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Curūlis sella bis Cushing (Bd. 4, Sp. 380 bis 381)
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Artikelverweis Curūlis sella (lat.), s. Meyers Sella.
 
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Curzŏla (serbokroat. Korčula, im Altertum Corcyra nigra), dalmatin. Insel, durch den gleichnamigen Kanal von der Insel Lesina und der Halbinsel Sabbioncello getrennt (s. Karte »Bosnien etc.«), wird von bewaldeten Höhen (bis 568 m) durchzogen und hat ein Areal von 276 qkm mit (1900) 17,377 meist serbokroat. Einwohnern, die Landwirtschaft (vorzugsweise Wein- und Olivenbau), Steingewinnung, Schiffbau, Fischerei und Schiffahrt betreiben. Vgl. Ostoich, Compendio storico dell' Isola di C. (Zara 1878). Die Stadt C., an der Nordostküste, 2 km vom Festlande entfernt, ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat einen gotischen Dom aus dem 13. Jahrh., Reste von Festungsmauern (von 1420), einen Hafen, Schiffswerft und (1900) 2068 (als Gemeinde 6485) Einw. Im innern westlichen Teil der Insel liegt der Markt Blatta (Blato) mit 5895 (als Gemeinde 7337) Einw. Bei C. 1298 Seesieg der Genuesen über die Venezianer.
 
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Curzon (spr. körs'n), George Nathaniel, Lord, engl. Staatsmann, geb. 1859 als ältester Sohn des Lords Scarsdale, wurde 1886 für einen Bezirk von Lancashire ins Parlament gewählt, wo er sich der konservativen Partei anschloß und sich besonders mit Fragen der orientalischen Politik beschäftigte. Er war von 189192 Unterstaatssekretär für Indien, wurde 1895 in Lord Salisburys drittem Kabinett Unterstaatssekretär im Ministerium des Auswärtigen, 1898 zum Baron C. of Kedleston in der irischen Pairie erhoben und 1899 zum Vizekönig von Indien ernannt. C. schrieb: »Russia in Central Asia and the Anglo-Russian question« (1889); »Persia and the Persian question« (1892, 2 Bde.); »Problems of the far east: Japan, Korea, China« (1894, 2. Aufl. 1896). Vgl. Lipsett, Lord C. in India (Lond. 1903).
 
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Cusa, Fürst von Rumänien, s. Meyers Alexander 15).
 
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Cusa, Nikolaus von, oder Cusanus, eigentlich Chrypffs (»Krebs«), Gelehrter und Kardinal, geb. 1401 in Kues an der Mosel, gest. 11. Aug. 1464 in Todi bei Spoleto, studierte im Bruderhaus zu Deventer, lernte in Italien den Kardinal Cesarini kennen und wurde zu Padua 1424 Doktor der Rechte. Als sein erster Prozeß in Mainz unglücklich ausfiel, widmete er sich dem geistlichen Stand und wurde Dekan des Kollegialstifts in Koblenz. Dem Baseler Konzil überreichte er seine Schrift »De concordantia catholica«, die eine große Reform in Staat und Kirche vorschlägt. Das Weltganze faßt C. als eine unendliche, unbegrenzte Einheit auf und führt damit den Begriff der Unendlichkeit in die Philosophie ein, die er auf das Postulat der unendlichen Allmacht und auf die Vollkommenheit Gottes basiert. Ferner folgerte er deduktiv die Achsendrehung der Erde und entwarf die erste Land karte (von Mitteleuropa, gestochen 1491 in Eichstätt). Enttäuscht über das Konzil, schloß er sich 1437 an Papst Eugen IV. an, wirkte als sein Gesandter in Konstantinopel für die Vereinigung der griechischen und abendländischen Kirche und auf den deutschen Reichstagen für die Kurie. 1448 von Papst Nikolaus V. zum Kardinal und Gegenbischof von Brixen ernannt, wurde er dieser Würde nicht froh; Erzherzog Siegmund von Österreich, von dem er den Lehnseid für dessen im Bistum Brixen gelegene Besitzungen forderte, ließ ihn 1460 gefangen setzen und gab ihn nur unter harten Bedingungen wieder frei. Unter Pius II. gelangte er wieder zu hohen Ehren. Seine wichtigsten Werke erschienen gesammelt Paris 1514 und Basel 1565, 3 Bde.; manches ist noch heute unediert. In deutscher Übersetzung gab einiges E. Scharpff (Freiburg 1862) heraus. Vgl. Stumpf, Die politischen Ideen des Nikolaus von C. (Köln 1865); Gloßner, Nikolaus von C. und Marius Nizolius als Vorläufer der neuern Philosophie (Münster 1891).

[Bd. 4, Sp. 381]



 
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Cuscatlan, altes Indianerreich in Mittelamerika; auch Name eines Sees in der Republik Salvador (s. d.).
 
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Cuscŭta Tourn. (Seide, Klebe), Gattung der Konvolvulazeen, blattlose Schmarotzerpflanzen, die in der Erde keimen (Fig. 1 a-e), andre Pflanzen umwinden (Fig. 1 f und Fig. 2) und sie mittels reihenweise gestellter Saugwarzen (Fig. 23aa) aussaugen, indem aus jeder Warze ein Bündel von Zellen in die umklammerte Pflanze hineinwächst (Fig. 3). Ihre Wurzel stirbt ab, sobald sie die Saugspitzen an fremde Pflanzen angelegt haben; an dem fadenförmigen, windenden, bleichen Stengel stehen die unscheinbaren, fleischigen weißen oder rosigen Blüten in Büscheln oder Köpfchen; die kugeligen oder eiförmigen, kapselartigen Früchte sind bisweilen fleischig, ein- bis viersamig (s. Tafel Meyers »Samenformen«, Fig. 15). 90 Arten in den wärmern und gemäßigten Klimaten der ganzen Erde, manche sind weit verbreitet und zuweilen mit den Nährpflanzen weithin verschleppt. C. europaea L. (Nesselseide, Teufelszwirn, Vogelseide, Klebe, Range, Fig. 2), mit 22,5 m langem Stengel, findet sich auf Kartoffeln, Brennesseln, Hopfen, Hanf, Wicken, Weiden, Schlehen. C. Epilinum Weihe (Flachsseide), mit 3060 cm langem gelblichen Stengel und weißen Blüten, schmarotzt besonders auf Lein und wird den Kulturen oft verderblich. Sie pflegt sich zuerst auf jungen Unkräutern zu entwickeln und geht von diesen auf noch nicht verholzte Teile der Leinpflanze über. C. Trifolii Bab. (C. Epithymum L., Kleeseide), mit 3060 cm langem, purpurrotem Stengel und in wenigblütigen Knäueln sitzenden Blüten, in Mittel- und Südeuropa, auf Quendel, Heidekraut, Ginster, Klee und Luzerne, richtet in den Kulturen der letztern oft große Verheerungen an. In Deutschland ist sie in dieser Weise erst seit Beginn des 19. Jahrh. aufgetreten. Auf Weintrauben erzeugt sie die sogen. bärtigen Trauben. C. lupuliformis Krock., die größte und stärkste deutsche Art, mit bindfadenstarken, gelblichen, rötlichen oder purpurnen Stengeln und in ährenförmigen Rispen sitzenden Blüten, wuchert in Norddeutschland, Österreich, Ungarn und im mittlern Rußland auf Weiden, Pappeln, Schneeball und wird hier und da auf Lupinenäckern schädlich. Als Vorbeugungsmittel gegen Kleeseide empfiehlt sich peinlichste Sorgfalt bei der Auswahl des Saatgutes unter Herbeiziehung der Hilfe einer Samenkontrollstation. Seidehaltiger Same ist durch Siebe zu reinigen. Der abgesiebte Same darf dem Futter nicht beigemengt werden, da der Seidensame den Verdauungskanal der Tiere passiert, ohne seine Keimkraft zu verlieren. Die befallenen Stellen sind möglichst früh unter Übergreifen von 0,51 m tief abzuschneiden oder mit Eisenvitriollösung oder mit Schwefelsäure, die mit 200300 Teilen Wasser verdünnt wurde, zu überbrausen oder an einem taureichen Morgen mit rohem schwefelsauren Kali sehr dicht zu bestreuen oder mit einer 2030 cm hohen Schicht kurz geschnittenen Strohes zu bedecken und dies nach dem Befeuchten mit Petroleum zu verbrennen. Jedenfalls müssen beim Schnitte des Samenklees die Seidenstellen gänzlich umgangen werden. Bei großen Verwüstungen baut man in den folgenden 2 bis 4 Jahren nur Pflanzen, die keine Nährpflanzen für Seide abgeben. Vgl. Koch, Die Klee- und Flachsseide, Entwickelung, Verbreitung und Vertilgung (Heidelberg 1880); I. Kühn, Der gemeine Teufelszwirn, ein neuer Feind der Lupinen (Dresd. 1900).
 
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Cuscuta, Maschine, s. Meyers Kleeputzmaschine.
 
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Cuseler Schichten, s. Meyers Kuseler Schichten.
 
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Cuselīt, s. Kuselit.
 
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Cushing (spr. kösching), Caleb, nordamerikan. Staatsmann, geb. 17. Jan. 1800 in Salisbury (Massachusetts), gest. 2. Jan. 1879 in Newburyport (Massachusetts), bereiste 1829 Europa und veröffentlichte »Reminiscences of Spain« (1833). C. ging 1843 als Gesandter nach China, wo ihm 3. Juli 1844 der Abschluß des ersten nordamerikanischen Vertrags mit China gelang. 1872 vertrat er die Vereinigten Staaten in der gemischten Kommission über die Alabamafrage, 187477 war er bevollmächtigter Minister in Spanien. Er schrieb unter anderm: »The treaty of

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Washington« (New York 1873). Vgl. »Memorial of Caleb C.« (Boston 1880).

 

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