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Bodrog-Olaszi bis Boëllmann (Bd. 3, Sp. 134)
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Artikelverweis Bodrog-Olaszi, Dorf im ungar. Komitat Zemplin, auf der Insel Bodrogköz, an der Staatsbahnlinie Szerenes-Sátoralja-Ujhely, mit Kastell des Grafen Lónyai und (1901) 1124 magyar. Einwohnern.
 
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Bodt, Jean de, Architekt, geb. 1670 in Paris, stand seit 1700 in preußischen Diensten, wurde 1714 Kommandant von Wesel, wo er namentlich im Festungsbau tätig war, trat 1728 in kursächsische Dienste und starb 1745 als Generalfeldzeugmeister in Dresden. Er gab dem Berliner Zeughaus (s. Tafel Meyers »Architektur XII«, Fig. 2) seine jetzige Gestalt, erweiterte das Schloß in Potsdam und leitete den Bau des Japanischen Palais in Dresden. Vgl. Steche, Pläne für das königliche Zeughaus und ein königliches Stallgebäude zu Berlin; aus dem Nachlaß des Generals de B. (Berl. 1891).
 
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Bödtcher, Ludwig, dän. Lyriker, geb. 22. April 1793 in Kopenhagen, gest. daselbst 1874. Seine zwei kleinen Gedichtsammlungen sind von sanfter Freude über die Schönheit des Lebens erfüllt. Eine Gesamtausgabe seiner »Digte, ældre og nyere« erschien in 4. Ausgabe, mit Biographie von Arentzen, Kopenhagen 1878. Vgl. G. Brandes, Danske Digtere (2. Aufl., Kopenh. 1896).
 
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Boduognātus, Häuptling der belgischen Nervier, fiel 57 v. Chr. an der Sambre gegen die Römer. 1861 wurde ihm in Antwerpen ein Standbild errichtet.
 
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Bodva, linker Nebenfluß des Sajó in Ungarn.
 
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Bodza (rumän. Buzau), rechter Nebenfluß des Sereth, entspringt im Bodzaer Gebirge, am Fuß des Csukás (in den Siebenbürgischen Südostkarpathen), wendet sich, den Bodzaer Engpaß durchbrechend, südlich nach Rumänien, wo er bei Serbescivechi in den Sereth mündet. 1888 wurden im Engpaß zwölf punzierte Goldstangen aus der römischen Kaiserzeit gefunden.
 
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Bodzaer Gebirge, s. Meyers Karpathen.
 
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Boe..., in niederländisch-ind. Ortsnamen, s. Bu...
 
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Boë, Franz de la (Sylvius), Mediziner, geb. 1641 in Hanau, gest. 1672, war seit 1658 Professor der Medizin zu Leiden. Er begründete das chemiatrische System, indem er lehrte, daß Verdauung und Blutbildung lediglich durch Fermentwirkung in der Lymphe, Galle und dem Blut zu stande kämen, und daß die meisten Krankheiten gleichen Ursprung hätten; auf irgend ein vitales Moment teate er kein Gewichi. Er schrieb: »Disputationum medicarum decas« (Amsterd. 1663 u. ö., Frankf. 1676); »Praxeos medicae idea nova« (Leid. 1667, Amsterd. 1674). Seine sämtlichen Werke erschienen Amsterdam 1671, zuletzt Genf 1739.
 
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Boëdromios (griech., »der unter Schlachtruf helfend Herbeieilende«), ein Beiname des Apollon, unter dem er an vielen Orten verehrt wurde, so in Athen wegen der Hilfe im Kampf gegen Eumolpos und die Eleusinier oder die Amazonen. Am 7. Tage des nach ihm benannten attischen Monats Boëdromion (Mitte September bis Mitte Oktober) wurde ihm dort mit militärischem Auszug das Fest der Boëdromien gefeiert, das nach 490 v. Chr. in ein Gedenkfest der Schlacht bei Marathon überging. Vgl. Stephani, Apollon B. (Petersb. 1860).
 
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Boëllmann, Léon, franz. Komponist, geb. 25. Sept. 1862 in Ensisheim (Elsaß), Schüler von E. Gigout, gest. 11. Okt. 1897 als Oraamst von St.-Vincent de Paul zu Paris; schrieb geschätzte Werke für Orgel (Suite gothique, Fantaisie dialoguée mit Orchester), auch Kammermusikwerke u. a.

 

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