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Bodōni bis Boe (Bd. 3, Sp. 134)
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Artikelverweis Bodōni, Giambattista, der vorzüglichste ital. Buchdrucker des 18. Jahrh., geb. 16. Febr. 1740 zu Saluzzo in Piemont, gest. 20. (29.) Nov. 1813, trat 1758 als Setzer in die Druckerei der Propaganda in Rom, machte sich mit den orientalischen Sprachen bekannt und wurde mit der Ordnung der Stempelsammlung der Propaganda betraut. Herzog Ferdinand von Parma gewann ihn 1768 für seine Druckerei, die er auf eine bis dahin unbekannte Stufe der Vollendung hob. Als Schriftschneider lieferte B. 143 Alphabete Antiqua mit Kursiv und Kapitälchen und außerdem noch viele Alphabete in fremden Sprachen. Leider sind viele der von ihm veranstalteten Ausgaben inkorrekt. Die elegantesten seiner Drucke sind: die »Iliade« (1808, 3 Bde.), »Vergil« (1793, 2 Bde.), die »Oratio dominica in CLV linguas versa et exoticis characteribus plerumque expressa« (1806). Ein »Manuale tipografico di Giamb. B.« mit Proben seiner Typen erschien 1818 in 2 Bänden. Seine Biographie und ein Verzeichnis seiner Drucke gaben I. de Lama (Parma 1816, 2 Bde.) und Bernardi (Saluzzo 1873) heraus.
 
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Bodpa, tibet. Volk, s. Meyers Bhot.
 
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Bodrog, 1) fischreicher Fluß im NO. Ungarns, entsteht im Komitat Zemplin aus der Vereinigung des Tapoly, der Ondava, Ung, Laborcza und Latorcza und mündet bei Tokaj in die Theiß. Das Sumpfland zwischen dieser und dem untern B. heißt Bodrogköz. 2) Name eines bis zu den Türkenkriegen bestehenden und 1715 wieder errichteten ungarischen Komitats, das 1802 mit dem Komitat Bács (s. Meyers Bács-Bodrog) vereinigt wurde.
 
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Bodrog-Olaszi, Dorf im ungar. Komitat Zemplin, auf der Insel Bodrogköz, an der Staatsbahnlinie Szerenes-Sátoralja-Ujhely, mit Kastell des Grafen Lónyai und (1901) 1124 magyar. Einwohnern.
 
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Bodt, Jean de, Architekt, geb. 1670 in Paris, stand seit 1700 in preußischen Diensten, wurde 1714 Kommandant von Wesel, wo er namentlich im Festungsbau tätig war, trat 1728 in kursächsische Dienste und starb 1745 als Generalfeldzeugmeister in Dresden. Er gab dem Berliner Zeughaus (s. Tafel Meyers »Architektur XII«, Fig. 2) seine jetzige Gestalt, erweiterte das Schloß in Potsdam und leitete den Bau des Japanischen Palais in Dresden. Vgl. Steche, Pläne für das königliche Zeughaus und ein königliches Stallgebäude zu Berlin; aus dem Nachlaß des Generals de B. (Berl. 1891).
 
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Bödtcher, Ludwig, dän. Lyriker, geb. 22. April 1793 in Kopenhagen, gest. daselbst 1874. Seine zwei kleinen Gedichtsammlungen sind von sanfter Freude über die Schönheit des Lebens erfüllt. Eine Gesamtausgabe seiner »Digte, ældre og nyere« erschien in 4. Ausgabe, mit Biographie von Arentzen, Kopenhagen 1878. Vgl. G. Brandes, Danske Digtere (2. Aufl., Kopenh. 1896).
 
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Boduognātus, Häuptling der belgischen Nervier, fiel 57 v. Chr. an der Sambre gegen die Römer. 1861 wurde ihm in Antwerpen ein Standbild errichtet.
 
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Bodva, linker Nebenfluß des Sajó in Ungarn.
 
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Bodza (rumän. Buzau), rechter Nebenfluß des Sereth, entspringt im Bodzaer Gebirge, am Fuß des Csukás (in den Siebenbürgischen Südostkarpathen), wendet sich, den Bodzaer Engpaß durchbrechend, südlich nach Rumänien, wo er bei Serbescivechi in den Sereth mündet. 1888 wurden im Engpaß zwölf punzierte Goldstangen aus der römischen Kaiserzeit gefunden.
 
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Bodzaer Gebirge, s. Meyers Karpathen.
 
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Boe..., in niederländisch-ind. Ortsnamen, s. Bu...

 

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