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Crowther bis Crtz (Bd. 4, Sp. 355 bis 356)
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Artikelverweis Crowther (spr. krōther), Samuel, der erste schwarze Bischof des Nigerlandes, geb. 1812 zu Otschugu in Joruba, gest. 1891, begleitete die erste englische Nigerexpedition, wurde in London zum Geistlichen ausgebildet, war als Missionar am untern Niger tätig, nahm an der zweiten englischen Nigerexpedition (1854) teil und wurde 1864 zum Bischof ernannt. Seine Berichte im »Church Missionary Intelligencer« enthalten wertvolle Beobachtungen über das Nigerland. Er übersetzte die Bibel in die Jorubasprache. Vgl. seine Biographie: »Slave-boy who became bishop of the Niger« (Lond. 1888).
 
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Croy (spr. kreu), Kirchspiel in den schott. Grafschaften Inverneß und Nairn, mit (1891) 1516 Einw., denkwürdig durch die Niederlage, die hier der Prätendent Karl durch die Königlichen 16. April 1746 erlitt.
 
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Croy (spr. kreu), altes, jetzt in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden angesessenes Herzogsgeschlecht pikardischen Ursprungs, dessen Stammsitz C. (Crouy) im Depart. Seine-Marne liegt, erwarb 1397 die Grafschaft Chimay und teilte sich mit den Brüdern Anton (gest. 1475) und Johann (gest. 1473), den einflußreichsten Ratgebern Philipps des Guten von Burgund, in zwei Linien. Der ältern, die 1486 die Reichsfürstenwürde erlangte, gehören an: Wilhelm (gest. 1521), der Erzieher Kaiser Karls V., sein Neffeund Erbe Philipp (gest. 1549), seit 1533 Herzog von Aerschot, dessen Sohn Philipp (gest. 1595 in Venedig), der während des niederländischen Aufstandes eine oft zweideutige Rolle spielte, und sein Sohn Karl (geb. 1560, gest. 1612), der, 158284 Calvinist und Anhänger Wilhelms von Oranien, später in spanischen Diensten gegen die niederländische Republik und gegen Frankreich kämpfte, 1598 die Erhebung von C. zum Herzogtum durchsetzte und wertvolle Memoiren (hrsg. von Reiffenberg, Brüss. 1845) hinterließ. 1640 fielen die Besitzungen durch Heirat an die jüngere Linie, die sich wieder in mehrere Zweige teilte. Der eine, C.-Havré, starb mit Herzog Joseph 12. Nov. 1839 in dec männlichen Linie aus; der andce, C.-Dülmen, erwarb 1677 die Reichsfürstenwürde,

[Bd. 4, Sp. 356]


empfing 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluß für die am linken Rheinufer verlornen mittelbaren Güter das frühere münstersche Amt Dülmen (ca. 300 qkm) und ward durch die Wiener Krongreßakte preußische Standesherrschaft, seit 1854 mit erblichem Sitz im preußischen Herrenhaus. Die Herzöge von C. führen auch den Titel Granden von Spanien. Jetziges Haupt des Hauses ist Herzog Karl, geb. 29. Jan. 1859 in Brüssel.
 
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Croydon, in Ägypten eingeführter weißer Baumwollenstoff.
 
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Croydon (spr. kreud'n), Stadt (municipal borough) und Grafschaft im südöstlichen England, am Wandle, 16 km südlich von der Londonbrücke, Lieblingswohnsitz Londoner Kaufleute, mit der stattlichen St. Johanneskirche (1870 von G. Scott an Stelle der durch Feuer zerstörten alten Kirche erbaut), der gotischen St. Michaelskirche (1882 erbaut), sehenswerten Ruinen des erzbischöflichen Palastes, Rathaus, großem Hospital, Lateinschule, Kunstschule und (1901) 133,885 Einw. Die Industrie liefert landwirtschaftliche Geräte, Maschinen, Glocken, Tuch und Stiefel. Dabei Addington Park, Sommersitz des Erzbischofs von Canterbury. C. gehörte bis 1888 zur Grafschaft Surrey.
 
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Croy-Dülmen, Leopold Emanuel Ludwig, Prinz, österreich. General, Sohn des preußischen Generalleutnants à la suite Prinzen Philipp C. (gest. 1871), geb. 5. Mai 1827 in Berlin, gest. 15. Aug. 1894 in Wien, begann seine militärische Laufbahn in der preußischen und trat 1852 als Leutnant in die österreichische Armee ein. Nach dem italienischen Feldzug 1866 zum Major befördert, avancierte er in den höhern Rangstufen, wurde 1890 Inhaber des 94. Infanterieregiments u. 1891 General der Kavallerie.
 
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Crozat (spr. krŏsá), 1) Antoine C., Marquis du Chatel, franz. Finanzmann, geb. 1655 in Toulouse, gest. 7. Juni 1738 in Paris, erwarb sich, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, durch Bank- und Reedereigeschäfte ein großes Vermögen und begründete die französische Kolonie Louisiana in Nordamerika, für die er 1712 einen Freibrief erhielt. Auch ließ er den Crozatkanal (s. d.) ausführen. Seine Tochter heiratete um 1750 den Herzog von Choiseul (s. d.).
   2) Joseph Antoine C., Baron de Thiers, Marquis de Tugny, Kunstsammler, Sohn des vorigen, geb. 1696 in Toulouse, gest. 1740 in Paris, war Präsident des Parlaments daselbst, Maître des requêtes und Vorleser des Königs. Fast sein ganzes Leben und sein großes Vermögen verwendete er auf das Sammeln von Gemälden und geschnittenen Steinen und gelangte zu einem Kabinett, das über 400 Gemälde und 19,000 Handzeichnungen, dazu noch eine auserlesene Bibliothek von 20,000 Bänden enthielt. Auch ließ er Gemälde und Handzeichnungen aus den Sammlungen des Königs, des Herzogs von Orléans, seiner eignen und denen andrer Liebhaber in zwei Serien stechen, die 1729ff. (180 Blätter) zu Paris erschienen und unter dem Namen des Cabinet de C. bekannt sind. Mariette gab die Blätter nach Crozats Tod aufs neue mit neuer Anordnung heraus und veröffentlichte auch zum Zweck der Auktion: »Description sommaire des dessins des grands maîtres du cabinet de feu M. C.« (Par. 1741). Die Sammlung der geschnittenen Steine ging nach Crozats Tod an den Herzog von Orleans über, der größte Teil der übrigen Sammlungen kam 1772 nach Petersburg.
 
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Crozatkanal (spr. krŏsá-), Kanal im franz. Depart. Aisne, 41 km lang, führt von Chauny an der Oise nach St.-Simon an der Somme; wurde von Antoine Crozat (s. d.) 173238 auf eigne Kosten angelegt.
 
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Crozetinseln (spr. krosä-), Gruppe kleiner vulkanischer Inseln im Indischen Ozean zwischen 4647° südl. Br. und etwa unter 52° östl. L., 523 qkm, besteht aus einer Anzahl von Klippen und vier größern Inseln: Possession, Penguin (Inaccessible), Ost- und Schweineinsel (nach den von einem englischen Kapitän zurückgelassenen Schweinen benannt). Englische Kriegsschiffe besuchen zeitweilig die unbewohnte Gruppe, um etwaige Schiffbrüchige aufzunehmen.
 
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Crozophŏra Juss. (Chrozophora Neck., Lackmuskraut, Krebskraut), Gattung der Euphorbiazeen, meist einjährige Kräuter mit abwechselnden, einfachen Blättern, unscheinbaren Blüten in kurzen, achselständigen Trauben und dreiköpfigen, mehrsamigen Kapseln. Sieben Arten im arabischen und ägyptischen Wüstengebiet, auch in Ostindien und im Mittelmeergebiet. C. tinctoria Juss. (Tournesolpflanze, Färberkroton), ein Sommergewächs an den sandigen Küsten des Mittelmeergebietes und in Arabien, mit eiförmig rhombischen, buchtig gezahnten, beiderseits sternfilzigen, langgestielten Blättern und hängenden Kapseln, wird hier und da, namentlich bei Montpellier, kultiviert, diente bei den Alten gegen Würmer und zum Wegätzen der Warzen, jetzt zur Darstellung der Bezetten oder Tournesolläppchen, Schminkläppchen.
 
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Crtz., bei Pflanzennamen Abkürzung für H. J. N. von Crantz (s. d.).

 

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