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Crux bis Cryptogamĭa (Bd. 4, Sp. 358)
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Artikelverweis Crux (lat.), Kreuz (s. d.); in der katholischen Kirche eine Prozession, der ein Kreuz voraufgetragen wird, sowie die dabei übliche Litanei; daher C. nigra (»schwarzes Kreuz«), die große Gregorianische Litanei, bei der die Kirche schwarz verhangen wird; uneigentlich Marter, Qual oder, was solche verursacht, z. B. C. interpretum (»Kreuz der Erklärer«), eine schwer zu erklärende Stelle eines Schriftstückes.
 
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Crux (Kreuz), Sternbild, s. Meyers Südliches Kreuz.
 
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Cruyshautem (spr. kreūshōtem), Fabrikort in der belg. Provinz Ostflandern, Arrond. Oudenaarde, an der Vizinalbahn Deinze-Oudenaarde, mit Leinwandfabriken und Bleichen und (1900) 5918 Einw.
 
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Cruz, 1) San Juan de la, span. Dichter und Schriftsteller, geb. 1542 zu Antiveros in Altkastilien, gest. 14. Dez. 1591 im Kloster von Ubeda, studierte in Medina del Campo bei den Jesuiten, ward Karmeliter und um 1568 Abt des nach neu reformierten Ordensregeln gegründeten Klosters zu Manresa. Um dieser Reform willen angefeindet und verhaftet, gründete er, wieder frei, 1579 das Kloster von Baeza, übernahm zwei Jahre darauf die Verwaltung desjenigen zu Granada, ward 1585 Provinzialvikar von Andalusien und 1588 Definitor des Ordens. Von neuem seiner Ämter beraubt, wurde er in das Kloster von Ubeda eingeschlossen, wo er starb. Benedikt XIII. sprach ihn 1674 heilig und weihte ihm den 24. November. Seine Werke, größtenteils betrachtender Art und mit großer Wärme geschrieben, haben ihm den Namen des »ekstatischen Doktors« erworben. Am bedeutendsten unter ihnen sind die »Besteigung des Berges Karmel« und »Die dunkle Nacht der Seele«. Seine Gedichte haben den nämlichen Charakter, sind aber äußerst ausdrucksvoll in ihrer Sprache. Seine vollständigen »Obras espirituales« erschienen zuerst in Barcelona 1619 (12. Aufl., Sevilla 1703), dann in der Madrider »Biblioteca de autores españoles« (Bd. 27). Eine Ausgabe der Gedichte besorgte W. Storck (»Todas las poesías de San Juan de la C. y de Santa Teresa de Jesus«, Münster 1854), der auch eine vorzügliche Übersetzung (das. 1854) lieferte. Wohlgelungene Übertragungen einzelner Gedichte enthält Diepenbrocks »Geistlicher Blumenstrauß« (4. Aufl., Sulzbach 1862). Die Prosaschriften wurden von Gallus Schwab (Sulzbach 1838, 2 Bde.) verdeutscht. Vgl. Muñoz Garinca, San Juan de la C. (Madr. 1875).
   2) Juana Ines de la C., spanisch-amerikan. Dichterin, geb. 12. Nov. 1651 in der Nähe von Mexiko, gest. 17. April 1695, erwarb sich ein für ihre Zeit bedeutendes Wissen, ward Hofdame der Vizekönigin von Mexiko, zog sich aber schon mit 17 Jahren von der Welt zurück in das Kloster der Hieronymitinnen zu Mexiko, in dem sie fortan unter strengen Bußübungen ausschließlich den Studien und der Dichtkunst lebte. Die Werke dieser von den Zeitgenossen als »zehnte Muse« und »mexikanischer Phönix« gefeierten Dichterin bestehen in Liedern, teils im altspanischen, teils im kunstvollern italienischen Geschmack, und einer Anzahl dramatischer Dichtungen, von denen nur zwei (»Amor es mas labirinto« und »Los empeños de una casa«) weltlichen Inhalts, die übrigen geistliche Spiele sind. Eine Sammlung ihrer »Obras« erschien Madrid 1714, 3 Bde. (auch Saragossa 1725 u. ö.); eine Auswahl ihrer lyrischen Gedichte enthält auch die Madrider »Bibl. de aut. españoles« (Bd. 42).
   3) (Ramon de la C.) Canoy Olmedilla, span. Bühnendichter, geb. 1731 in Madrid, gest. 1799, merkwürdig, weil er in einer Zeit, wo die spanische Bühne unter dem Einfluß des französischen Klassizismus ihren niedrigsten Stand erreicht hatte, durch die Kraft seiner gesunden Naturgaben echt Nationales und z. T. Mustergültiges schuf. Von außerordentlicher Fruchtbarkeit, versuchte er sich in allen Gattungen des Dramas und schrieb gegen 300 Bühnenstücke. Von bleibendem Werte sind jedoch nur seine von köstlichem Humor durchdrungenen Zwischenspiele (»Sainetes«), lebendige Szenen und drastische Sittenbilder aus dem untersten Volksleben. Das bekannteste ist »Manolo, tragedia para reir o sainete para llorar«. »Teatro« (Madr. 178691, 10 Bde.), »Coleccion de Saynetes« (das. 1843, 2 Bde.). Eine Auswahl erschien als »Teatro selecto«, mit Biographie von Roque Barcia (Madr. 1882). Vgl. Cotarelo y Mari, D. Ramon de la C. y sus obras (1899).
 
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Cruzāda (»Kreuzzug«), die vom Papst den Spaniern und Portugiesen zum Vorteil der Krone auferlegte Abgabe zur Führung der Kriege gegen Ungläubige; seit dem Aufhören solcher Kriege das Recht der spanischen und portugiesischen Könige auf alle von Dispensationen etc. herkommenden Einkünfte (oft für Europa und Amerika über 1 Mill. Dukaten), von denen der heilige Stuhl ein Fixum bezog; auch der Gerichtshof, der diese Abgabe eintrieb. Vgl. Llamazares, Historia de la bula de la santa C. (Madr. 1859).
 
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Cruzādo, portug. Münzen, 14551822 gesetzlich zu 11/12 fein geprägt: der C. velho (alte Krone) zu 1/4 Escudo oder 400 Reis = 2,042 M:.; als Silbermünze früher mit 400 bezeichnet und 1722 auf 480 Ress erhöht (C. novo, Pinto), mit 13,42 g Silber, auch in halben und viertel Stücken. Ähnlich der bis 1833 in Brasilien geprägte C. novo zu 480 Reis.
 
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Crwth (spr. krūt), Musikinstrument, s. Meyers Chrotta.
 
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Cryptobranchus, der Schlammteufel.
 
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Cryptocarya R. Br. (Caryodapbne Nees), Gattung der Laurazeen, Gehölze mit kleinen Blüten in achselständigen, gestielten Rispen und von der Achse völlig umschlossener, außen längsrippiger Frucht. Etwa 40 Arten, besonders im tropischen Südostasien, namentlich auf Java und den kleinen Sundainseln, auch in Brasilien, Chile, im tropischen Australien, zwei am Kap. C. moschata Mart., in Brasilien, liefert die amerikanischen Muskatnüsse, die von den Eingebornen als Speisegewürz benutzt werden. C. obovata R. Br. (australische Sykomore) liefert ein helles, später nachdunkelndes Nutzholz.
 
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Cryptococcus Ktz. soviel wie Saccharomyces, s. Meyers Hefe.
 
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Cryptogamĭa (griech.), Verborgenehige, s. Meyers Kryptogamen.

 

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