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Bofist bis Bogdo-Kuren (Bd. 3, Sp. 136 bis 137)
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Artikelverweis Bofist, s. Meyers Bovista.
 
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Boforskanonen, Geschütze aus ungeschmiedetem Gußstahl des Stahlwerks Bofors-Gullspang in Schweden, deren Rohre denen aus geschmiedetem Tiegelstahl gleichstehen sollen.
 
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Bog (slaw., »Gott«), oft in Zusammensetzungen vorkommend, z. B. Bogumil (Gottlieb), Bogdan (Theodor), Bjelbog (weißer Gott), Tschernebog (schwarzer Gott) etc.
 
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Bogaers (spr. -gārs), Adriaan, niederländ. Dichter, geb. 6. Jan. 1795 im Haag, gest. 10. Aug. 1870 in Spa, studierte Rechtswissenschaft zu Leiden, ward schon 1811 Advokat in Hoorn, später in Rotterdam und bekleidete hier 183051 das Amt eines Richters im Arrondissementsgerichtshof. Als Dichter nimmt er eine hervorragende Stelle ein unter den vielen Schülern von Tollens. 1832 veröffentlichte er sein erstes Gedicht: »Volharden«, in dem er seine Landsleute aufmuntert zum Kampf mit Belgien. Seine erste größere Dichtung: »Jochebed« (zuerst 1835 nur für seine Freunde gedruckt), gab er erst 1861 heraus, wie auch 1860 seine gelesenste, schon 1835 preisgekrönte poetische Erzählung »De togt van Heemskerk naar Gibraltar« (deutsch von F. W. v. Mauvillon, Rotterd. 1842). Daran reihen sich: »Balladen und Romanzen« (1846), »Dichtbloemen uit den vreemde« (1852), »Gedichten« (1859). Die gesammelten Dichtungen B.' gab N. Beets heraus (Haarl. 1871, 2 Bde.). Seine Biographie schrieb J. G. Gleichman (Amsterd. 1875).
 
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Bogardusmühle, kleiner Mahlgang mit eisernen, gerieften, etwas exzentrisch gegeneinander gelegten Scheiben statt der Steine, dient zum Zerreiben dickflüssiger Substanzen, zum Pulvern von Drogen etc.
 
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Bogasköi (Boghasköi), 1) rumän. Stadt, s. Meyers Tschernawoda; 2) Ort in Kleinasien, s. Meyers Jozgad.
 
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Bogatýr, russisch, vom mongolischen bahadur (»Held, tapfer«), Bezeichnung der in den russischen Volksliedern (Bylinen, s. d.) besungenen Helden.
 
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Bogatzky, Karl Heinrich von, Erbauungsschriftsteller und Liederdichter aus der pietistischen Schule, geb. 1690 zu Jankowe in Niederschlesien, wurde 1729 Kammerjunker des Herzogs Christian Ernst von Sachsen-Saalfeld, privatisierte seit 1746 im Waisenhaus zu Halle und starb daselbst 15. Juni 1774. Unter seinen Erbauungsschriften ist das »Güldne Schatzkästlein der Kinder Gottes« (64. Aufl., Halle 1900), unter seinen »Geistlichen Gedichten« (das. 1749) und »Liedern« (das. 1756) das »Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen« am bekanntesten. Vgl. seinen »Lebenslauf, von ihm selbst beschrieben« (neue Ausg., Berl. 1872); Kelly, C. H. v. B., life and work (Lond. 1889). Eine Auswahl aus Bogatzkys »Geistlichen Liedern« gab Claassen (Stuttg. 1888) heraus.
 
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Bogdanovich, Georg, Pseudonym, s. Meyers Beksics.
 
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Bogdanówitsch, Ippolit Fjodorowitsch, russ. Dichter und Schriftsteller, geb. 3. Jan. 1744 (23. Dez. 1743) zu Perewolotschna im Gouv. Poltawa, gest. 18. (6.) Jan. 1803 auf einem Gut bei Kursk, machte seine Studien in Moskau, wo er bei dem Dichter Cheraskow Aufnahme und Unterstützung fand, wurde 1761 als Klassenaufseher an der Universität und 1763 als Übersetzer im Auswärtigen Amt bei dem Grafen Panin angestellt, siedelte später nach Petersburg über und ging 1766 als Legationssekretär

[Bd. 3, Sp. 137]


nach Dresden, wo er seine reizende Dichtung »Dušeńka« entwarf (gedruckt erst 1775). 1768 nach Petersburg zurückgekehrt, wurde er hier Mitglied und 1788 Präsident des Reichsarchivs, in welcher Stellung er bis 1795 verblieb. B. hatte schon 1763 ein schönwissenschaftliches Journal in Petersburg: »Unschuldiger Zeitvertreib«, gegründet, später veröffentlichte er mehrere Übersetzungen, unternahm, von Katharina II. veranlaßt, eine »Sammlung russischer Sprichwörter« (Petersb. 1785, 3 Bde.) und schrieb mehrere kleine Dramen, die lyrische Komödie »Duschenkas Freude« und kleine Lustspiele nach russischen Sprichwörtern. Den ersten Rang unter seinen Werken nimmt das erwähnte komische Heldengedicht »Dušeńka« ein, eine freie Nachbildung der Lafontaineschen »Psyché«. Gesammelt erschienen seine Werke zuerst in 6 Bänden (Mosk. 180910), dann in 4 Bänden (das. 1848), zuletzt in der Smirdinschen Ausgabe russischer Klassiker; seine Autobiographie in den »Vaterländischen Annalen« (1853, Nr. 4).
 
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Bogdo-Kuren, Stadt, s. Meyers Urga.

 

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