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Csejthe bis Csiger (Bd. 4, Sp. 360)
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Artikelverweis Csejthe (spr. tschéjte), Ruine beim Dorf C. unweit Waag-Neustadtl im ungar. Komitat Neutra, bekannt durch die grausamen Jungfrauenmorde der berüchtigten Schloßherrin Elisabeth von Bathory (s. Meyers Báthori).
 
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Csenger (spr. tschén-), Großgemeinde im ungar. Komitat Szatmár, mit Tabakeinlösungsamt und (1901) 3360 magyar. Einwohnern. 1570 fand hier eine Synode der Reformierten statt.
 
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Csengery (spr. tschénngeri), Anton, ungar. Publizist und Politiker, geb. 2. Juni 1822 in Großwardein, gest. 13. Juli 1880 in Budapest, studierte die Rechte, trat 1845 in die Redaktion des liberalen »Pesti Hirlap«, folgte 1848 der Regierung nach Debreczin und war einige Zeit Ministerialrat. Nach der Revolution wirkte er als Lehrer. 1857 gründete er die »Budapesti Szemle« (»Budapester Revue«), die er bis 1869 redigierte. Eifrig war er für die wirtschaftliche Entwickelung bemüht und hatte einen wesentlichen Anteil an der Errichtung des ungarischen Bodenkreditinstituts, als dessen Direktor er bis an seinen Tod wirkte. Seit 1861 Mitglied des Reichstags, war er eins der einflußreichsten Mitglieder der Deák-Partei. Von seinen glänzend geschriebenen historischen Schriften, wegen deren er Mitglied und zweiter Präsident der Akademie wurde, sind zu nennen: »Ungarns Redner und Staatsmänner« (1851; deutsch, Leipz. 1852); »Historische Studien und Charakteristiken« (Pest 187074, 2 Bde.); »Geschichtschreibung und Geschichtschreiber« (das. 1874); »Denkrede auf Deák« (deutsch von G. Heinrich 1877); auch übersetzte er Macaulays »Geschichte Englands« (neue Aufl. 1874). Seine »Gesammelten Werke« erschienen 1884 in 5 Bänden.
 
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Csepel (spr. tsché-), fruchtbare Donauinsel unterhalb Budapest, 48 km lang, 39 km breit, von 14 kleinen Inseln umgeben, 257 qkm groß, mit Obst- und Weinbau und 10 Ortschaften. Hauptort ist Ráczkeve (s. d.). Sie war einst Sommeraufenthalt und Jagdgebiet der Könige und bildete das Brautgeschenk der Königinnen. 1721 taufte sie Prinz Eugen von Savoyen. Seit 1825 ist sie königliches Familiengut. An der Nordspitze der Insel wird gegenwärtig ein großer Winterhafen hergestellt.
 
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Csepreg (spr. tsché-, deutsch Tschapring), Großgemeinde im ungar. Komitat Ödenburg, mit (1901) 4065 Einw. und Branntweinbrennerei. 1591 fand hier ein Religionsgespräch zwischen Lutheranern und Calvinisten statt (Csepreger »Colloquium«).
 
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Cserei (spr. tschérei), Michael, siebenbürg. Historiker, geb. 21. Okt. 1668 in Rákos, gest. 22. April 1756 in Nagy-Ajtai, diente unter Mich. Teleki, dem allmächtigen Günstling Apasis, dann unter Thököly, schwur hierauf 1691 Leopold I. Treue, wurde königlicher Kommissar, war von 170710 Königsrichter in Csík und widmete sich dann ganz der Literatur. Seine lebhafte, aber höfisch gefärbte und parteiische »Siebenbürgische Chronik« (in ungar. Sprache) reicht von 16111712 (gedruckt 1852). 1893 sind auch seine »Jugendaufzeichnungen« (169098) von Z. Ferenczy herausgegeben warden.
 
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Cserhalom (spr. tschér-, soviel wie Eichenhügel), Anhöhe bei Kerlés am Szamos im ungar. Komitat Szolnok-Doboka, auf der König Salomon und Herzog Béla 1070 die Kumanen besiegten.
 
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Cserhát (spr. tschérhāt), der sich im ungar. Komitat Neográd zwischen der Donau und der Mátra (von Waitzen nordöstlich bis Salgó-Tarján) erstreckende Teil des ungarischen Mittelgebirges, erhebt sich im Nagyszál bis 652 m. Der Berg C. ist nur 349 m hoch.
 
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Cservenka (spr. tschérw-), Großgemeinde im ungar. Komitat Bács-Bodrog, am Franzenskanal, mit (1901) 7563 meist deutschen Einwohnern.
 
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Csetate mare und mike (spr. tsché-), Berggipfel, s. Meyers Kirnik.
 
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Csiger (spr. tschi-), linker Nebenfluß der Weißen Körös im ungar. Komitat Arad.

 

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