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Bodva bis Boer (Bd. 3, Sp. 134 bis 135)
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Artikelverweis Bodva, linker Nebenfluß des Sajó in Ungarn.
 
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Bodza (rumän. Buzau), rechter Nebenfluß des Sereth, entspringt im Bodzaer Gebirge, am Fuß des Csukás (in den Siebenbürgischen Südostkarpathen), wendet sich, den Bodzaer Engpaß durchbrechend, südlich nach Rumänien, wo er bei Serbescivechi in den Sereth mündet. 1888 wurden im Engpaß zwölf punzierte Goldstangen aus der römischen Kaiserzeit gefunden.
 
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Bodzaer Gebirge, s. Meyers Karpathen.
 
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Boe..., in niederländisch-ind. Ortsnamen, s. Bu...
 
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Boë, Franz de la (Sylvius), Mediziner, geb. 1641 in Hanau, gest. 1672, war seit 1658 Professor der Medizin zu Leiden. Er begründete das chemiatrische System, indem er lehrte, daß Verdauung und Blutbildung lediglich durch Fermentwirkung in der Lymphe, Galle und dem Blut zu stande kämen, und daß die meisten Krankheiten gleichen Ursprung hätten; auf irgend ein vitales Moment teate er kein Gewichi. Er schrieb: »Disputationum medicarum decas« (Amsterd. 1663 u. ö., Frankf. 1676); »Praxeos medicae idea nova« (Leid. 1667, Amsterd. 1674). Seine sämtlichen Werke erschienen Amsterdam 1671, zuletzt Genf 1739.
 
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Boëdromios (griech., »der unter Schlachtruf helfend Herbeieilende«), ein Beiname des Apollon, unter dem er an vielen Orten verehrt wurde, so in Athen wegen der Hilfe im Kampf gegen Eumolpos und die Eleusinier oder die Amazonen. Am 7. Tage des nach ihm benannten attischen Monats Boëdromion (Mitte September bis Mitte Oktober) wurde ihm dort mit militärischem Auszug das Fest der Boëdromien gefeiert, das nach 490 v. Chr. in ein Gedenkfest der Schlacht bei Marathon überging. Vgl. Stephani, Apollon B. (Petersb. 1860).
 
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Boëllmann, Léon, franz. Komponist, geb. 25. Sept. 1862 in Ensisheim (Elsaß), Schüler von E. Gigout, gest. 11. Okt. 1897 als Oraamst von St.-Vincent de Paul zu Paris; schrieb geschätzte Werke für Orgel (Suite gothique, Fantaisie dialoguée mit Orchester), auch Kammermusikwerke u. a.
 
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Boemel, Stadt, s. Meyers Bommel.
 
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Boëmund, s. Meyers Bohemund.
 
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Boendale (spr. būn-), Jan, niederländ. Dichter, geb. zwischen 1280 und 1290 in Tervueren, gest. 1365, war Kanzleischreiber der Stadt Antwerpen und bemühte sich, als der wirksamste von Maerlants Schülern, mit seinen in vorzüglicher Sprache geschriebenen

[Bd. 3, Sp. 135]


Gedichten Bildung und Aufklärung in den Niederlanden zu verbreiten. Er schrieb die brabantische Geschichte in den zwei Teilen seiner »Brabantsche Geesten« (1316 u. 1347; hrsg. von J. F. Willems, Brüss. 1839) und in dem fragmentarisch überlieferten Gedicht »Van den derden Edewaert« (hrsg. von Willems im »Belgischen Museum«, Bd. 4, Gent 1840). Boendales Hauptwerk ist das zwischen 1325 und 1330 verfaßte Lehrgedicht »Der Lekenspiegel« (Ausg. von M. de Vries, Leiden 184448, 4 Bde.). Seine Werke haben einen bleibenden Wert als soziale Spiegelbilder ihrer Zeit.
 
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Boer (russ.), Eissegelschiff auf Schlittenkufen.

 

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