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Croston bis Croupade (Bd. 4, Sp. 354)
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Artikelverweis Croston (spr. kroßt'n), Stadt in Lancashire (England), 9 km westlich von Chorley, am Yarrow, mit (1901) 2102 Einw.
 
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Crotalarĭa L. (Klapperschote), Gattung der Leguminosen, Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher mit abwechselnden, einfachen oder gefingerten Blättern, gelben, auch blauen oder purpurnen Blüten in endständigen oder den Blättern gegenüberstehenden Trauben und kugeligen oder länglichen, aufgeblasenen, vielsamigen, bei der Reise klappernden Hülsen. Etwa 250 Arten in den Tropen und Subtropen beider Halbkugeln. C. juncea C, (s. Tafel Meyers »Faserpflanzen I«, Fig. 8) liefert aus den Stengeln eine Bastfaser (Sun-, Bombayhanf, Bengalischer Hanf, Cocoanade-, Conkanéehanf), die zu Seilen etc. verarbeitet wird. Auch C. Burhia Hamilton und C. retusa L., in Ostindien, liefern Gespinstfasern; andre Arten werden als Zierpflanzen kultiviert.
 
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Crotalidae (Grubenottern), s. Meyers Schlangen.
 
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Crotălus, die Klapperschlange.
 
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Crotchet (engl., spr. króttschett), Viertelnote.
 
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Croton L, (Krebsblume), Gattung der Euphorbiazeen, Kräuter, Sträucher und Bäume, an den jüngern Zweigen, Blättern und Blütenteilen häufig mit Sternhaaren oder schildförmigen Schuppen bedeckt, mit wechselständigen, ganzen, selten gelappten Blättern, in Ähren stehenden, monözischen, selten diözischen Blüten und dreiköpfigen, dreisamigen Kapseln. 500 bis 600 Arten von sehr verschiedenartigem Habitus in den Tropen beider Hemisphären, besonders in Amerika. C. Eluteria Bennett (Kaskarill-, Schakerillbaum), kleiner Baum oder Strauch mit eilanzettlichen, unterseits silberweiß schelferigen Blättern und unscheinbaren, wohlriechenden Blüten, auf den Bahamainseln, liefert die Kaskarillrinde (s. d.), C. niveus Jacq. (C. Pseudochina Schlechtend.), ein kleiner Strauch im tropischen andinen Südamerika, die Kopalchirinde. C. Tiglium L. (Tiglium officinale Klotzsch, Purgierkroton, Tiglibaum), ein bis 6 m hoher Strauch oder kleiner Baum mit langgestielten, eilänglichen, kerbig gesägten Blättern und gipfelständigen Blütentrauben, im tropischen Asien heimisch, wird in ganz Ostindien, auf Ceylon, den Sundainseln, Philippinen, auf Mauritius, in Kotschinchina und China angebaut und liefert die Purgierkörner (Granatill), aus denen das Krotonöl gewonnen wird, sowie das weniger heftig wirkende Purgierholz, das aber auch von dem sehr ähnlichen C. Pavana Hamilton, im nordwestlichen Bengalen und Hinterindien, stammt. Die Blätter dieser Bäume werden gegen den Biß giftiger Schlangen angewendet. Holz und Samen dienen auch zur Betäubung der Fische. C. Cascarilla Benn., auf den Bahamainseln und in Florida, liefert Kaskarillrinde. C. lacciferus L., ein Baum mit langgestielten, länglich-eiförmigen, zugespitzten, drüsig gezahnten Blättern und lockerblütigen Trauben, in Ostindien, Ceylon, Kotschinchina, liefert Schellack, der durch den Stich einer Schildlaus (Coccus laccae Ker.) zum Ausfließen gebracht wird. C. fragrans Kunth, in Kolumbien, mit zitronenartig duftenden Blüten, und C. gratissimum, am Kap, werden als Parfüme benutzt. C. salutaris Co sar., C. Urucurana Bill. und andre Arten, in Brasilien, liefern Drachenblut. C. pictum. s. Codiaeum.
 
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Croton, Fluß im Staate New York, entspringt an der Grenze gegen Connecticut, fällt 40 km oberhalb New York in den Hudson und liefert der Stadt den größten Teil ihres Trinkwassers. Die alte Wasserleitung wurde 1842 erbaut und hatte eine Leistungsfähigkeit von täglich 455,000 cbm Wasser, die neue, 188390 mit einem Aufwand von 25 Mill. Doll. erbaut, bildet einen über 4 m hohen Tunnel, der durchschnittlich 45 m unter der Bodenfläche liegt und 90 m unter dem Flußbette des Harlem hindurchführt. Ihre Leistungsfähigkeit ist zurzeit 363,5 Mill. Lit. täglich, soll aber auf 1136 Mill. L. erhöht werden. Das Hauptstaubecken im Central Park faßt 3898,6 Mill. L.
 
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Crotoy, Le (spr. -tŭa), Stadt im franz. Depart. Somme, Arrond. Abbeville, an der Mündung der Somme und an der Lokalbahn Noyelles-Le C., hat eine Statue der Jeanne d'Are, die hier 1430 gefangen saß, einen kleinen Hafen, Seebäder und (1901) 1833 Einw.
 
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Crotus Rubiānus (Johannes Jäger), Humanist, geb. um 1480 in Dornheim bei Arnstadt i. Th., gest. nach 1539, studierte seit 1498 in Erfurt, wo er mit Luther, Hutten und Mutian befreundet war, wurde 1508 Lehrer der Grafen von Henneberg, war 151015 Vorsteher der Klosterschule in Fulda und ging nach einem Aufenthalt in Köln und Mainz 1517 nach Italien. 1520 nach Deutschland zurückgekehrt, schloß er sich mit Eifer der Reformation an und lebte 152430 am Hof Albrechts von Brandenburg in Königsberg. Doch durch die dortigen Erfahrungen abgestoßen, nahm er vom Erzbischof Albrecht von Magdeburg 1531 ein Kanonikat in Halle an, was seinen Bruch mit Luther herbeiführte. Er ist der Hauptverfasser der ersten Sammlung der »Epistolae obscurorum virorum« (1515, mit fingiertem Druckort Venedig). Vgl. G. Kampschulte, De J. Croto Rubiano (Bonn 1862); Einerk, Johann Jäger aus Dornheim (Jena 1885).
 
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Croup (engl., spr. krup, Krupp), Diphtherie.
 
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Croupade (franz., spr. kru-), ein Schulsprung des Pferdes, s. Meyers Kruppade.

 

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