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Cupŭla bis Curcasöl (Bd. 4, Sp. 375 bis 376)
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Artikelverweis Cupŭla (lat.), s. Meyers Becherhülle.
 
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Cura (lat.), Sorge, Fürsorge, Verwahrung, Kuratel, Pflegschaft (s. d.); pro c., Gebühr für Bemühung, Besorgung (vgl. Prokura); früher auch kirchliches Benefiz, womit Seelsorge verknüpft ist; jetzt Pfarrei im Gegensatze zu einem Benefiz ohne Seelsorge.
 
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Cura, Hauptstadt des Staates Miranda, in Venezuela, südlich vom Valenciasee, 520 m ü. M., hat lebhaften Verkehr, Baumwollbau und (1889) 12,198 Einw.
 
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Curae posterĭores (lat.), spätere, zukünftige Sorgen.
 
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Curāre (Urari, Voorari), das bei den Indianern vom Orinoko und Amazonenstrom übliche Pfeilgift, ein unter Zusatz andrer Gewächse aus der Familie der Apocynazeen bereitetes Extrakt des Splintes und der Rinde verschiedener Strychnos-Arten, ist braun, opiumähnlich, bitter, von eigentümlichem, schwach aromatischem Geruch, in Wasser größtenteils löslich und kommt in Bambusröhren (Tubos) nach Europa; es enthält neben Curin, einem Herzgift, 34 Proz. Curarin C19H21NO4, das amorph, gelb, in Wasser und Alkohol, nicht in Äther löslich ist, alkalisch reagiert und mit Säuren kristallisierbare Salze bildet. C. wirkt sehr schwach vom Magen aus, sehr schnell aber, wenn es in eine Wunde gelangt, und am heftigsten beim Einspritzen in eine Vene. Es lähmt die motorischen Nerven, so daß bei erhaltenem Bewußtsein alle willkürlichen Bewegungen unmöglich werden, und tötet durch Lähmung der Brustmuskeln und daraus folgende Aufhebung der Atmung. Bei

[Bd. 4, Sp. 376]


starken Dosen werden auch die Nervenapparate des Herzens gelähmt. Durch künstliche Unterhaltung der Atmung können nicht zu starke Dosen überwunden werden, zumal sämtliche Wirkungen wegen schneller Ausscheidung des Curarins rasch vorübergehen. Es wirkt dem Strychnin entgegen und kann als Gegengift desselben betrachtet werden. C. ist auch ein Protoplasmagift; es setzt die Bewegung der Amöben und der weißen Blutkörperchen herab, ohne sie jedoch zu lähmen. Man benutzt es zur symptomatischen Herabsetzung allgemeiner Krämpfe und zum Lähmen (Curarisieren) der Tiere bei Vivisektionen. Vgl. Steiner, Das amerikanische Pfeilgift C. (Leipz. 1877); Böhm, Das südamerikanische Pfeilgift C. (das. 1895 bis 1897, 2 Tle., in den Abhandlungen der königlich-sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften).
 
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Curassāo, Likör aus den Schalen einer besonders auf Curassao wachsenden Varietät der Pomeranze (Citrus aurantium curassaviensis).
 
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Curassāo (Curaçao), niederländ. Insel im Karibischen Meer, 70 km von der Nordküste von Venezuela, 550 qkm groß, mit deutschem Konsulat und (1899) 29,718 Einw., meist Farbigen und Katholiken, nur 2000 Reformierten und 900 Juden. Die Insel erreicht im Christoffelsberg 376 m und ist teils aus altem Eruptivgestein (Diorit), teils aus Korallenkalk gebildet. Das Klima ist sehr trocken (89 Monate Trockenzeit), es gibt aber auch furchtbare Regenfluten. Hauptprodukte sind Mais, Agaven, Maniok, Orangen, Dividivi, Rotholz, Salz und Phosphat. Aus der Pomeranze bereitet man einen nach der Insel benannten Likör. Der Viehstand ist zurückgegangen und weist nur noch 35,635 Ziegen und 20,994 Schafe auf. Es liefen 1899: 1204 Schiffe von 1,231,000 cbm ein, und die Einfuhr betrug 1,922,000 Gulden. Hauptort ist Willemstad (s. d.), an schönem Naturhafen, in Dampferverbindung mit Liverpool, Hamburg, Southampton, Havre, New York, Maracaibo. Das Gouvernement C., zu dem die benachbarten Inseln Klein-C., Bonaire und Aruba sowie die Inseln Saba, St. Eustatius nebst einem Teil von St. Martin gehören, umfaßt 1130 qkm mit (1899) 51,877 Einw., einschließlich 263 Mann Besatzung. Die Einnahmen der Kolonie betrugen 1899: 507,836, die Ausgaben 702,459 Gulden. In 28 Regierungsschulen werden 5081 Kinder unterrichtet. Umgangssprache ist das aus Spanisch, Englisch, Holländisch und Karibisch gemischte »Papiamento«. C. ward 1526 von den Spaniern besetzt, 1634 von den Holländern erobert und im Westfälischen Frieden ihnen abgetreten. Die Engländer nahmen es 1807, gaben es aber 1814 nach dem Pariser Frieden den Holländern zurück. S. Karte »Westindien«.
 
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Curassaophosphāt, graues, sehr klein kristallinisches Gestein, findet sich auf Curassao, enthält 85, meist über 87 Proz. basisches Kalkphosphat, 67 Proz. Kalkkarbonat, 1 Proz. Kalksulfat, 13 Proz. Magnesiaphosphat und wenig Eisenoxyd. Es wird auf Superphosphat verarbeitet.
 
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Curāti (lat.), s. Kuratgeistliche.
 
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Curātor (lat.), s. Kurator. C. bonorum, Güterpfleger (s. d.); im frühern Konkursverfahren wurde auch der Konkursverwalter so genannt (s. Meyers Konkurs). C. massae, s. Meyers Konkurs und Meyers Konkursverwalter.
 
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Curcasöl, s. Jatropha.

 

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