Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Cromdale bis Cronegk (Bd. 4, Sp. 350 bis 353)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Cromdale (spr. krómmdēl), Dorf in Elginshire (Schottland), am Spey, bekannt durch ein Gefecht der königlichen Truppen gegen die Jakobiten 1. Mai 1690, das Gegenstand eines schottischen Volksliedes ist.
 
Artikelverweis 
Crome (spr. krōm), John, engl. Maler, geb. 21. Dez. 1769 in Norwich, gest. daselbst 22. April 1821, bildete sich auf eigne Hand durch das Studium der Natur und der Gemälde der alten Niederländer zum Landschaftsmaler aus. Er wählte seine Motive ausschließlich aus seiner Heimat und strebte nach einer schlichten Wiedergabe der Natur mit reizvollem Kolorit und seiner Stimmung. Drei seiner Hauptwerke (die Heide von Mousehold, die Windmühle und eine Ansicht von Chapel Fields) besitzt die Nationalgalerie zu London. C. begründete 1805 in Norwich eine Künstlergesellschaft, die noch jetzt besteht und Ausstellungen veranstaltet.
 
Artikelverweis 
Cromer, Seebad an der Nordküste von Norfolk (England), mit schöner gotischer Kirche (1887 restauriert) und (1901) 3776 Einw. Die benachbarte Küste ist arg zerklüftet und enthält Klippen von mehr als 60 m Höhe.
 
Artikelverweis 
Cromer, 1) Martin, poln. Geschichtschreiber, geb. 1512 zu Biecz in Galizien, gest. 23. März 1589, studierte zu Krakau, ward dort Domherr, dann Sekretär und Reisebegleiter des Prinzen Siegmund August und nach dessen Thronbesteigung mit der Ordnung des Reichsarchivs zu Krakau beauftragt. Vielfach als Gesandter verwendet, so bei Karl V., dem Papste, Ferdinand I. und andern Fürsten, begleitete er den Kardinal Hofins auf das Tridentinische Konzil und wurde Administrator des Bistums, 1574 Koadjutor und 1579 selbst Bischof von Ermeland. C. war ein heftiger Gegner der Reformation. Sein Werk »De origine et rebus gestis Polonorum« (Basel 1555

[Bd. 4, Sp. 351]


u. ö., auch deutsch) reicht bis zum Tode Siegmunds I. und ist in elegantem Latein geschrieben, aber oft unkritisch. Wertvoller ist sein geographisch-statistisches Werk »Polonia, sive de situ, populis, moribus etc. Poloniae« (Basel 1568 u. ö.). Vgl. »Der ermeländische Bischof Martin C.« (Braunsb. 1868).
   2) Evelyn Baring, Lord, engl. Staatsmann, geb. 1841 als Sohn des Henry Baring (s. Meyers Baring), trat 1858 in die Armee ein, wurde 1875 Major, war von 187276 Privatsekretär seines Vetters, des Generalgouverneurs von Indien, Lord Northbrook, und wurde 1877 zum englischen Kommissar bei der Verwaltung der öffentlichen Schuld Ägyptens ernannt. Von 187980 war er Generalkontrolleur der ägyptischen Finanzen, ging dann 1880 als Finanzminister nach Ostindien, kehrte aber schon 1883 als britischer Generalkonsul und bevollmächtigter Minister nach Ägypten zurück und leitete von da an die Reorganisation der Verwaltung des von den Engländern besetzten Landes, um die er sich die größten Verdienste erwarb. Im Mai 1892 wurde er zum Peer mit dem Titel Baron C., 1. Jan. 1899 zum Viscount C. ernannt.
 
Artikelverweis 
Cromford, 1) Baumwollspinnerei etc. bei Ratingen (s. d.). 2) Engl. Fabrikort, s. Meyers Matlock Bath.
 
Artikelverweis 
Cromlech, s. Meyers Kromlech.
 
Artikelverweis 
Crompton (spr. krommt'n), Fabrikstadt in Lancashire (England), 4 km westlich von Oldham, mit (1901) 13,427 Einw.
 
Artikelverweis 
Crompton (spr. krommt'n), Samuel, Mechaniker, geb. 3. Dez. 1753 zu Firwood in Lancashire, zog 1757 nach Hall in the Wood und starb daselbst 26. Jan. 1827. Er konstruierte 177479 die vollkommenste Spinnmaschine, die (in wesentlicher Verbesserung) noch heute die Spinnsäle beherrscht, weil sie Gespinste von der größten Feinheit und nach Belieben stärkerer oder schwächerer Drehung liefert. C. nannte seine Erfindung Mulejenny (mule, Maultier), weil er von Arkwrights Watermaschine das Walzenstreckwerk und von Hargreaves' Jennymaschine die Anordnung eines Wagens entnommen hatte. Vgl. French, Life and times of C. (2. Aufl., Lond. 1860).
 
Artikelverweis 
Cromwell, 1) Thomas C., Graf von Essex, engl. Staatsmann, geb. um 1485 in Putney aus kleiner Familie, gest. 28. Juli 1540, machte Reisen nach Italien und den Niederlanden, kehrte um 1513 nach England zurück und ließ sich als Solicitor in London nieder. Durch den Einfluß des Kardinals Wolsey, der ihn zum Verwalter seiner Einkünfte ernannte, wird es geschehen sein, daß er 1523 ins Parlament gewählt wurde; er stieg dann in Wolseys Gunst immer höher, behauptete aber die errungene Stellung auch nach dem Sturz des Kardinals. Heinrich VIII. ernannte ihn 1531 zum Geheimrat, 1533 zum Kanzler der Schatzkammer, 1534 zum Staatssekretär und 1535 zu seinem Generalvikar in Angelegenheiten der Kirche, deren Umwandlung in des Königs Sinn er durchführte; sein Vorgehen gegen die Klöster verschaffte ihm den Beinamen »Hammer der Mönche«. C., im Juli 1536 zum Baron C. von Oakham und zum Großsiegelbewahrer ernannt, vermittelte 1539 Heinrichs Ehe mit Anna von Kleve, um dadurch Verbindungen mit den deutschen Protestanten anzuknüpfen. Im April 1540 wurde er zum Grafen von Essex erhoben, allein bald nachher führten die Intrigen seiner Gegner, insbes. des Herzogs von Norfolk, sowie des Königs Widerwille gegen die ihm von C. aufgedrungene Ehe den Sturz des Ministers herbei; C. wurde wegen Hochverrats und Ketzerei zum Tode verurteilt und hingerichtet.
   2) Oliver, Protektor der vereinigten Republik England, Schottland und Irland, geb. 25. April 1599 zu Huntingdon in bescheidenen Verhältnissen, obwohl seine Familie mit dem vorigen verwandt war, gest. 3. Sept. 1658. In der Familie wurde eine puritanische Frömmigkeit und Sittenstrenge geübt, die sich früh auf C. übertrug. Die Gerüchte von einer leichtsinnigen, wüsten Jugend Cromwells sind grundlos. Nachdem er ein Jahr in Cambridge studiert hatte, bewirtschaftete er die Güter seines Vaters, besuchte dabei aber eifrig die Versammlungen der Puritaner. 1628 wurde er ins Parlament gewählt, wo er nicht sonderlich hervortrat. Während der folgenden elf Jahre der königlichen Selbstregierung, die er auf dem Lande zubrachte, steigerte sich seine puritanische Gesinnung zu religiösem Enthusiasmus. Den beiden Parlamenten von 1640 gehörte er als Mitglied für Cambridge an und gewann bedeutendes Ansehen bei seinen Gesinnungsgenossen. Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges trat C. in das Parlamentsheer ein. Da er aber erkannte, daß die Kavaliere des Königs den sich aus den untern Volksschichten zusammensetzenden Truppen des Parlaments überlegen waren, suchte er ein gesinnungstüchtiges, von politischer und religiöser Überzeugung getragenes Heer zu bilden und schuf ein Reiterregiment aus strengen, ihm ergebenen Puritanern; auch auf das Aufgebot von fünf Grafschaften des Ostens, das ihm unterstellt ward, übertrug er denselben Geist. Mit diesen Truppen schlug er 2. Juli 1641 bei Marston-Moor als Generalleutnant im Heer des Grafen von Manchester die Kavaliere des Prinzen Ruprecht und hatte den Hauptanteil auch an dem Sieg von Newbury über den König (27. Okt. 1644), dessen Vorteile aber der Obergeneral nicht ausnutzte. Um so entschiedener trat C. im Parlament für energische Kriegführung ein und bewirkte durch die sogen. Selbstentäußerungsakte vom 3. April 1645, wonach alle Parlamentsmitglieder ihre bürgerlichen oder militärischen Ämter niederlegen mußten, den Rücktritt der bisherigen Generale, während ihm selbst das Kommando der Reiterei unter Fairfax neuerdings übertragen wurde. Mit dem im puritanischen Sinne reorganisierten Heer erfocht C. 14. Juni 1645 den glänzenden Sieg bei Naseby, worauf Karl I. im April 1646 ins Lager der Schotten floh, 1647 aber an das englische Parlament ausgeliefert und auf Schloß Holmby gefangen gesetzt wurde. Indem es nun alsbald zu einem Konflikt zwischen dem presbyterianischen Parlament und der independentistischen Armee kam, die es ablehnte, sich auflösen oder nach Irland verschicken zu lassen, bemächtigte sich C. der Person des Königs (4. Juni 1647), worauf das Heer unter Fairfax und C. 6. Aug. in London einrückte und die eifrigsten Presbyterianer des Parlaments zur Flucht ins Ausland nötigte. Die Verhandlungen mit dem König brach C., der sie bisher ernstlich gefördert hatte, ab, nachdem Karl II. Nov. auf die Insel Wight geflohen war. Royalistische Aufstände, die im Frühjahr 1648 ausbrachen, wurden niedergeschlagen; C. selbst besiegte die Empörer in Wales, schlug ein schottisches Heer, das zur Befreiung Karls herbeimarschiert war, 17.19. Aug. 1648 bei Preston, rückte in Schottland ein, drang bis Edinburg vor und nötigte die Schotten, Frieden zu schließen. Da das Parlament inzwischen aufs neue eine Verständigung mit dem König versucht hatte, wurde nach Cromwells Rückkehr aus Schottland der König auf das Felsenschloß Hurst gebracht und 6. und 7. Dez. das Parlament durch Ausstoßung aller presbyterianischen Mitglieder

[Bd. 4, Sp. 352]


gefügig gemacht. Im Januar 1649 wurde Karl durch einen vom »Rumpfparlament« gebildeten Gerichtshof, dem C. angehörte, wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und 30. Jan. hingerichtet. In dem Staatsrate der nun begründeten englischen Republik spielte C. die wichtigste Rolle, begab sich aber schon im Juli 1649 als Generalgouverneur nach Irland, wo die Royalisten den Prinzen von Wales als König Karl II. proklamiert hatten. Nachdem die Erhebung mit entsetzlicher Härte und Grausamkeit niedergeworfen war, eilte C. 1650 nach Schottland, wohin sich Karl II., als König anerkannt, begeben hatte. Er schlug die Schotten 3. Sept. d. I. bei Dunbar, nahm Edinburg und Perth, verfolgte Karl, der in England eingefallen war, und vernichtete 3. Sept. 1651 durch die Schlacht bei Worcester das royalistische Heer. Inzwischen war die neue Republik mit den Niederlanden, wo man für die den Oraniern verwandten Stuarts Sympathie hatte, in Konflikt geraten, und nach der Navigationsakte vom 9. Okt. d. I., die dem holländischen Handel eine tödliche Wunde schlug, kam es zum Krieg, in dem Cromwells Gesinnungsgenosse, Admiral Blake, 1652 und 1653 glorreiche Siege erfocht. Indessen war C. nach London zurückgekehrt, jetzt ohne Frage der mächtigste Mann des Staates. Er verlangte die Ersetzung des Rumpfparlaments durch eine wirkliche Vertretung des Volkes, und als die Mitglieder des Rumpfparlaments sich selbst einen maßgebenden Einfluß auf die Zusammensetzung des neuen Parlaments sichern wollten, ließ er sie 20. April 1653 durch Musketiere auseinander sprengen; er selbst trat an die Spitze der neuen Exekutivbehörde. Am 4. Juli trat eine von C. einberufene Versammlung von independentistischen Notabeln, das sogen. kleine oder Barebone-Parlament, zusammen, löste sich aber schon im Dezember wieder auf. Nun wurde 16. Dez. eine neue Verfassung proklamiert, die C. als »Lord-Protektor« auf Lebenszeit die oberste Staatsgewalt übertrug, die er gemeinsam mit einem zu erwählenden Parlament ausüben sollte. Die Regierung des Protektors errang nach außen hin glänzende Erfolge: den Niederlanden ward 1654 ein günstiger Friede abgenötigt; mit Dänemark und Schweden wurden Handels- und Freundschaftsverträge geschlossen; ein in Gemeinschaft mit Frankreich unternommener Krieg gegen Spanien führte zur Eroberung Jamaikas und zur Einnahme Dünkirchens; überall warf England sein Gewicht als europäische Großmacht in die Wagschale. Im Innern hielt eine strenge Militärherrschaft die Ordnung aufrecht; Handel und Industrie blühten; religiöse Verfolgungen wurden nicht geduldet. Aber eine volle Konsolidation der innern Verhältnisse vermochte C. trotz aller Bemühungen nicht herbeizuführen. Sein erstes, unbotmäßiges Parlament löste er nach kaum 5 Monaten 22. Jan. 1655 auf. Mit dem zweiten, das am 17. Sept. 1656 zusammentrat, kam er nur dadurch aus, daß er an 100 Mitglieder wegen mangelnder moralischer Qualifikation ausschloß. Das so gereinigte Parlament bot ihm die Königskrone an und gewährte ihm, als C. diese 8. Mai 1657 auf Andrängen der Oberoffiziere ausschlug, eine Verstärkung seiner Amtsgewalt durch das Recht, seinen Nachfolger zu ernennen und ein Oberhaus zu bilden. Dem von C. eingesetzten Oberhaus verweigerten aber nachdem Zusammentritte des neuen Parlaments im Januar 1658 die Gemeinen die Anerkennung, so daß C. das Unterhaus abermals auflösen mußte; er tat es 4. Febr. d. I. mit den Worten: »Gott sei Richter zwischen euch und mir!« So war der Friede im Innern nicht hergestellt, als C., der in der letzten Zeit wiederholentlich von Anschlägen auf sein Leben bedroht wurde und mehrfaches Familienunglück erlitt, 3. Sept. 1658 starb, nachdem er seinen Sohn Richard zu seinem Nachfolger ernannt hatte. Seine Leiche wurde nach der Restauration der Stuarts ausgegraben und an den Galgen gehängt; die Nachwelt aber ist zu dem Urteil gelangt, daß C. einer der wesentlichsten Begründer von Englands Größe und einer der hervorragendsten Staatsmänner aller Zeiten gewesen ist. Eine Statue (von Noble) wurde ihm zu Manchester errichtet. Zum Helden eines Dramas machten ihn Raupach (»Cromwells Ende«, 1834), Palleske (1857), Brachvogel (»Der Usurpator«, 1860) u. a.
   Die Briefe und Staatsschriften Cromwells sind von Carde 1737, von Nickols 1743, in neuerer Zeit, mit den Reden, von Th. Carlyle (neue Ausg. 1885, 5 Bde.) herausgegeben worden. Das weitaus Beste, was über C. geschrieben ist, enthalten die Werke von S. R. Gardiner: »History of the great civil war 16421649« (Lond. 188691, 3 Bde.; neue Ausg. 1893, 4 Bde.) und »History of the Commonwealth and Protectorate 16491660« (das. 18941901, 3 Bde.), der auch eine kurze Biographie Cromwells veröffentlichte (Lond. 1901). Die Zahl der sonstigen Lebensbeschreibungen des Protektors ist sehr groß; wir erwähnen nur die von Villemain (Par. 1819, 2 Bde.; deutsch, Leipz. 1830), Merle d'Aubigné (Par. 1848; deutsch, Elbers. 1859), Guizot (2. Aufl., Par. 1870; deutsch, Leipz. 1853), Picton (2. Aufl., Lond. 1889), Sir R. Palgrave (das. 1890), Firth (das. 1899), I. Morley (das. 1900); von deutschen Arbeiten vgl. R. Pauli im »Neuen Plutarch«, Bd. 1 (Leipz. 1874); Brosch, Oliver C. und die puritanische Revolution (Frankf. a. M. 1886); Hoenig, Oliver C. (Berl. 188789, 4 Tle.).
   3) Richard, Sohn des vorigen, geb. 4. Okt. 1626, gest. 12. Juli 1712, auf dem Land erzogen und frei von Ehrgeiz, nahm die Würde als Protektor an, erkannte aber bald das Mißliche seiner Stellung. Als sich das von Oliver C. gesprengte, vom Rake der Offiziere wieder einberufene Rumpfparlament als die höchste Staatsgewalt konstituierte, legte er 25. Mai 1659 seine Würde nieder. Im Sommer ging er nach Frankreich, kehrte jedoch um 1680 zurück und lebte unter dem Namen Clarke zu Cheshunt in der Grafschaft Hertford. Sein einziger Sohn, Oliver C., starb 1705. Sein jüngerer Bruder, Henry, geb. 20. Jan. 1628, gest. 23. März 1674, war seit 1655 Statthalter von Irland, legte aber nach der Abdankung seines Bruders diese Würde ebenfalls nieder und lebte in Zurückgezogenheit in England. Seine Familie starb 1821 im Mannesstamm aus. Vgl. Guizot, Histoire du protectorat de Richard C. (2. Aufl., Par. 1869; deutsch, Leipz. 1857).
 
Artikelverweis 
Crónaca, Simone, ital. Architekt, eigentlich S. di Tommaso d'Antonio del Pollajuolo, geb. 30. Okt. 1457 in Florenz, gest. daselbst 21. Sept. 1508, bildete sich in Rom durch das Studium der antiten Ruinen und später an den Werken Brunellescos. Da er das in Rom Gesehene mit großer Genauigkeit zu schildern wußte, erhielt er von seinen Kunstgenossen den Beinamen C. (d. h. »Chronik«). 1495 wurde er Dombaumeister in Florenz. Seine Hauptwerke sind: das in Italien als mustergültig angesehene Kranzgesims des Palazzo Strozzi (s. Tafel Meyers »Architektur X«, Fig. 1), der Hof dieses Palastes, der elegante Palazzo Guadagni und die Kirche San Francesco al Monte in Florenz.

[Bd. 4, Sp. 353]



 
Artikelverweis 
Cronegk, Johann Friedrich, Freiherr von, deutscher Dichter, geb. 2. Sept. 1731 in Ansbach, gest. 31. Dez. 1757, war der Sohn eines hohen Offiziers, erwarb sich vielseitige Kenntnisse, studierte seit 1749 in Halle und Leipzig, machte 175253 eine längere Reise durch Italien und Frankreich und erhielt 1754 eine Anstellung im Hofratskollegium in Hohentrudingen. Sein preisgekröntes Trauerspiel »Kodrus« (1757) verrät im Zuschnitte der Handlung, in der Charakterzeichnung und der Wahl des Verses (gereimte Alexandriner) den Einfluß der französischen Tragödie. Das unvollendete Trauerspiel »Olint und Sophronia«, ergänzt von Roschmann (hrsg. von Minor in Kürschners »Deutscher Nationalliteratur«, Bd. 72), wurde von Lessing in der »Hamburgischen Dramaturgie« einer scharfen, aber gerechten Kritik unterzogen. Außerdem schrieb C. Lustspiele, Lehrgedichte, Epigramme und geistliche Lieder. Seinen poetischen Nachlaß mit Biographie gab sein Landsmann Uz heraus (Leipz. u. Ansb. 176061, 2 Bde.; neue Aufl. 177173). Vgl. Henr. Feuerbach, Uz und C. (Leipz. 1866); W. Genf et, Joh. Friedrich v. C. (das. 1894).

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: