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Bodendruck einer Flüssigkeit bis Bodenklassifikation (Bd. 3, Sp. 125)
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Artikelverweis Bodendruck einer Flüssigkeit, der Druck, den eine Flüssigkeit auf den Boden des Gefäßes, in dem sie sich befindet, ausübt. Der Boden eines Gefäßes sei dicht schließend in einer vertikalen Ansatzröhre beweglich (s. Abbild.) und durch eine entsprechend (mit dem Gewicht p) belastete, über Rollen geführte Schnur gehalten.

Schiebt man den Boden um die Strecke s abwärts, so steigt p ebensoviel in die Höhe, somit wird die potentielle Energie p. s gewonnen. Gleichzeitig kommt unten die Flüssigkeitsmenge q. s hinzu (wenn q die gedrückte Fläche bedeutet), während oben (in der Höhe h) eine gleichgroße Flüssigkeitsmenge verschwindet. Dies bedingt einen Verlust an potentieller Energie = q. s. d. h, wenn d das spezifische Gewicht der Flüssigkeit ist. Nach dem Gesetz der Erhaltung der Energie müssen Gewinn und Verlust sich decken, somit muß sein: p. s = q. s. d. h oder p = q. d. h., d. h. der gesuchte Druck ist gleich dem Gewichte der über der gedrückten Fläche stehenden vertikalen Flüssigkeitssäule a b c d, gleichgültig, welches die Form des Gefäßes ist. In einem Gefäß, das sich nach oben erweitert, ist hiernach der auf den Boden ausgeübte Druck kleiner, in einem nach oben enger werdenden Gefäß z. B. in einer Flasche) größer als das Gewicht der im Gefäß enthaltenen Flüssigkeit (hydrostatisches Paradoxon). In der Realschen Presse (s. Meyers Auslaugen) findet dieses Verhalten praktische Verwertung. Für ein kleines Flächenelement behält der Satz auch seine Gültigkeit, wenn dasselbe nicht vertikal abwärts, sondern z. B. seitlich in horizontaler Richtung verschiebbar ist. Der Druck auf eine ausgedehnte Seitenwand ist gleich der Summe der Drucke auf ihre einzelnen Elemente.
 
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Bodeneinschätzung, s. Meyers Bodenbonitierung und Meyers Güterabschätzung.
 
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Bodenerschöpfung, Entnahme der Bodennährstoffe durch fortgesetzten Anbau von Kulturpflanzen, wenn deren Ernteprodukte ausgeführt werden, ohne daß Nährstoffe dem Boden zugeführt werden. Vgl. Dünger und Düngung.
 
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Bodengänge, die Plattenreihen seitlich der Kielgänge auf eisernen Schiffen; vgl. Bodenplanken.
 
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Bodengare, s. Meyers Boden, S. 119.
 
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Bodengras, s. Meyers Wiese.
 
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Bodenheim, Flecken in der hess. Provinz Rhein hessen, Kreis Oppenheim, Knotenpunkt der preußisch hessischen Staatsbahnlinien Mainz-Worms und B.-Alzey, hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, eine Synagoge, bedeutenden Weinbau und Weinhandel und (1900) 2559 Einw.
 
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Bodenholde Pflanzen, Pflanzen, die vorzugsweise, jedoch nicht ausschließlich, auf bestimmten Bodenarten wachsen. Kalkhold sind z. B. Anthyllis vulneraria, Astrantia major etc.
 
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Bodenhygiene, s. Meyers Boden, S. 120.
 
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Bodenimpfung, s. Meyers Bodenmüdigkeit.
 
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Bodenklassifikation, s. Meyers Bodenbonitierung.

 

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