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Csángós bis Csejthe (Bd. 4, Sp. 359 bis 360)
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Artikelverweis Csángós (spr. tscháhngōsch, Csángó-Magyaren), in der Bukowina und in Rumänien zerstreut lebende Magyaren, die teils von Kumaniern, teils von ausgewanderten Széklern abstammen, meist katholisch und tüchtige Feldarbeiter sind und den magyarischen Széklerdialekt sprechen. In letzter Zeit haben sich auf Anregung der ungarischen Regierung viele Bukowinaer Csángófamilien im Donaugebiet Südungarns angesiedelt. Ihre Zahl beträgt in der Bukowina (1900) 9516, in Ungarn gegen 2000.
 
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Csánki (spr. tschān-ki), Desiderius, ungar. Geschichtschreiber, geb. 18. Mai 1857 in Füzes-Gyarmat, Landesarchivar in Budapest. Sein Hauptwerk (in ungar. Sprache): »Ungarns historische Geographie im Zeitalter der Hunyadi« (1890ff., bis jetzt 3 Bde.), bildet die Fortsetzung des großen Werkes von Jos. Graf Teleki (s. d.).
 
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Csányi (spr. tschānji), Ladislaus, Kommunikationsminister in der ungarischen Revolutionszeit, geb. 1790 zu Csányi im Zalaer Komitat, gest. 10. Okt. 1849 in Pest, diente als Husar 180915, war später eifriges Mitglied der Opposition im Zalaer Komitat und bis zum Ausbruch der Revolution Deáks treuer Parteigenosse. Im März 1848 sicherte er in Pest die Ordnung, ging bei Ausbruch der kroatisch-serbischen Unruhen als Landeskommissar an die Drau, begleitete später die Hauptarmee gegen Wien sowie beim Rückzug von Preßburg bis Pest und blieb auch in den ersten Januartagen 1849 als Kommissar bis zu Windischgrätz' Einzug daselbst zurück, worauf er der Regierung nach Debreczin folgte. In Siebenbürgen verfuhr er als Regierungskommissar gegen die Sachsen und raubenden Walachen streng, ja grausam, aber unbestechlich. Abberufen, wurde er nach der Unabhängigkeitserklärung vom 14. April 1849 zum Kommunikationsminister ernannt, war bei der zweiten Flucht der ungarischen Regierung aus Pest abermals der letzte und stimmte für die Übertragung der Diktatur an Görgei. Nach der Waffenstreckung von Világos (13. Aug. 1849) ergab sich C. in Sarkad den Russen, die ihn an Österreich auslieferten. Er endete am Galgen. C. wurde wegen seines Amtseifers allgemein die »Biene« (méh), seines Charakters halber »Cato« genannt.
 
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Csárda (spr. tschārda), ungar. Name für eine Pußtenschenke.
 
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Csardaken, s. Meyers Tschardaken und Meyers Getreidebau.
 
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Csárdás, s. Meyers Tschardasch.

[Bd. 4, Sp. 360]



 
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Császár (spr. tscháhßār), Franz, ungar. Schriftsteller und Dichter, geb. 1807 zu Zala-Egerszeg im Komitat Zala, gest. 17. Aug. 1858, war zuerst als Lehrer, dann als Notar beim Wechselgericht tätig und begründete 1850 den liberalen »Pesti Napló« (»Pester Tageblatt«). Außer einigen Schriften über ungarisches Wechselrecht u. a. veröffentlichte er: »Italienische Reisen« (1843), ein »Mythologisches Wörterbuch« (1844) und »Gedichte« (2. Aufl. 1846), unter denen namentlich die in italienischer Manier geschriebenen Sonette und Matrosenlieder hervorzuheben sind. Auch übersetzte er Meisterwerke von Alfieri, Beccaria, Silvio Pellico und Dante ins Ungarische.
 
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Csatád (spr. tschátād), Markt im ungar. Komitat Torontál, oberhalb Hatzfeld, mit (1901) 2826 deutschen Einwohnern; Geburtsort des Dichters Lenau, mit dessen Büste.
 
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Cseber (spr. tsche-, deutsch Zuber), bis 1854 gebräuchliches Weinmaß in Teilen Ungarns, 10 Kanta zu 10 ungarischen Halben = 84,589 Lit.; der kleine Eimer (Kis C.) = 1/2 C. (Nagy C.).
 
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Cseh (spr. tschech), Erwin von Szentkátolnai, ungar. Staatsmann, geb. 23. März 1838 zu Valpó (Slawonien), studierte Landwirtschaft; wurde 1886 zum Obergespan von Syrmien und 10. Dez. 1898 zum Minister für Kroatien-Slawonien ernannt.
 
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Csejthe (spr. tschéjte), Ruine beim Dorf C. unweit Waag-Neustadtl im ungar. Komitat Neutra, bekannt durch die grausamen Jungfrauenmorde der berüchtigten Schloßherrin Elisabeth von Bathory (s. Meyers Báthori).

 

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