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Cunard bis Cunningham (Bd. 4, Sp. 372 bis 373)
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Artikelverweis Cunard (spr. kŭnārd), Sir Samuel, Kaufmann, geb. 1787, gest. 28. April 1865, betrieb in Halifax ein Handelsgeschäft und begründete als einer der angesehensten Schiffsreeder, unterstützt von der britischen Postverwaltung durch jährlich 65,000 Pfd. Sterl., regelmäßige Dampfschiffahrten zwischen Boston, New York und Liverpool und sandte das erste Schiff, die Britannia, 4. Juli 1840 von Liverpool nach Boston. C. wurde 1859 geadelt. Seine Gesellschaft führte anfangs den Titel British and North American Royal Mail Steam Packet Company, seit 1878 aber den der Cunard Steam-Ship Company. Die ersten vier Schiffe wurden in Glasgow aus Holz gebaut und hielten ca. 1200 Ton. mit 440 Pferdekräften. Vgl. »The Cunard Line« (geschichtlich, Lond. 1893). S. auch die Textbeilage zum Art. »Dampfschiffahrt« und Tafel Meyers »Hausflaggen«, Fig. 23.
 
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Cunctator (lat., »Zauderer«), Beiname des römischen Diktators Q. Fabius Maximus (s. Fabius).

[Bd. 4, Sp. 373]



 
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Cundinamarca, Departement der südamerikan. Republik Kolumbien (s. Karte »Peru etc.«), zwischen dem Magdalenenfluß und der östlichen Kordillere, umfaßt mit dem Territorium San Martin (s. d.) 206,400 qkm mit (1881) 589,000 Einw. Der westliche Teil (das eigentliche C.) wird erfüllt von der Cordillera Oriental und im W. begrenzt vom Magdalenenstrom, der große östliche Teil zwischen dem Orinoko im O. und seinen Zuflüssen Meta im N. und Guaviare im S. ist ein weites Tiefland. Von dem fruchtbaren, wohlbewässerten und klimatisch sehr verschieden beschaffenen Lande sind nur 23,000 qkm bebaut, in den höhern Strichen mit Weizen und Kartoffeln, in den wärmern mit Mais, Kakao, Tabak, in den heißen mit Indigo und Zucker. Fast alle Metalle kommen vor, Salz wird in größerer Menge in Zipaquirá gewonnen, sowie Steinkohle (s. Meyers Pacho). Die Industrie liefert wollene und baumwollene Gewebe, Decken, Sandalen, Strohhüte, irdene und Eisenwaren. Der Handel ist ansehnlich, aber die Warenbeförderung durch Lastträger sehr beschwerlich. Hauptstadt ist Bogotá.
 
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Cunēne, s. Kunene.
 
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Cunĕo (Coni), ital. Provinz in Piemont, grenzt westlich und südwestlich an Frankreich, nördlich an die Provinz Turin, östlich an Alessandria, südöstlich an Genua und südlich an Porto Maurizio und umfaßt 7466 qkm (125,6 QM.) mit (1901) 638,235 Einw. (85 auf 1 qkm). Sie zerfällt in die Kreise: Alba, C., Mondovì und Saluzzo.
 
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Cunĕo, Hauptstadt der gleichnamigen ital. Provinz (s. oben), liegt 457 m ü. M., an der Vereinigung der Stura und des Gefso und an den Eisenbahnen C.-Mondovi, C.-Saluzzo und Turin-Ventimiglia, hat noch Reste der ehemaligen Befestigungswerke, eine Kathedrale mit moderner Kuppel, eine gotische Franziskanerkirche aus dem 12. Jahrh., ein Rathaus mit hohem Turm, Justizgebäude und Theater, Seidengewinnung, bedeutenden Handel und (1901) ca. 14,400 (als Gemeinde 27,065) Einw. C. ist Sitz eines Bischofs und hat ein Seminar, ein Lyzeum, ein Gymnasium, ein technisches Institut und eine Handelskammer. Seit 1382 zu Savoyen gehörig, hat C. vermöge seiner strategischen Bedeutung und seiner frühern starken Festungswerke als Schlüssel der obern piemontesischen Ebene und der Straße nach Nizza und der Provence in der Kriegsgeschichte eine große Rolle gespielt und viele Belagerungen auszuhalten gehabt.
 
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Cunĕus (lat., »Keil«), die keilförmige Schlachtordnung der Alten, die, an der Front schmal beginnend, immer mehr an Breite zunahm und besonders zum Durchbrechen der feindlichen Linien angewendet ward, von den römischen Soldaten scherzweise caput porcinum (Saukopf) genannt. Auch bei Seetreffen übte man dies Manöver. C. war auch Name der keilförmigen Abschnitte, in welche die Sitzstufen im Zuschauerraum (cavea) des römischen Theaters durch strahlenförmige Treppen gegliedert wurden (vgl. Theater).
 
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Cunha (spr. kunnja), 1) Tristão da, portug. Seefahrer, gest. um 1530, nahm an der Expedition des Vizekönigs von Indien, Almeida, gegen den König von Bengalen teil und kehrte darauf mit fünf reichbeladenen Fahrzeugen nach Europa zurück. An der Spitze einer Gesandtschaft an Papst Leo X. erlangte er für Portugal eine Schenkungsurkunde für alle Länder, die mit portugiesischen Waffen den Ungläubigen entrissen werden würden. Camões hat ihm in seiner »Lusiade« (Gesang X) ein ehrenvolles Denkmal gesetzt.
   2) Nun oda, Sohn des vorigen, geb. 1487, gest. im März 1539, folgte seinem Vater nach Indien und später nach Rom. Er war Finanzminister, als Johann III. ihn 1528 zum Generalgouverneur von Indien ernannte. C. brannte 18. Nov. Mombas nieder und befestigte die Oberherrschaft Portugals über das Reich Ormus. Sein erster Versuch, Diu zu nehmen, scheiterte; dagegen erbaute er 1535 eine Festung bei Diu, gewann durch List die Stadt (1537) und sicherte sich durch seine Mäßigung gegen die Einwohner ihren Besitz. Seiner Würde entsetzt und zurückgerufen, starb er auf der Reise. Auch seinen Namen verewigte Camões.
   3) José Gerson da, ind. Orientalist aus einer in der ersten Portugiesenzeit zum Christentum bekehrten Brahmanenfamilie, geb. 2. Febr. 1844 in Goa, studierte Medizin in England und ließ sich als Arzt in Bombay nieder. Seine Muße verwendete er zu Arbeiten aus dem Gebiete der indischen Altertumskunde und schrieb namentlich: »Memoir on the history of the Tooth Relic of Buddha« (Bombay 1875); »Notes on the history and antiquities of Chaul and Bassein« (das. 1876); »Sahyâdrikânda of the Skandapurâna« (das. 1877). Für den internationalen Orientalistenkongreß in Florenz, 1878, verfaßte er eine Darstellung der indischen Kulturgeschichte, die von dem Kongreß einen Preis erhielt.
 
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Cunitz, August Eduard, protest. Theolog, geb. 29. Aug. 1812 in Straßburg, gest. daselbst 16. Juni 1886, leitete seit 1836 mit Eduard Reuß (s. d.) die Theologische Gesellschaft daselbst, habilitierte sich 1837 am protestantischen Seminar und wurde an diesem 1857 außerordentlicher, 1864 ordentlicher Professor; die gleiche Stelle bekleidete er seit 1872 in der theologischen Fakultät. Mit Reuß gab er heraus die »Beiträge zu den theologischen Wissenschaften« (Jena 1847 bis 1855) und seit 1863 die sämtlichen Werke Calvins; auch veranstaltete er eine neue Ausgabe der Beza zugeschriebenen »Histoire ecclésiastique des Églises reformees« (Par. 188389, 3 Bde.).
 
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Cunn., bei Pflanzennamen Abkürzung für Allan Cunningham, geb. 13. Juli 1791 zu Wimbledon in Schottland, gest. 27. Juni 1839 als Kolonialbotaniker in Sydney. Australische Flora.
 
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Cunningham (spr. könning-äm), schott. Landschaft, s. Meyers Ayrshire.

 

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