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Cuyahōga bis Cy (Bd. 4, Sp. 384 bis 385)
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Artikelverweis Cuyahōga, Fluß im nordamerikan. Staat Ohio, ergießt sich, 130 km lang, bei Cleveland in den Eriesee.
 
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Cuyp (spr. keup), Aalbert, holländ. Maler, geb. im Oktober 1620 in Dordrecht als Sohn des Porträtmalers Jakob Gerrits C. (1575 bis nach 1649), gest. daselbst im November 1691, wohnte gewöhnlich in seinem Landhaus Dordwijk bei Dordrecht. Cuyps Malerei bewegte sich in verschiedenen Richtungen. In der Landschaft schloß er sich anfänglich der van Goyenschen Kunstweise an; später aber übte Rembrandt großen Einfluß auf ihn aus, ohne jedoch seiner Originalität Abbruch zu tun. Cuyps Landschaften der letztern Art zeichnen sich durch die sonnige, kräftige Beleuchtung und die satte Färbung aus; er stellte fast ausnahmslos die weit gedehnten holländischen Kanal- und Flußansichten dar, anderen Ufern zahlreiches Vieh weidet. Auch malte er Pferdeporträte, treffliche Stilleben und Tierstücke, manchmal auch Bildnisse. Die meisten Bilder von ihm besitzt England; andre befinden sich in Dresden, Berlin, Gotha, München, Rotterdam u. a. O.
 
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Cuypers (spr. ken-), Peter I. H., holländ. Architekt, geb. 1827 in Roermonde, bildete sich auf der Akademie zu Antwerpen, erbaute später in Roermonde die katholische und die Liebfrauenkirche, die gotische Kirche in Eindhoven, die Jacobuskirche im Haag und andre Kirchen in Holland, leitete seit 1875 die Restauration des Domes zu Mainz und begann 1877 den Bau des Reichsmuseums in Amsterdam, das 1885 eröffnet wurde. Es ist im sogen. altholländischen Renaissancestil ausgeführt und von großer monumentaler Wirkung, im Innern jedoch nicht zweckentsprechend. In gleichem Stil erbaute er den Zentralbahnhof daselbst (1889 eröffnet). Er schrieb: »Der Dom zu Mainz. Baugeschichtliche Skizze« (1878).
 
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Cuyuni (Cuyuwini), 950 km langer (dauon 750 km schiffbar) Fluß in Südamerika, entspringt im östlichen Venezuela an der Sierra de Rinocote, nimmt den goldreichen Yuruan auf, bildet in Britisch-Guayana die Wasserfalle von Waika und vereinigt sich kurz nach Aufnahme des Rio Mazaruni mit dem Essequibo.
 
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Cuzco (spr. kūsko), Departement von Peru, begrenzt im N. von Loreto, im O. von Bolivia, im S. von Puno und Arequipa, im W. von Ayacucho, Apurimac und Junin (s. Karte »Peru« etc.), 404,845 qkm mit (1896) 438,646 Einw. (meist Quichua). Den westlichen Teil erfüllen hoch gelegene Ebenen, von Schneebergen überragt und von tiefen Schluchten zerschnitten; der östliche Teil ist menschenleere Urwaldregion (La Montaña). Hauptflüsse sind Apurimac und Quillabamba Klima und Vegetation sind sehr verschiedenartig, die Metalle (Silber, Kupfer, Blei) werden kaum ausgebeutet. Hauptbeschäftigung sind Viehzucht und Landbau.
 
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Cuzco, Hauptstadt des gleichnamigen peruan. Departements (s. oben), 3467 m ü. M., in einem Hochtal, eine der schönsten Städte Perus, hat 19 Kirchen, darunter die 15721654 erbaute Kathedrale, die frühere Jesuitenkirche und die 1532 errichtete Santo Domingokirche, 8 Klöster, Stadthaus, Münze, 2 Spitäler und (1896) 30,000 Einw., die vornehmlich Juwelier- und Posamentierarbeiten, Woll- und Baumwollweberei, Zuckersiederei, Gerberei und Seifensiederei betreiben. Die Stadt besitzt aus der spanischen Zeit eine 1692 gegründete Universität, ein bischöfliches Seminar, Bibliothek mit Museum, eine höhere Schule und ist Sitz eines deutschen Konsularagenten. C. ist auf den Trümmern der 1021 oder 1050 nun Manco Capac begründeten, 1543 von Pizarro eroberten Hauptstadt des Inkareiches erbaut und besitzt viele Überreste, wie die des alten Inkapalastes Colcampata, die riesigen Festungswerke auf dem Felshügel von Sacsahuaman und diejenigen der alten, aus Quadersteinen erbauten Straßen, die früher von hier aus nach allen Provinzen des Staates gingen.
 
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Cuzzōni, Francesca, Opernsängerin, geb. 1700 in Parma, gest. 1772 in Bologna, ward, nachdem sie auf mehreren Bühnen Italiens gesungen, 1722 von Händel mit enormer Gage für seine Italienische Oper in London engagiert, wo sie 4 Jahre lang einen unbeschreiblichen Enthusiasmus erregte. Als die berühmte Faustina Bordoni, die Gattin Hasses, neben ihr in London auftrat, bildeten sich für beide

[Bd. 4, Sp. 385]


Sängerinnen Parteien, die oft das Theater zum Schauplatz ihrer Streitigkeiten machten und Händel in nicht geringe Verlegenheit brachten. Die C. mußte endlich weichen und begab sich, nachdem sie sich 1726 mit dem Komponisten G. Sandoni verheiratet hatte, nach Wien, später nach Holland und 1748 abermals nach London, von wo sie jedoch noch in demselben Jahre nach Italien zurückkehrte. Ihr Glanz war dahin, und durch unsinnigen Aufwand war sie so tief in Schulden geraten, daß sie sich in Bologna zuletzt mit Handarbeiten ernähren mußte.
 
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C. V., bei naturwissenschaftlichen Namen für Cuvier und Valenciennes (s. diese Artikel).
 
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Cwms (spr. kums), in Wales Benennung für tiefe, schluchtenartige, meist Seen enthaltende Täler, z. B. Cwm-y-Clogwyn am Snowdon, Cwm-Bychan bei Harlech u. a.
 
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Cwt., Abkürzung für engl. Centweight (s. d.).
 
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Cy, in der Chemie Zeichen für 1 Atom Cyan.

 

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