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Cum infamĭa bis Cundinamarca (Bd. 4, Sp. 372 bis 373)
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Artikelverweis Cum infamĭa (lat.), s. Infamie.
 
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Cumīno, Insel, s. Comino.
 
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Cumīnum L. (Stachelkümmel, Kreuzkümmel), Gattung der Umbelliferen, mit der einzigen Art C. Cyminum L. (Mutterkümmel), einem Sommergewächs im östlichen Mittelmeergebiet. Es hat vielteilige Blätter mit lineal-fadenförmigen Zipfeln, weiße oder rötliche Blüten in wenigstrahligen Dolden und oblonge, borstige Früchte, wird in Südeuropa und Ostindien kultiviert und liefert den römischen, ägyptischen, welschen, Mutter-, Pfaffen- oder Pfefferkümmel, Kuminsamen. Diese Samen riechen und schmecken unangenehm, entfernt fenchelartig, wurden im Altertum als Gewürz benutzt und auch im Mittelalter als Gewürz und Arzneimittel geschätzt. Sie geben bei Destillation mit Wasser gelbliches ätherisches Öl (Römischkümmelöl, Ausbeute 2,54 Proz.) vom spez. Gew. 0,92, das aus Kuminol mit Cymol und einem Terpen besteht und arzneilich sowie zu Likören benutzt wird.
 
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Cumming (spr. kömming), 1) John, schott. Kanzelredner, geb. 10. Nov. 1807 in Aberdeenshire, gest. ö. Juli 1881, wirkte 183279 in London als Prediger der schottischen Gemeinde in Covent-Garden, einer der berühmtesten Kanzelredner der Hauptstadt, der sich insbes. auch durch sein kraftvolles Auftreten gegen den römischen Katholizismus bekannt gemacht hat. In seinen zahlreichen Schriften deutet er die biblischen Weissagungen auf die Zustände der Gegenwart.
   2) Roualeyn George Gordon, Reisender und Jäger, geb. 15. März 1820, gest. 24. März 1866 in Fort Augustus, Sohn eines schottischen Barons, diente in Madras, Kanada und am Kap, gab aber 1845 die militärische Laufbahn auf, um sich ausschließlich der Jagd zu widmen. Ein auf seinen Jagdzügen geführtes Tagebuch: »Five years of a hunter's life in the far interior of South Africa« (Lond. 1850, 2 Bde.; 6. Aufl. 1870; deutsch, Wurzen 1852), enthält über das Tierleben in Südafrika wertvolle Mitteilungen. Seine Schwester Constance Frederika, geb. 24. Mai 1837, schrieb zahlreiche Werke über ihre Reisen in Indien, Ostasien, Australien und der Südsee.
 
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Cumnock (spr. kömmnock), Binnenstadt in Ayrshire (Schottland), am Lugar, hat Kohlen- und Eisengruben, Wollweberei, Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen und (1901) 3087 Einw.
 
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Cumulatĭo actiōnum (lat.), Klagenhäufung (s. Meyers Klage).
 
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Cumŭlus (lat.), der Hause; die Haufenwolke, s. Meyers Wolken.
 
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Cunao, s. Katechu.
 
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Cunard (spr. kŭnārd), Sir Samuel, Kaufmann, geb. 1787, gest. 28. April 1865, betrieb in Halifax ein Handelsgeschäft und begründete als einer der angesehensten Schiffsreeder, unterstützt von der britischen Postverwaltung durch jährlich 65,000 Pfd. Sterl., regelmäßige Dampfschiffahrten zwischen Boston, New York und Liverpool und sandte das erste Schiff, die Britannia, 4. Juli 1840 von Liverpool nach Boston. C. wurde 1859 geadelt. Seine Gesellschaft führte anfangs den Titel British and North American Royal Mail Steam Packet Company, seit 1878 aber den der Cunard Steam-Ship Company. Die ersten vier Schiffe wurden in Glasgow aus Holz gebaut und hielten ca. 1200 Ton. mit 440 Pferdekräften. Vgl. »The Cunard Line« (geschichtlich, Lond. 1893). S. auch die Textbeilage zum Art. »Dampfschiffahrt« und Tafel Meyers »Hausflaggen«, Fig. 23.
 
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Cunctator (lat., »Zauderer«), Beiname des römischen Diktators Q. Fabius Maximus (s. Fabius).

[Bd. 4, Sp. 373]



 
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Cundinamarca, Departement der südamerikan. Republik Kolumbien (s. Karte »Peru etc.«), zwischen dem Magdalenenfluß und der östlichen Kordillere, umfaßt mit dem Territorium San Martin (s. d.) 206,400 qkm mit (1881) 589,000 Einw. Der westliche Teil (das eigentliche C.) wird erfüllt von der Cordillera Oriental und im W. begrenzt vom Magdalenenstrom, der große östliche Teil zwischen dem Orinoko im O. und seinen Zuflüssen Meta im N. und Guaviare im S. ist ein weites Tiefland. Von dem fruchtbaren, wohlbewässerten und klimatisch sehr verschieden beschaffenen Lande sind nur 23,000 qkm bebaut, in den höhern Strichen mit Weizen und Kartoffeln, in den wärmern mit Mais, Kakao, Tabak, in den heißen mit Indigo und Zucker. Fast alle Metalle kommen vor, Salz wird in größerer Menge in Zipaquirá gewonnen, sowie Steinkohle (s. Meyers Pacho). Die Industrie liefert wollene und baumwollene Gewebe, Decken, Sandalen, Strohhüte, irdene und Eisenwaren. Der Handel ist ansehnlich, aber die Warenbeförderung durch Lastträger sehr beschwerlich. Hauptstadt ist Bogotá.

 

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