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Croydon bis Crucifixus (Bd. 4, Sp. 356)
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Artikelverweis Croydon (spr. kreud'n), Stadt (municipal borough) und Grafschaft im südöstlichen England, am Wandle, 16 km südlich von der Londonbrücke, Lieblingswohnsitz Londoner Kaufleute, mit der stattlichen St. Johanneskirche (1870 von G. Scott an Stelle der durch Feuer zerstörten alten Kirche erbaut), der gotischen St. Michaelskirche (1882 erbaut), sehenswerten Ruinen des erzbischöflichen Palastes, Rathaus, großem Hospital, Lateinschule, Kunstschule und (1901) 133,885 Einw. Die Industrie liefert landwirtschaftliche Geräte, Maschinen, Glocken, Tuch und Stiefel. Dabei Addington Park, Sommersitz des Erzbischofs von Canterbury. C. gehörte bis 1888 zur Grafschaft Surrey.
 
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Croy-Dülmen, Leopold Emanuel Ludwig, Prinz, österreich. General, Sohn des preußischen Generalleutnants à la suite Prinzen Philipp C. (gest. 1871), geb. 5. Mai 1827 in Berlin, gest. 15. Aug. 1894 in Wien, begann seine militärische Laufbahn in der preußischen und trat 1852 als Leutnant in die österreichische Armee ein. Nach dem italienischen Feldzug 1866 zum Major befördert, avancierte er in den höhern Rangstufen, wurde 1890 Inhaber des 94. Infanterieregiments u. 1891 General der Kavallerie.
 
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Crozat (spr. krŏsá), 1) Antoine C., Marquis du Chatel, franz. Finanzmann, geb. 1655 in Toulouse, gest. 7. Juni 1738 in Paris, erwarb sich, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, durch Bank- und Reedereigeschäfte ein großes Vermögen und begründete die französische Kolonie Louisiana in Nordamerika, für die er 1712 einen Freibrief erhielt. Auch ließ er den Crozatkanal (s. d.) ausführen. Seine Tochter heiratete um 1750 den Herzog von Choiseul (s. d.).
   2) Joseph Antoine C., Baron de Thiers, Marquis de Tugny, Kunstsammler, Sohn des vorigen, geb. 1696 in Toulouse, gest. 1740 in Paris, war Präsident des Parlaments daselbst, Maître des requêtes und Vorleser des Königs. Fast sein ganzes Leben und sein großes Vermögen verwendete er auf das Sammeln von Gemälden und geschnittenen Steinen und gelangte zu einem Kabinett, das über 400 Gemälde und 19,000 Handzeichnungen, dazu noch eine auserlesene Bibliothek von 20,000 Bänden enthielt. Auch ließ er Gemälde und Handzeichnungen aus den Sammlungen des Königs, des Herzogs von Orléans, seiner eignen und denen andrer Liebhaber in zwei Serien stechen, die 1729ff. (180 Blätter) zu Paris erschienen und unter dem Namen des Cabinet de C. bekannt sind. Mariette gab die Blätter nach Crozats Tod aufs neue mit neuer Anordnung heraus und veröffentlichte auch zum Zweck der Auktion: »Description sommaire des dessins des grands maîtres du cabinet de feu M. C.« (Par. 1741). Die Sammlung der geschnittenen Steine ging nach Crozats Tod an den Herzog von Orleans über, der größte Teil der übrigen Sammlungen kam 1772 nach Petersburg.
 
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Crozatkanal (spr. krŏsá-), Kanal im franz. Depart. Aisne, 41 km lang, führt von Chauny an der Oise nach St.-Simon an der Somme; wurde von Antoine Crozat (s. d.) 173238 auf eigne Kosten angelegt.
 
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Crozetinseln (spr. krosä-), Gruppe kleiner vulkanischer Inseln im Indischen Ozean zwischen 4647° südl. Br. und etwa unter 52° östl. L., 523 qkm, besteht aus einer Anzahl von Klippen und vier größern Inseln: Possession, Penguin (Inaccessible), Ost- und Schweineinsel (nach den von einem englischen Kapitän zurückgelassenen Schweinen benannt). Englische Kriegsschiffe besuchen zeitweilig die unbewohnte Gruppe, um etwaige Schiffbrüchige aufzunehmen.
 
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Crozophŏra Juss. (Chrozophora Neck., Lackmuskraut, Krebskraut), Gattung der Euphorbiazeen, meist einjährige Kräuter mit abwechselnden, einfachen Blättern, unscheinbaren Blüten in kurzen, achselständigen Trauben und dreiköpfigen, mehrsamigen Kapseln. Sieben Arten im arabischen und ägyptischen Wüstengebiet, auch in Ostindien und im Mittelmeergebiet. C. tinctoria Juss. (Tournesolpflanze, Färberkroton), ein Sommergewächs an den sandigen Küsten des Mittelmeergebietes und in Arabien, mit eiförmig rhombischen, buchtig gezahnten, beiderseits sternfilzigen, langgestielten Blättern und hängenden Kapseln, wird hier und da, namentlich bei Montpellier, kultiviert, diente bei den Alten gegen Würmer und zum Wegätzen der Warzen, jetzt zur Darstellung der Bezetten oder Tournesolläppchen, Schminkläppchen.
 
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Crtz., bei Pflanzennamen Abkürzung für H. J. N. von Crantz (s. d.).
 
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Cruces, Stadt und Eisenbahnknotenpunkt auf der Insel Cuba, Provinz Santa Clara, mit starker Zuckerverfrachtung und (1899) 4173 Einw.
 
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Crucĭanella L. (Kreuzblatt), Gattung der Rubiazeen, Kräuter oder Halbsträucher mit quirlförmig zu vier gestellten Blättern und meist unscheinbaren Blüten in Ähren. C. stylosa Trin., eine ausdauernde, buschige Pflanze in Gilan (Persien), mit rosenroten Blüten mit lang hervorstehender, keulenförmiger Narbe, wird bei uns als Gartenpflanze kultiviert.
 
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Crucifĕrae, s. Kruziferen.
 
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Crucifixus, s. Meyers Kruzifix.

 

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