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Cude bis Cuērda (Bd. 4, Sp. 367 bis 368)
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Artikelverweis Cude, s. Meyers Zude.
 
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Cudowa, Badeort, s. Meyers Kudowa.
 
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Çudra (spr. ßūdra, auch schūdra), die vierte und unterste der altindischen Kasten, umfaßt ursprünglich die bis auf einen gewissen Grad an die Lebensgemeinschaft der arischen Eroberer angeschlossenen Nichtarier, Handwerker, Tagelöhner, Diener etc. Während diese nach der orthodoxen Lehre als Diener der andern Kasten galten, waren sie tatsächlich oft reich; der mächtige König Tschandragupta soll ihnen angehört haben. Schon in buddhistischer Zeit hatte der Begriff der C. viel von seiner alten Bedeutung eingebüßt; gegenwärtig ist er nur gelehrte Antiquität.
 
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Cudworth (spr. köddwörth), Ralph, engl. Theosoph und Mystiker, geb. 1617 zu Aller in der Grafschaft Somerset (England), seit 1645 Professor zu Cambridge, gest. daselbst 1688, stellte in seinem Hauptwerk »The true intellectual system of the universe« (Lond. 1678, neue Ausg. 1839; lat. Übersetzung von Mosheim, Jena 1733; 2. Aufl., Leiden 1773) eine platonisierende Naturphilosophie, in seiner nachgelassenen Schrift »Treatise concerning eternal and immutable morality« (Lond. 1731) die Grundzüge einer natürlichen Moral auf, suchte im erstern die mechanistische Naturauffassung der Physiker sowie den Atheismus in allen Gestalten zu widerlegen, in der letztern die gesamte Tugend- und Pflichtenlehre auf unmittelbar einleuchtende Urteile der sittlichen Vernunft zu begründen. Die gesamte Natur kann nach ihm als eine Offenbarung Gottes angesehen werden. Die Existenz einer sittlichen (praktischen) Vernunft aber folgt, ähnlich wie bei Kant, daraus, daß die sittlichen Urteile unmittelbar evident und schlechthin verbindlich sind. C. kann als Begründer der intellektualistischen Richtung in England gelten und ist das Haupt der sogen. Cambridger Schule. Vgl. Lowrey, The philosophy of Ralph C. (New York 1884).

[Bd. 4, Sp. 368]



 
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Cuecillo (spr. kuëdsilljo), s. Meyers Amerikanische Altertümer, S. 433.
 
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Cuenca (spr. kuénka), span. Provinz in Neukastilien, grenzt im N. an die Provinz Guadalajara, im NO. an Teruel, im O. an Valencia, im S. an Albacete, im SW. an Ciudad Real, im W. an Toledo und Madrid und hat einen Flächenraum von 17,193 qkm (312 QM.) mit (1900) 249,696 Einw. (nur 14 auf 1 qkm). Die Provinz umfaßt acht Gerichtsbezirke. Hauptstadt ist Cuenca.
 
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Cuenca, 1) Hauptstadt der gleichnamigen span. Provinz (s. oben), liegt 902 m ü. M. auf einem steilen Felsen, am Zusammenfluß des Jucar und Huecar, über welch letztern eine 42 m hohe Brücke (San Pablo, aus dem Jahre 1523) führt, an der Eisenbahn Aranjuez-C. Die Stadt hat eine schöne gotische Kathedrale, viele große Häuser (ehemalige, nun verlassene Edelsitze), ein Instituto, ein bischöfliches Seminar und (1900) 10,756 Einw. Sie war ehemals durch ihre Tuchfabrikation, ihre Goldwaren und ihr Kunstgewerbe berühmt, ist aber jetzt verödet. Sie ist Sitz des Gouverneurs und eines Bischofs. C. soll die Stadt der alten Concani gewesen sein, sie hieß später Conca oder Concha. Alfons IX. entriß sie 1220 den Mauren. Geschichtlich bekannt ist sie durch die Übergabe 9. Okt. 1706 im Spanischen Erbfolgekrieg und 1874 durch die Greuel, welche die Karlisten dort verübten. 2) (Santa Anade C.) gut gebaute Hauptstadt der Provinz Azuay in Ecuador, 2581 m ü. M., in fruchtbarer Ebene am Rio Paute, hat breite, von Kanälen durchflossene Straßen, Kathedrale, höhere Schule und mit der Vorstadt Ejido 30,000 Einw., die Wollenstoffe, Hüte und Töpferwaren verfertigen und Handel mit Früchten, Käse und Korn treiben.
 
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Cuencamé, Distriktshauptort im mexikan. Staate Durango, nordöstlich von der Stadt Durango, mit Silberhütten, Baumwollfabriken, Zuckerrohrbau und (1900) 2874 Einw.
 
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Cuenon von Béthune, altfranz. Minnesinger, geb. um 1150, gest. 17. Dez. 1219 (Cuenon ist das deutsche Kuno), machte den dritten Kreuzzug mit und war als Verwandter des Kaisers Balduin einer der Führer des vierten. Wir haben von ihm zehn Lieder, die Wallensköld (Helsingfors 1891) herausgegeben hat.
 
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Cuēra, s. Meyers Chur.
 
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Cuērda (Cordel, »Schnur«), älteres span. Längenmaß zu 33 Palmos, = 6,896 m, wurde mancherorten etwas größer, zu 25 Piés, gerechnet.

 

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