Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Cui bono bis Culebra (Bd. 4, Sp. 369)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Cui bono? (lat.), zu welchem Zweck? wozu?
 
Artikelverweis 
Cui prodest? (lat.), wem nützt es? (s. Is fecit etc.).
 
Artikelverweis 
Cuivre poli (franz., spr. küīwr' pŏli), eigentlich cuivre jaune poli (»poliertes Messing«, Glanzmessing), Messingbronze, ein modernes Surrogat für die teure echte Bronze, besonders zur Herstellung kleinerer Geräte für den Massenbedarf (Beleuchtungsgegenstände, Schreibzeuge, Bilderrahmen u. dgl.), die früher poliert, jetzt auf der Schleifmaschine geschliffen werden.
 
Artikelverweis 
Cujacĭus, eigentlich Jacques Cujas oder Cujaus, Rechtslehrer, der größte Zivilist Frankreichs, geb. 1522 in Toulouse, gest. 4. Okt. 1590 in Bourges, lehrte zu Cahors, Bourges, Valence und wurde 1573 von Karl IX. zum Ehrenrate des Parlaments zu Grenoble und 1574 zum Wirklichen Parlamentsrat ernannt. 1575 ging er abermals nach Bourges, wo er bis zu seinem Tode blieb. Sein Hauptverdienst bestand darin, daß er eine auf Quellenstudium und Altertumskunde gestützte Auslegung anbahnte. Die erste Gesamtausgabe der von ihm selbst edierten Werke (»Opera priora« genannt) erschien 1577 in Paris in 5 Bänden und vermehrt daselbst 1583. Nach seinem Tode wurden gegen seinen ausgesprochenen Wunsch auch seine ihm nachgeschriebenen Vorlesungen (»Opera posthuma« genannt) gedruckt, zuerst einzeln, dann mit den »Opera priora« zu Sammlungen vereinigt, unter denen als die vollständigste hervorzuheben ist die von Hannibal Fabrot (Par. 1658, 10 Bde.), die von dem Neapeler Juristen L. Ranius mit Anhängen und einem Generalregister vermehrt ward (Neap. 1722 bis 1727, 11 Bde.; nachgedruckt Vened. u. Modena 175883). Neuere Ausgaben erschienen Prato 1836 bis 1844, 13 Bde., und Turin 1874, 9 Bde. Vgl. Berriat-Saint-Prix, Histoire de Cujas (Par. 1821); Spangenberg, Jakob Cujas und seine Zeitgenossen (Leipz. 1822).
 
Artikelverweis 
Cujus regio, ejus religio (lat., d. h. wer das Land beherrscht, hat auch die Religion zu bestimmen), Grundsatz des kirchlichen Territorialsystems, der, in der Zeit der Reformation (s. d.) zum Gesetz erhoben, mit Religionsfreiheit unvereinbar und daher in neuerer Zeit aufgegeben ist.
 
Artikelverweis 
Cul (franz., spr. kü), der Hintere, Steiß. C. de Paris, satscher Steiß, Auspolsterung unter dem untern Teil des Rückens bei Damenkleidern, zuerst gebräuchlich in Frankreich während der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. C. de lampe, in der Bücherverzierung ornamentales oder figürliches, Lampenfuß ähnliches Schlußstück eines Kapitels oder eines Werkes (s. Tafel Meyers »Buchschmuck II«, Fig. 9 u. 11). C. de sac, Sackgasse.
 
Artikelverweis 
Culasse (franz.), s. Meyers Külasse.
 
Artikelverweis 
Cülbütieren (franz.), über den Haufen werfen (den Feind).
 
Artikelverweis 
Culdeer, s. Meyers Kuldeer.
 
Artikelverweis 
Culēbra, westind. Insel, s. Meyers Jungferninseln.
 
Artikelverweis 
Culebra, Höhenzug auf der Landenge von Panama, bildet die Wasserscheide zwischen dem Stillen Ozean und dem Karibischen Meer und wird von der Panama-Eisenbahn bei der Station C. überschritten. Nach Lesseps' Plan sollte durch diesen Höhenzug ein Einschnitt bis zur Höhe des Meeresspiegels folgen.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: