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Boffalōra sopra Ticino bis Bogdanovich (Bd. 3, Sp. 136)
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Artikelverweis Boffalōra sopra Ticino (spr. titschīno), Flecken in der ital. Provinz Mailand, Kreis Abbiategrasso, am Naviglio Grande, 3 km vom Ticino, mit (1901) 1957 Einw. und einer prächtigen, 181027 erbauten, 304 m langen Brücke mit elf Bogen über den Ticino, die, jetzt auch von der Eisenbahn Mailand-Turin befahren, in den Kriegen von 1848 und 1859 ihrer strategischen Wichtigkeit wegen häufig genannt ward. Am Tage der Schlacht bei Magenta (4. Juni 1859) wurde B. von den Franzosen unter Mac Mahon erstürmt, obwohl die Österreicher unter Clam-Gallas die Brücke zu sprengen versucht hatten.
 
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Boffēsen, s. Pavesen.
 
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Bofist, s. Meyers Bovista.
 
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Boforskanonen, Geschütze aus ungeschmiedetem Gußstahl des Stahlwerks Bofors-Gullspang in Schweden, deren Rohre denen aus geschmiedetem Tiegelstahl gleichstehen sollen.
 
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Bog (slaw., »Gott«), oft in Zusammensetzungen vorkommend, z. B. Bogumil (Gottlieb), Bogdan (Theodor), Bjelbog (weißer Gott), Tschernebog (schwarzer Gott) etc.
 
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Bogaers (spr. -gārs), Adriaan, niederländ. Dichter, geb. 6. Jan. 1795 im Haag, gest. 10. Aug. 1870 in Spa, studierte Rechtswissenschaft zu Leiden, ward schon 1811 Advokat in Hoorn, später in Rotterdam und bekleidete hier 183051 das Amt eines Richters im Arrondissementsgerichtshof. Als Dichter nimmt er eine hervorragende Stelle ein unter den vielen Schülern von Tollens. 1832 veröffentlichte er sein erstes Gedicht: »Volharden«, in dem er seine Landsleute aufmuntert zum Kampf mit Belgien. Seine erste größere Dichtung: »Jochebed« (zuerst 1835 nur für seine Freunde gedruckt), gab er erst 1861 heraus, wie auch 1860 seine gelesenste, schon 1835 preisgekrönte poetische Erzählung »De togt van Heemskerk naar Gibraltar« (deutsch von F. W. v. Mauvillon, Rotterd. 1842). Daran reihen sich: »Balladen und Romanzen« (1846), »Dichtbloemen uit den vreemde« (1852), »Gedichten« (1859). Die gesammelten Dichtungen B.' gab N. Beets heraus (Haarl. 1871, 2 Bde.). Seine Biographie schrieb J. G. Gleichman (Amsterd. 1875).
 
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Bogardusmühle, kleiner Mahlgang mit eisernen, gerieften, etwas exzentrisch gegeneinander gelegten Scheiben statt der Steine, dient zum Zerreiben dickflüssiger Substanzen, zum Pulvern von Drogen etc.
 
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Bogasköi (Boghasköi), 1) rumän. Stadt, s. Meyers Tschernawoda; 2) Ort in Kleinasien, s. Meyers Jozgad.
 
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Bogatýr, russisch, vom mongolischen bahadur (»Held, tapfer«), Bezeichnung der in den russischen Volksliedern (Bylinen, s. d.) besungenen Helden.
 
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Bogatzky, Karl Heinrich von, Erbauungsschriftsteller und Liederdichter aus der pietistischen Schule, geb. 1690 zu Jankowe in Niederschlesien, wurde 1729 Kammerjunker des Herzogs Christian Ernst von Sachsen-Saalfeld, privatisierte seit 1746 im Waisenhaus zu Halle und starb daselbst 15. Juni 1774. Unter seinen Erbauungsschriften ist das »Güldne Schatzkästlein der Kinder Gottes« (64. Aufl., Halle 1900), unter seinen »Geistlichen Gedichten« (das. 1749) und »Liedern« (das. 1756) das »Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen« am bekanntesten. Vgl. seinen »Lebenslauf, von ihm selbst beschrieben« (neue Ausg., Berl. 1872); Kelly, C. H. v. B., life and work (Lond. 1889). Eine Auswahl aus Bogatzkys »Geistlichen Liedern« gab Claassen (Stuttg. 1888) heraus.
 
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Bogdanovich, Georg, Pseudonym, s. Meyers Beksics.

 

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