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Cusa bis Cusīr (Bd. 4, Sp. 380 bis 382)
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Artikelverweis Cusa, Fürst von Rumänien, s. Meyers Alexander 15).
 
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Cusa, Nikolaus von, oder Cusanus, eigentlich Chrypffs (»Krebs«), Gelehrter und Kardinal, geb. 1401 in Kues an der Mosel, gest. 11. Aug. 1464 in Todi bei Spoleto, studierte im Bruderhaus zu Deventer, lernte in Italien den Kardinal Cesarini kennen und wurde zu Padua 1424 Doktor der Rechte. Als sein erster Prozeß in Mainz unglücklich ausfiel, widmete er sich dem geistlichen Stand und wurde Dekan des Kollegialstifts in Koblenz. Dem Baseler Konzil überreichte er seine Schrift »De concordantia catholica«, die eine große Reform in Staat und Kirche vorschlägt. Das Weltganze faßt C. als eine unendliche, unbegrenzte Einheit auf und führt damit den Begriff der Unendlichkeit in die Philosophie ein, die er auf das Postulat der unendlichen Allmacht und auf die Vollkommenheit Gottes basiert. Ferner folgerte er deduktiv die Achsendrehung der Erde und entwarf die erste Land karte (von Mitteleuropa, gestochen 1491 in Eichstätt). Enttäuscht über das Konzil, schloß er sich 1437 an Papst Eugen IV. an, wirkte als sein Gesandter in Konstantinopel für die Vereinigung der griechischen und abendländischen Kirche und auf den deutschen Reichstagen für die Kurie. 1448 von Papst Nikolaus V. zum Kardinal und Gegenbischof von Brixen ernannt, wurde er dieser Würde nicht froh; Erzherzog Siegmund von Österreich, von dem er den Lehnseid für dessen im Bistum Brixen gelegene Besitzungen forderte, ließ ihn 1460 gefangen setzen und gab ihn nur unter harten Bedingungen wieder frei. Unter Pius II. gelangte er wieder zu hohen Ehren. Seine wichtigsten Werke erschienen gesammelt Paris 1514 und Basel 1565, 3 Bde.; manches ist noch heute unediert. In deutscher Übersetzung gab einiges E. Scharpff (Freiburg 1862) heraus. Vgl. Stumpf, Die politischen Ideen des Nikolaus von C. (Köln 1865); Gloßner, Nikolaus von C. und Marius Nizolius als Vorläufer der neuern Philosophie (Münster 1891).

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Cuscatlan, altes Indianerreich in Mittelamerika; auch Name eines Sees in der Republik Salvador (s. d.).
 
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Cuscŭta Tourn. (Seide, Klebe), Gattung der Konvolvulazeen, blattlose Schmarotzerpflanzen, die in der Erde keimen (Fig. 1 a-e), andre Pflanzen umwinden (Fig. 1 f und Fig. 2) und sie mittels reihenweise gestellter Saugwarzen (Fig. 23aa) aussaugen, indem aus jeder Warze ein Bündel von Zellen in die umklammerte Pflanze hineinwächst (Fig. 3). Ihre Wurzel stirbt ab, sobald sie die Saugspitzen an fremde Pflanzen angelegt haben; an dem fadenförmigen, windenden, bleichen Stengel stehen die unscheinbaren, fleischigen weißen oder rosigen Blüten in Büscheln oder Köpfchen; die kugeligen oder eiförmigen, kapselartigen Früchte sind bisweilen fleischig, ein- bis viersamig (s. Tafel Meyers »Samenformen«, Fig. 15). 90 Arten in den wärmern und gemäßigten Klimaten der ganzen Erde, manche sind weit verbreitet und zuweilen mit den Nährpflanzen weithin verschleppt. C. europaea L. (Nesselseide, Teufelszwirn, Vogelseide, Klebe, Range, Fig. 2), mit 22,5 m langem Stengel, findet sich auf Kartoffeln, Brennesseln, Hopfen, Hanf, Wicken, Weiden, Schlehen. C. Epilinum Weihe (Flachsseide), mit 3060 cm langem gelblichen Stengel und weißen Blüten, schmarotzt besonders auf Lein und wird den Kulturen oft verderblich. Sie pflegt sich zuerst auf jungen Unkräutern zu entwickeln und geht von diesen auf noch nicht verholzte Teile der Leinpflanze über. C. Trifolii Bab. (C. Epithymum L., Kleeseide), mit 3060 cm langem, purpurrotem Stengel und in wenigblütigen Knäueln sitzenden Blüten, in Mittel- und Südeuropa, auf Quendel, Heidekraut, Ginster, Klee und Luzerne, richtet in den Kulturen der letztern oft große Verheerungen an. In Deutschland ist sie in dieser Weise erst seit Beginn des 19. Jahrh. aufgetreten. Auf Weintrauben erzeugt sie die sogen. bärtigen Trauben. C. lupuliformis Krock., die größte und stärkste deutsche Art, mit bindfadenstarken, gelblichen, rötlichen oder purpurnen Stengeln und in ährenförmigen Rispen sitzenden Blüten, wuchert in Norddeutschland, Österreich, Ungarn und im mittlern Rußland auf Weiden, Pappeln, Schneeball und wird hier und da auf Lupinenäckern schädlich. Als Vorbeugungsmittel gegen Kleeseide empfiehlt sich peinlichste Sorgfalt bei der Auswahl des Saatgutes unter Herbeiziehung der Hilfe einer Samenkontrollstation. Seidehaltiger Same ist durch Siebe zu reinigen. Der abgesiebte Same darf dem Futter nicht beigemengt werden, da der Seidensame den Verdauungskanal der Tiere passiert, ohne seine Keimkraft zu verlieren. Die befallenen Stellen sind möglichst früh unter Übergreifen von 0,51 m tief abzuschneiden oder mit Eisenvitriollösung oder mit Schwefelsäure, die mit 200300 Teilen Wasser verdünnt wurde, zu überbrausen oder an einem taureichen Morgen mit rohem schwefelsauren Kali sehr dicht zu bestreuen oder mit einer 2030 cm hohen Schicht kurz geschnittenen Strohes zu bedecken und dies nach dem Befeuchten mit Petroleum zu verbrennen. Jedenfalls müssen beim Schnitte des Samenklees die Seidenstellen gänzlich umgangen werden. Bei großen Verwüstungen baut man in den folgenden 2 bis 4 Jahren nur Pflanzen, die keine Nährpflanzen für Seide abgeben. Vgl. Koch, Die Klee- und Flachsseide, Entwickelung, Verbreitung und Vertilgung (Heidelberg 1880); I. Kühn, Der gemeine Teufelszwirn, ein neuer Feind der Lupinen (Dresd. 1900).
 
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Cuscuta, Maschine, s. Meyers Kleeputzmaschine.
 
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Cuseler Schichten, s. Meyers Kuseler Schichten.
 
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Cuselīt, s. Kuselit.
 
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Cushing (spr. kösching), Caleb, nordamerikan. Staatsmann, geb. 17. Jan. 1800 in Salisbury (Massachusetts), gest. 2. Jan. 1879 in Newburyport (Massachusetts), bereiste 1829 Europa und veröffentlichte »Reminiscences of Spain« (1833). C. ging 1843 als Gesandter nach China, wo ihm 3. Juli 1844 der Abschluß des ersten nordamerikanischen Vertrags mit China gelang. 1872 vertrat er die Vereinigten Staaten in der gemischten Kommission über die Alabamafrage, 187477 war er bevollmächtigter Minister in Spanien. Er schrieb unter anderm: »The treaty of

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Washington« (New York 1873). Vgl. »Memorial of Caleb C.« (Boston 1880).
 
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Cushman (spr. köschmän), Charlotte Saunders, amerikan. Schauspielerin, geb. 25. Juni 1814 in Boston, gest. daselbst 18. Febr. 1876, wandte sich der Oper zu und erntete bei ihrem ersten Debüt (1835) als Gräfin in »Figaros Hochzeit« solchen Beifall, daß sie für die Oper in New Orleans engagiert wurde. Da sie hier ihre Stimme verlor, widmete sie sich der Tragödie. Sie trat 1836 zuerst als Lady Macbeth auf und hatte auch hier glänzenden Erfolg, der sich in Philadelphia und New York noch steigerte. Während ihres Aufenthalts in letzterer Stadt bildete sie ihre jüngere Schwester, Susan, ebenfalls fürs Theater heran und gewann als Romeo (Susan gab die Julie) und in andern Männerrollen, zu denen ihre Schwester die bezüglichen weiblichen Rollen übernahm, großen Beifall. 1845 begaben sie sich nach England, wo sich Susan 1848 mit Muspratt, Professor der Chemie in Liverpool, verheiratete und dort 10. März 1859 starb, während C. 1849 zu neuen Triumphen nach Amerika zurückkehrte. 1858 nahm sie ihren Aufenthalt in Rom, von wo sie erst nach einigen Jahren nach Amerika zurückging. 1866 zog sie sich von der Bühne zurück. Vgl. Stebbins, Charl. C., her letters and memories of her life (Boston 1878; neue Ausg. 1899); Mrs. C. E. Clement, Charlotte C. (das. 1882).
 
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Cusio, Lago, See, s. Orta Novarese.
 
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Cusīr (franz. Soie à coudre), aus Rohseide gezwirnte Nähseide; Cusirino, seine C. zu Spitzen etc.

 

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