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Cyanāte bis Cyanīt (Bd. 4, Sp. 385 bis 386)
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Artikelverweis Cyanāte, Cyansäuresalze, z. B. Kaliumcyanat, cyansaures Kali.
 
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Cyanätholīne, s. Meyers Cyansäure.
 
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Cyanchlorīd (Chlorcyan) CNCl entsteht aus Cyanwasserstoffsäure oder Quecksilbercyanid und Chlor. Es bildet ein farbloses Gas, riecht durchdringend, zu Tränen reizend, ist äußerst giftig, wird leicht zu einer farblosen Flüssigkeit verdichtet, die bei 15° siedet und bei -5° erstarrt, löst sich in Wasser, leichter in Alkohol und Äther, gibt mit Alkalien Chlorid und Isocyanat, mit Ammoniak Ammoniumchlorid und Cyanamid und verwandelt sich mit der Zeit in Cyanurchlorid C3N3Cl3, das in farblosen Nadeln kristallisiert, bei 146° schmilzt und bei 190° siedet und mit Alkalien Alkalimetallchlorid und Cyanurat liefert.
 
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Cyane (Kornblume), s. Meyers Centaurea.
 
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Cyanĕae Insŭlae, s. Symplegaden.
 
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Cyaneisen, soviel wie Eisencyanür u. Eisencyanid.
 
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Cyaneisenkalium, gelbes, soviel wie gelbes Blutlaugensalz, Ferrocyankalium; rotes C., soviel wie rotes Blutlaugensalz, Ferricyankalium.
 
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Cyangold, s. Goldcyanid.
 
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Cyanide, s. Meyers Cyanmetalle.
 
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Cyanine (Chinolinblau), Teerfarbstoffe, die beim Erhitzen eines Gemenges von Chinolin und Lepidin (Paramethylchinolin) bei Gegenwart von Alkali mit einem Alkyljodid, auch beim Behandeln eines Gemisches der Jodalkylverbindungen von Chinolin und Lepidin mit Alkali entstehen. Die blauen Farbstoffe

[Bd. 4, Sp. 386]


enthalten je 1 Molekül der beiden Basen und zweimal den betreffenden Alkoholrest. Die einsäurigen Salze der stark basischen C. sind kristallinisch, schön blau, werden aber durch schwache Säuren (oft schon durch Kohlensäure) in farblose zweisäurige Salze übergeführt. Sie färben die Faser blau, sind aber wegen ihrer Empfindlichkeit gegen Säure und Licht als Farbstoffe unbrauchbar.
 
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Cyanīt, Mineral, soviel wie Disthen.

 

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