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Csákány bis Csángós (Bd. 4, Sp. 359)
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Artikelverweis Csákány (spr. tscháhkānj), ungar. Waffe des Mittelalters in Form eines Schlachtbeiles. Der heutige C., zumeist die Waffe des Csikós (s. Tschikosch), besteht aus einer auf einem Holzstiel befestigten eisernen Hacke, deren eine Seite spitz ausläuft.
 
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Csakathurn (ungar. Csáktornya, spr. tscháhktornja), Großgemeinde im ungar. Komitat Zala, Hauptort der Murinsel (s. d.) und Knotenpunkt der Bahnlinien Budapest-Pragerhof, C.-Boba und C.-Agram, mit altem Schloß und der Grabstätte der Familie Zrinyi, Bezirksgericht, Lehrerpräparandie und (1901) 4860 kroatischen, ungarischen und deutschen Einwohnern.
 
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Csákó (ungar.), s. Meyers Tschako.
 
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Csákovár (spr. tscháhkowār, auch Csákova), Markt im ungar. Komitat Temes, an der Eisenbahn Zsebely-Bóka, mit Bezirksgericht, Burgruine und (1901) 4601 meist deutschen Einwohnern.
 
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Csáktornya, s. Meyers Csakathurn.
 
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Csákvár (spr. tscháhkwār), Markt im ungar. Komitat Weißenburg, mit Schloß des Grafen Eszterházy und (1901) 4795 magyar. Einwohnern.
 
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Csáky (spr. tschāki), Graf Albin, ungar. Staatsmann, geb. 19. April 1841 zu Krompach im Zipser Komitat, bekleidete seit 1867 die Würde eines Obergespans dieses Komitats bis 1888. Wiederholt zum Eintritt in das Ministerium aufgefordert, übernahm er erst im September 1888 das Unterrichtsportefeuille, nachdem er inzwischen mit der Würde eines königlich ungarischen Obersttruchsessen die Stelle eines Vizepräsidenten des Magnatenhauses bekleidet hatte. Als Unterrichtsminister war er hauptsächlich um die Reform der Mittelschulen im Sinne der sogen. Einheitsschule bemüht. Bemerkenswert ist auch seine Reform der Kollegiengelderfrage an der Budapester Universität, sein Gesetzentwurf über die Kleinkinderbewahranstalten und das Abschaffen des Griechischen als obligaten Lehrgegenstandes. Der Erlaß vom 26. Febr. 1890 betreffs der sogen. Wegtaufungen (s. d.) veranlaßte eine heftige Bewegung, namentlich unter dem niedern katholischen Klerus, und führte schließlich mit ihren Konsequenzen (Einführung der Zivilehe) im November 1892 zu einer Kabinettskrise, aus der C. und die von ihm vertretenen liberalen Grundsätze siegreich hervorgingen. C. behielt auch im Kabinett Wekerle sein Portefeuille bei, trat jedoch bei der Rekonstruktion des Ministeriums während der Verhandlungen über das Zivilehegesetz 11. Juni 1894 zurück. Unterdem Kabinett Széll (1900) wurde er zum Präsidenten des Magnatenhauses ernannt.
 
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Csallóköz (spr. tschállōkäs), Donauinsel, s. Meyers Schütt 1).
 
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Csanád (spr. tschánād), ungar. Komitat längs der Maros und Theiß, grenzt an die Komitate Csongrád, Békés, Arad und Torontál und umfaßt 1618 qkm (29,1 QM.) mit (1901) 140,007 Einw. (meist Magyaren). Hauptort ist Makó.
 
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Csanád (Magyar-C.), Großgemeinde im gleichnamigen ungar. Komitat (s. oben), an der Eisenbahn Arad-Szegedin, mit (1901) 3025 Einw. Hier siegte der heil. Stephan über Ajtony (s. d.) und errichtete ein Bistum, dessen Sitz 1702 nach Szegedin, 1738 aber nach Temesvár verlegt wurde. 1242 verwüsteten die Tataren, 1514 die aufrührerischen Bauern (s. Meyers Dózsa) Schloß und Stadt. 1545 kam sie unter das Joch der Türken, die erst 1684 vom General Wallis für immer daraus vertrieben wurden. Vgl. die Monographie von S. Borovzsky (ungar., 1896, 2 Bde.).
 
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Csángós (spr. tscháhngōsch, Csángó-Magyaren), in der Bukowina und in Rumänien zerstreut lebende Magyaren, die teils von Kumaniern, teils von ausgewanderten Széklern abstammen, meist katholisch und tüchtige Feldarbeiter sind und den magyarischen Széklerdialekt sprechen. In letzter Zeit haben sich auf Anregung der ungarischen Regierung viele Bukowinaer Csángófamilien im Donaugebiet Südungarns angesiedelt. Ihre Zahl beträgt in der Bukowina (1900) 9516, in Ungarn gegen 2000.

 

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