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Bodenweide bis Bödiker (Bd. 3, Sp. 131)
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Artikelverweis Bodenweide, s. Meyers Waldweide.
 
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Bodenwerder, Stadt im preuß. Regbez. Hannover, Kreis Hameln, in einer Exklave im Braunschweigischen, auf einer Insel in der Weser und an der Eisenbahn Vorwohle-Emmerthal, hat eine evang. Kirche, Kunstwoll-, Leder- u. Kunstdüngerfabrikation, Sandsteinbrüche und (1900) 1597 Einw. B. ist Geburtsort des sogen. Lügen-Münchhausen, der im benachbarten Kemnade begraben liegt. B. erhielt 1287 Stadtrecht.
 
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Bodenwert, s. Meyers Bodenrente.
 
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Bodenwichse, s. Meyers Bohnen.
 
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Bodenwöhr, Dorf im bayr. Regbez. Oberpfalz, Bezirksamt Neunburg v. W., an der Staatsbahnlinie Nürnberg-Furth i. W., hat eine kath. Kirche, ein Berg- und Hütten- und ein Forstamt, Bergbau auf Eisen, ein Eisenwerk, eine Dampfsägemühle, Holzhandel und (1900) 900 Einw. Dabei Station B. mit neuer kath. Kirche, Blechhammer. Zementdachplattenfabrik, Glasschleiferei und 120 Einw.
 
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Bodenwrange, s. Meyers Schiff (Schiffbau).
 
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Bodenzerstückelung, s. Meyers Dismembration.
 
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Bodenzinsen, s. Meyers Grundzinsen.
 
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Bodesches Gesetz, s. Planeten.
 
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Bodfeld (Bothfeld), vorzeiten eine kaiserliche Burg im Harz, wo sich König Heinrich I. öfters der Jagd wegen aufhielt und Kaiser Heinrich III. in Gegenwart des Papstes Viktor II. 1056 starb. Die Burg lag am Zusammenfluß der Kalten und Warmen Bode, war aber schon 1258 eine Ruine; jetzt breitet sich dort eine Wiese aus.
 
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Bödiker, Tonio, der erste Präsident des Reichsversicherungsamtes, geb. 5. Juni 1843 zu Haselünne in

[Bd. 3, Sp. 132]


Hannover, studierte in Heidelberg, Berlin und Göttingen, war hierauf im hannöverschen Justizdienst beschäftigt, wurde 1869 Regierungsassessor in Hannover, verwaltete dann die Landratsämter in Schlochau und Lötzen, war hierauf Hilfsarbeiter bei der Regierung in Stettin und 187173 im Ministerium des Innern in Berlin. Hierauf Landrat des Kreises Gladbach, wurde er 1881 vortragender Rat im Reichsamte des Innern, in welcher Eigenschaft er die Gesetze über Arbeiterversicherung im Reichstag zu vertreten hatte. 1884 wurde ihm die Oberleitung der zu schaffenden Organisationen übertragen und B. zum Präsidenten des Reichsversicherungsamtes ernannt. Seine großen Verdienste wurden unter anderm dadurch anerkannt, daß ihn die philosophische Fakultät zu Leipzig, die juristische zu Breslau und die medizinische zu Göttingen zum Ehrendoktor ernannten. Im Juni 1897 schied er wegen Meinungsverschiedenheit mit dem Staatssekretär v. Bötticher aus dem Reichsdienst und trat als Generaldirektor in die Firma Siemens u. Halske in Berlin ein; seit 1903 gehört er dem Aufsichtsrat derselben an. Er schrieb: »Die Zulässigkeit des Rechtswegs und die Kompetenzkonflikte in der Provinz Hannover« (Berl. 1870); »Die Kommunalbesteuerung (local taxation) in England und Wales« (das. 1873); »Die Unfallgesetzgebung der europäischen Staaten« (Leipz. 1884); »Die gesetzliche Regelung des Feingehalts der Gold- und Silberwaren« (das. 1886); »Die Gewerbe- und Versicherungsgesetzgebung des Deutschen Reiches« (2. Aufl., Berl. 1887; Nachtrag 1889); »Die Arbeiterversicherung in den europäischen Staaten« (Leipz. 1895).

 

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