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Cycladĭdae bis Cycloptĕrus (Bd. 4, Sp. 387 bis 388)
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Artikelverweis Cycladĭdae, s. Meyers Muscheln.
 
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Cyclāmen L. (Erdscheibe, Alpenveilchen), Gattung der Primulazeen, ausdauernde, stengellose Gewächse mit knolligem, flachkugeligem Wurzelstock, grundständigen, langgestielten, meist herz- oder nierenförmigen Blättern, einzeln stehenden, langgestielten, nickenden, ansehnlichen Blüten und fünfklappiger Kapsel, die durch spiraliges Zusammenrollen der Blütenstiele auf den Boden gelangt. Etwa zehn Arten in

[Bd. 4, Sp. 388]


den Gebirgen Mitteleuropas und in den Mittelmeerländern. Von C. europaeum L. (s. Tafel Meyers »Erdfrüchtler«, Fig. 6), mit herzförmig-rundlichen, gezahnten, oben mit einer weißlichen Zone gezeichneten, unten purpurrötlichen Blättern und wohlriechenden weißen, blaßrötlichen oder rosenroten Blüten, in der subalpinen Region der europäischen Gebirge nördlich bis Böhmen, war die Knolle (Radix Cyclaminis s. Arthanitae) früher als drastisches Abführmittel gegen Würmer etc. im Gebrauch. Sie wirkt giftig, kann aber nach dem Trocknen und Rösten gegessen werden und soll kastanienartig schmecken. Die Schweine sollen sie ohne Schaden fressen (daher Saubrot). Sie enthält farb- und geruchloses, amorphes, sehr scharf schmeckendes, reizend giftiges Cyclamin (Arthanitin) C20H34O10, ein Glykosid, dessen Staub heftig zum Niesen reizt und dessen wässerige Lösung wie Seifenwasser schäumt. Diese und andre Arten, wie C. coum Mill. in Vorderasien, C. repandum Sibt. im Mittelmeergebiet etc., halten bei uns im Freien aus, wenn man die Knollen etwas tief pflanzt. Das Sammeln von C. ist in den Alpen etc., um der Ausrottung vorzubeugen, z. T. verboten. C. persicum Mill., vielleicht eine Gartenvarietät von C. latifolium Sibt. et Sm. in Vorderasien und auf den Inseln des Ägäischen Meeres, mit herzförmig-nierenförmigen, gekerbten Blättern und weißen, im Schlunde roten Blüten, wird in zahlreichen, z. T. sehr großblumigen Varietäten als Zierpflanze für das Zimmer kultiviert (s. Tafel Meyers »Zimmerpflanzen II«, Fig. 2).
 
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Cyclanthēra Schrad., Gattung der Kukurbitazeen, meist einjährige, mit Gabelranken kletternde Pflanzen mit ganzrandigen oder geteilten Blättern, kleinen Blüten und kleinen, fleischigen, aufspringenden Früchten. 30 im wärmern Amerika heimische Arten, von denen einige wegen ihres schnellen Wachstums zum Bekleiden von Mauern und Spalieren benutzt werden. Die schönste Art ist vielleicht C. pedata Schrad., aus Mexiko und Mittelamerika, mit geteilten Blättern. Die reisen Früchte von C. explodens A and. schleudern bei der geringsten Berührung ihre Samen fort.
 
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Cyclītis, Entzündung des Ciliarkörpers im Auge, tritt selten als selbständige Erkrankung auf, meist in Verbindung mit Iritis und Aderhautentzündung. Schmerzhaftigkeit des Auges bei Berührung und Trübungen des Glaskörpers kennzeichnen die C.
 
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Cyclocarpus, s. Kordaitazeen.
 
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Cyclolītes, s. Meyers Korallen.
 
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Cyclophthalmus, s. Meyers Spinnentiere.
 
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Cyclops (Hüpferling), s. Meyers Ruderfüßer.
 
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Cyclops-Expedition, 1857, s. Meyers Maritime wissenschaftliche Expeditionen.
 
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Cycloptĕris Brongn., vorweltliche Gattung der Farne (s. d.).
 
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Cycloptĕrus, s. Meyers Lumpfisch.

 

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