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Boëthius bis Bogasköi (Bd. 3, Sp. 136)
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Artikelverweis Boëthius, Simon, schwed. Historiker und Politiker, geb. 6. März 1850 in Dalekarlien, seit 1877 Dozent und Gymnasialoberlehrer, seit 1889 außerordentlicher, seit 1901 ordentlicher Universitätsprofessor der Geschichte in Upsala, veröffentlichte die Schriften: »Om svenska högadeln under konung Sigismunds regering« (preisgekrönt, Stockh. 1877); »Sveriges historia från äldsta tid till våra dagar« (Bd. 5, umfassend die Jahre 17181809, zusammen mit R. Tengberg, 1879); »Den franska revolutionen, dess orsaker och inre historia 17891799« (1887, dän. 1890); »Om Engelbrekt Engelbrektsson och betydelsen af hans verk« (1893); »Historisk läsning för skolan och hemmet« (bisher 2 illustrierte Bände, Altertum und Mittelalter umfassend, 18951898). Von seinen zumeist in »Svensk Historisk Tidskrift« erschienenen Abhandlungen seien »Hertig Karls och svenska riksrådets samregering 15941596« (188486) und »Gustaf IV. Adolfs förmyndareregering och den franska revolutionen« (1888 bis 1889) genannt. Ferner gab er J. A. Ehrenströms nachgelassene »Historiska anteckningar« (18821883, 2 Bde.) sowie die für die Geschichte der Freiheitskriege wichtige Urkundenpublikation »Bihang till B. v. Schinkels Minnen ur Sveriges nyare historia« (Ups. 188083, 3 Bde.) heraus. 18911902 war B. Mitglied der Zweiten Reichstagskammer, wo er zu den Führern der konservativ-schutzzöllnerischen Partei gehörte.
 
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Boëthos, griech. Bildhauer aus Chalkedon in Bithynien, lebte im 3. oder 2. Jahrh. v. Chr. Sein berühmtestes Werk war die Bronzegruppe eines Knaben, der eine Gans würgt. Es hat sich in mehreren Kopien erhalten, z. B. im Louvre zu Paris und in der Glyptothek zu München.
 
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Bœuf (frz., spr. böff), Ochs; Rindfleisch; b. à la mode, b. braisé, geschmortes, b. au naturel, in der Suppe gekochtes Rindfleisch; b. gras (spr. bö gra), s. Karneval.
 
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Boffalōra sopra Ticino (spr. titschīno), Flecken in der ital. Provinz Mailand, Kreis Abbiategrasso, am Naviglio Grande, 3 km vom Ticino, mit (1901) 1957 Einw. und einer prächtigen, 181027 erbauten, 304 m langen Brücke mit elf Bogen über den Ticino, die, jetzt auch von der Eisenbahn Mailand-Turin befahren, in den Kriegen von 1848 und 1859 ihrer strategischen Wichtigkeit wegen häufig genannt ward. Am Tage der Schlacht bei Magenta (4. Juni 1859) wurde B. von den Franzosen unter Mac Mahon erstürmt, obwohl die Österreicher unter Clam-Gallas die Brücke zu sprengen versucht hatten.
 
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Boffēsen, s. Pavesen.
 
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Bofist, s. Meyers Bovista.
 
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Boforskanonen, Geschütze aus ungeschmiedetem Gußstahl des Stahlwerks Bofors-Gullspang in Schweden, deren Rohre denen aus geschmiedetem Tiegelstahl gleichstehen sollen.
 
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Bog (slaw., »Gott«), oft in Zusammensetzungen vorkommend, z. B. Bogumil (Gottlieb), Bogdan (Theodor), Bjelbog (weißer Gott), Tschernebog (schwarzer Gott) etc.
 
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Bogaers (spr. -gārs), Adriaan, niederländ. Dichter, geb. 6. Jan. 1795 im Haag, gest. 10. Aug. 1870 in Spa, studierte Rechtswissenschaft zu Leiden, ward schon 1811 Advokat in Hoorn, später in Rotterdam und bekleidete hier 183051 das Amt eines Richters im Arrondissementsgerichtshof. Als Dichter nimmt er eine hervorragende Stelle ein unter den vielen Schülern von Tollens. 1832 veröffentlichte er sein erstes Gedicht: »Volharden«, in dem er seine Landsleute aufmuntert zum Kampf mit Belgien. Seine erste größere Dichtung: »Jochebed« (zuerst 1835 nur für seine Freunde gedruckt), gab er erst 1861 heraus, wie auch 1860 seine gelesenste, schon 1835 preisgekrönte poetische Erzählung »De togt van Heemskerk naar Gibraltar« (deutsch von F. W. v. Mauvillon, Rotterd. 1842). Daran reihen sich: »Balladen und Romanzen« (1846), »Dichtbloemen uit den vreemde« (1852), »Gedichten« (1859). Die gesammelten Dichtungen B.' gab N. Beets heraus (Haarl. 1871, 2 Bde.). Seine Biographie schrieb J. G. Gleichman (Amsterd. 1875).
 
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Bogardusmühle, kleiner Mahlgang mit eisernen, gerieften, etwas exzentrisch gegeneinander gelegten Scheiben statt der Steine, dient zum Zerreiben dickflüssiger Substanzen, zum Pulvern von Drogen etc.
 
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Bogasköi (Boghasköi), 1) rumän. Stadt, s. Meyers Tschernawoda; 2) Ort in Kleinasien, s. Meyers Jozgad.

 

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