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Csárda bis Csepel (Bd. 4, Sp. 359 bis 360)
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Artikelverweis Csárda (spr. tschārda), ungar. Name für eine Pußtenschenke.
 
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Csardaken, s. Meyers Tschardaken und Meyers Getreidebau.
 
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Csárdás, s. Meyers Tschardasch.

[Bd. 4, Sp. 360]



 
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Császár (spr. tscháhßār), Franz, ungar. Schriftsteller und Dichter, geb. 1807 zu Zala-Egerszeg im Komitat Zala, gest. 17. Aug. 1858, war zuerst als Lehrer, dann als Notar beim Wechselgericht tätig und begründete 1850 den liberalen »Pesti Napló« (»Pester Tageblatt«). Außer einigen Schriften über ungarisches Wechselrecht u. a. veröffentlichte er: »Italienische Reisen« (1843), ein »Mythologisches Wörterbuch« (1844) und »Gedichte« (2. Aufl. 1846), unter denen namentlich die in italienischer Manier geschriebenen Sonette und Matrosenlieder hervorzuheben sind. Auch übersetzte er Meisterwerke von Alfieri, Beccaria, Silvio Pellico und Dante ins Ungarische.
 
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Csatád (spr. tschátād), Markt im ungar. Komitat Torontál, oberhalb Hatzfeld, mit (1901) 2826 deutschen Einwohnern; Geburtsort des Dichters Lenau, mit dessen Büste.
 
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Cseber (spr. tsche-, deutsch Zuber), bis 1854 gebräuchliches Weinmaß in Teilen Ungarns, 10 Kanta zu 10 ungarischen Halben = 84,589 Lit.; der kleine Eimer (Kis C.) = 1/2 C. (Nagy C.).
 
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Cseh (spr. tschech), Erwin von Szentkátolnai, ungar. Staatsmann, geb. 23. März 1838 zu Valpó (Slawonien), studierte Landwirtschaft; wurde 1886 zum Obergespan von Syrmien und 10. Dez. 1898 zum Minister für Kroatien-Slawonien ernannt.
 
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Csejthe (spr. tschéjte), Ruine beim Dorf C. unweit Waag-Neustadtl im ungar. Komitat Neutra, bekannt durch die grausamen Jungfrauenmorde der berüchtigten Schloßherrin Elisabeth von Bathory (s. Meyers Báthori).
 
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Csenger (spr. tschén-), Großgemeinde im ungar. Komitat Szatmár, mit Tabakeinlösungsamt und (1901) 3360 magyar. Einwohnern. 1570 fand hier eine Synode der Reformierten statt.
 
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Csengery (spr. tschénngeri), Anton, ungar. Publizist und Politiker, geb. 2. Juni 1822 in Großwardein, gest. 13. Juli 1880 in Budapest, studierte die Rechte, trat 1845 in die Redaktion des liberalen »Pesti Hirlap«, folgte 1848 der Regierung nach Debreczin und war einige Zeit Ministerialrat. Nach der Revolution wirkte er als Lehrer. 1857 gründete er die »Budapesti Szemle« (»Budapester Revue«), die er bis 1869 redigierte. Eifrig war er für die wirtschaftliche Entwickelung bemüht und hatte einen wesentlichen Anteil an der Errichtung des ungarischen Bodenkreditinstituts, als dessen Direktor er bis an seinen Tod wirkte. Seit 1861 Mitglied des Reichstags, war er eins der einflußreichsten Mitglieder der Deák-Partei. Von seinen glänzend geschriebenen historischen Schriften, wegen deren er Mitglied und zweiter Präsident der Akademie wurde, sind zu nennen: »Ungarns Redner und Staatsmänner« (1851; deutsch, Leipz. 1852); »Historische Studien und Charakteristiken« (Pest 187074, 2 Bde.); »Geschichtschreibung und Geschichtschreiber« (das. 1874); »Denkrede auf Deák« (deutsch von G. Heinrich 1877); auch übersetzte er Macaulays »Geschichte Englands« (neue Aufl. 1874). Seine »Gesammelten Werke« erschienen 1884 in 5 Bänden.
 
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Csepel (spr. tsché-), fruchtbare Donauinsel unterhalb Budapest, 48 km lang, 39 km breit, von 14 kleinen Inseln umgeben, 257 qkm groß, mit Obst- und Weinbau und 10 Ortschaften. Hauptort ist Ráczkeve (s. d.). Sie war einst Sommeraufenthalt und Jagdgebiet der Könige und bildete das Brautgeschenk der Königinnen. 1721 taufte sie Prinz Eugen von Savoyen. Seit 1825 ist sie königliches Familiengut. An der Nordspitze der Insel wird gegenwärtig ein großer Winterhafen hergestellt.

 

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