewächse mit meist unverzweigtem, aufrechtem, dickem, zylindrischem oder knolligem Stamm, der an seiner Oberfläche mit dicht gestellten braunen Blattnarben besetzt ist und aus seiner Endknospe einen Schopf großer palmenwedelartiger Fiederblätter treibt (Fig. 1,3 u. 5). Die Stämme haben einen durch sekundäres Dickenwachstum entstandenen, der Hauptsache nach aus Tracheiden bestehenden Holzkörper, der ein mächtiges, stärkemehlreiches Mark einschließt. Die Blüten sind zweihäusig und bilden meist endständige Zapfen. Die männlichen Zapfen bestehen aus einer starren Spindel, die zahlreiche schuppenförmige Staubblätter in spiraliger Anordnung trägt, auf deren Unterseite die Pollensäcke zu je 26 zahlreiche Gruppen bilden (Fig. 2 u. 4). Die weiblichen Blüten sind bei den meisten Gattungen gleichfalls Zapfen, deren schildförmige Fruchtblätter auf ihrer Unterseite neben dem Stiel zwei große, gerade Samenanlagen besitzen (Fig. 2). Bei der Gattung Cycas stehen die Fruchtblätter direkt in der Fortsetzung der Laubblattspirale am Stamme, dessen Gipfelknospe oberhalb der Fruchtblattgruppe wiederum Laubblätter hervorbringt. Die Fruchtblätter sind hier rudimentären Laubblättern ähnlich flach und fiederartig geteilt und tragen an den untern, verkürzten Fiedern die großen Samenanlagen. Die Samen besitzen bei der Reise eine äußere fleischige und eine innere harte Samenschale, die ein festes Endosperm und einen geraden Keimling mit meist zwei ungleich langen, am obern Ende verwachsenen Keimblättern einschließt (Fig. 4). Die durch 83 Arten vertretenen C. sind tropische Gewächse, von denen die meisten Zentralamerika,

[Bd. 4, Sp. 389]


Südasien und Australien angehören. Vgl. Miquel, Monographia Cycadearum (1842); Derselbe, Nieuwe bijdrag tot de kennis d. C. (Amsterd. 1868ff.); Regel, Cycadearum generum specierumque revisio (Gießen 1876). An der vorweltlichen Flora sind die C. wesentlich beteiligt. Sie treten von der Steinkohlenformation bis zum Tertiär auf und bedingten während der Jura- und ältern Kreidezeit z. T. die Physiognomie der Landschaft; die wichtigsten Gattungen sind: Pterophyllum Bgt. (s. Tafel Meyers »Triasformation II«), Dioonites Bornem., Zamites Bgt., Cycadites Bgt., Zamiostrobus Endl., Cycadinocarpus Schimp., Bennettites Carruth. u. a., von denen Stämme, Blätter, Blütenstände und Samen zahlreich vorkommen. Vgl. Kordaitazeen. Von einigen C. werden das stärkemehlreiche Mark, die jungen Blätter und die Samen gegessen. Die schönen Fiederblätter von Cycas revoluta (Fig. 5) werden als Palmenwedel bei Trauerdekorationen verwendet.
 
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Cykladen, Inseln, s. Meyers Kykladen.
 
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Cyklamīn, s. Meyers Fluoresceïn.
 
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Cyklanthazeen, monokotyle, etwa 44 Arten umfassende, dem tropischen Amerika angehörige Pflanzenfamilie aus der Abteilung der Spadicifloren, große Kräuter, bisweilen auch lianenartig oder einen kurzen Holzstamm bildend, mit gefalteten, vielnervigen Blättern, saftigen, von abfallenden Scheiden umhüllten Blütenkolben und beerenartigen Früchten.
 
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Cykloïde, Cyklon etc., s. Zykloide, Zyklon etc.
 
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Cyklōpen, s. Kyklopen.
 
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Cyklus (Mehrzahl: Cyklen), s. Meyers Zyklus.
 
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Cylinder, s. Meyers Zylinder.
 
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Cylindrōm (Siphonom, Schleimkankroid), bösartige Geschwülste (Carcinome oder Sarkome), in denen eigenartige schleimige oder hyaline Umwandlungen vorkommen, durch die hyaline Kugeln und verzweigte sowie keulen- und kolbenförmige Massen gebildet werden.

 

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