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Cuecillo bis Cuēva (Bd. 4, Sp. 368)
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Artikelverweis Cuecillo (spr. kuëdsilljo), s. Meyers Amerikanische Altertümer, S. 433.
 
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Cuenca (spr. kuénka), span. Provinz in Neukastilien, grenzt im N. an die Provinz Guadalajara, im NO. an Teruel, im O. an Valencia, im S. an Albacete, im SW. an Ciudad Real, im W. an Toledo und Madrid und hat einen Flächenraum von 17,193 qkm (312 QM.) mit (1900) 249,696 Einw. (nur 14 auf 1 qkm). Die Provinz umfaßt acht Gerichtsbezirke. Hauptstadt ist Cuenca.
 
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Cuenca, 1) Hauptstadt der gleichnamigen span. Provinz (s. oben), liegt 902 m ü. M. auf einem steilen Felsen, am Zusammenfluß des Jucar und Huecar, über welch letztern eine 42 m hohe Brücke (San Pablo, aus dem Jahre 1523) führt, an der Eisenbahn Aranjuez-C. Die Stadt hat eine schöne gotische Kathedrale, viele große Häuser (ehemalige, nun verlassene Edelsitze), ein Instituto, ein bischöfliches Seminar und (1900) 10,756 Einw. Sie war ehemals durch ihre Tuchfabrikation, ihre Goldwaren und ihr Kunstgewerbe berühmt, ist aber jetzt verödet. Sie ist Sitz des Gouverneurs und eines Bischofs. C. soll die Stadt der alten Concani gewesen sein, sie hieß später Conca oder Concha. Alfons IX. entriß sie 1220 den Mauren. Geschichtlich bekannt ist sie durch die Übergabe 9. Okt. 1706 im Spanischen Erbfolgekrieg und 1874 durch die Greuel, welche die Karlisten dort verübten. 2) (Santa Anade C.) gut gebaute Hauptstadt der Provinz Azuay in Ecuador, 2581 m ü. M., in fruchtbarer Ebene am Rio Paute, hat breite, von Kanälen durchflossene Straßen, Kathedrale, höhere Schule und mit der Vorstadt Ejido 30,000 Einw., die Wollenstoffe, Hüte und Töpferwaren verfertigen und Handel mit Früchten, Käse und Korn treiben.
 
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Cuencamé, Distriktshauptort im mexikan. Staate Durango, nordöstlich von der Stadt Durango, mit Silberhütten, Baumwollfabriken, Zuckerrohrbau und (1900) 2874 Einw.
 
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Cuenon von Béthune, altfranz. Minnesinger, geb. um 1150, gest. 17. Dez. 1219 (Cuenon ist das deutsche Kuno), machte den dritten Kreuzzug mit und war als Verwandter des Kaisers Balduin einer der Führer des vierten. Wir haben von ihm zehn Lieder, die Wallensköld (Helsingfors 1891) herausgegeben hat.
 
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Cuēra, s. Meyers Chur.
 
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Cuērda (Cordel, »Schnur«), älteres span. Längenmaß zu 33 Palmos, = 6,896 m, wurde mancherorten etwas größer, zu 25 Piés, gerechnet.
 
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Cuernaváca, Hauptstadt des mexikan. Staates Morelos, im Tal von C., das fast alle Früchte der gemäßigten und heißen Zone erzeugt, 1650 m ü. M., hat eine von Cortez gebaute Kirche, 2 prot. Kirchen, Ackerbauschule, literarisches Institut, Hospital, Branntwein- und Zuckerfabriken und (1900) 9584 Einw. Dabei die Ruinen des aus fünf Terrassen bestehenden alten Xochicalco auf 130 m hohem Hügel (s. Tafel Meyers »Amerikanische Altertümer II«, Fig. 1).
 
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Cuers (spr. küǟr), Stadt im franz. Depart. Var, Arrond. Toulon, an der Foux und der Mittelmeerbahn, mit Produktion von Wein, Olivenöl, Seide, Gips und Korkpfropfen und (1901) 2801 Einw.
 
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Cuesmes (spr. küǟm'), Dorf in der belg. Provinz Hennegau, Arrond. Mons, 3 km südwestlich von Mons, Knotenpunkt an der Staatsbahnlinie Charleroy-Mons, hat bedeutenden Kohlenbergbau, Eisenindustrie und (1900) 9075 Einw.
 
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Cuēva, Juan de la, berühmter span. Dichter des 16. Jahrh., geb. 1550 in Sevilla, gest. nach 1607, versuchte sich in den meisten Dichtungsarten, war am glücklichsten im Drama und gehört zu den Begründern des Nationaldramas. C. unterwarf die Bühne einer vollständigen Reform, hob den dramatischen Stil durch die Zahl und Harmonie seiner Verse, riß die alte Schranke zwischen der Tragödie und der Komödie nieder und zog die Einteilung in drei Jornadas der alten Einteilung in fünf Akte vor, welche Erfindung man dem Cervantes zugeschrieben hat; doch tat seine allzu produktive Tätigkeit der Tiefe und Fülle seiner Leistungen Eintrag. Seine »Obras« (Sevilla 1582) enthalten Sonette, Kanzonen, Elegien, Eklogen etc. in italienisch-klassischem Stil; der »Coro Febeo de romances historiales« (das. 158788) Romanzen über Gegenstände der altklassischen Zeit; »Primera parte de las comedias y tragedias« (das. 1588) vier Tragödien nebst zehn Komödien, worunter »El infamador« und »El saco de Roma«. Sein großes, in Ottaven abgefaßtes episches Gedicht »La conquista de la Bética« (Sevilla 1603) ist von geringer Bedeutung. Seine Romanzen finden sich in der »Biblioteca de autores españoles« (Bd. 10 u. 16). Nach Originalhandschriften der Sevillaner Colombina veröffentlichte F. A. Wulff »Poèmes inédits« (Bd. 1: »Viage de Sannio«, Lund 1887).

 

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