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Bockwa bis Bode (Bd. 3, Sp. 114 bis 115)
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Artikelverweis Bockwa, Dorf in der sächs. Kreish. und Amtsh. Zwickau, an der Zwickauer Mulde und der Bockwaer Kohleneisenbahn, hat eine evang. Kirche, Steinkohlenbergbau,

[Bd. 3, Sp. 115]


Vigognespinnerei, Stickerei, Schuhwarenfabrikation und (1900) 3467 Einw.
 
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Bockwinde, s. Meyers Winde.
 
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Bockwitz, Dorf im preuß. Regbez. Merseburg, Kreis Liebenwerda, hat eine evang. Kirche und (1900) 2204 Einw.
 
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Bocoa provacensis Aubl., Leguminose in Guayana, liefert sehr dichtes, schweres, hellgelbes Holz mit schwarzbraunem Kern, das schöne Politur annimmt und als Bokoholz (Coco) in der französischen Kunsttischlerei benutzt wird.
 
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Bocquillon-Wilhem, Komponist, s. Meyers Wilhem.
 
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Bocskay (spr. bóttschkai), István (Stephan), geb. 1557, gest. 29. Dez. 1606, Haupt der siebenbürgischen Insurrektion von 16041606, erwählter Fürst von Siebenbürgen und von Ungarn. Als 1604 Kaiser Rudolf II. den Protestantismus in Ungarn zu unterdrücken begann und die Verfassung verletzte, brach ein Aufstand aus, den der gleichfalls verfolgte B., ein calvinischer Verwandter des Fürstenhauses Báthory und ehemaliger Rat des Kaisers, im Einverständnis mit den ungarischen Protestanten und der Pforte zur Schilderhebung Siebenbürgens und Oberungarns benutzte. Auf dem Tage zu Mediasch (22. Febr. 1605) ward er von den Adligen und Széklern zum Fürsten Siebenbürgens, auf dem zu Szerenes (20. April) von den oberungarischen Ständen zum Fürsten Ungarns ausgerufen; 4. Juli erkannten ihn auch die Sachsen Siebenbürgens an. Zur selben Zeit verlieh ihm der Sultan Ungarn und Siebenbürgen als türkisches Lehen und schickte ihm eine Krone, die B. indes nicht annahm. Im Sommer 1606 schloß B. mit dem Kaiser den Wiener Frieden, wodurch den protestantischen Ständen Ungarns die Religionsfreiheit zugesichert wurde. B. blieb Fürst von Siebenbürgen und einem Teil von Ungarn, vermittelte uneigennützig den Frieden von Zsitvatorok zwischen Rudolf und dem Sultan und ermöglichte die Ansiedelung der unruhigen Heiducken. Er starb angeblich an Gift, das ihm sein Kanzler Kátay gereicht haben soll. 1902 ward seine auf Anordnung Franz Josephs I. errichtete Statue in Budapest enthüllt. Vgl. Szilágyi, Monumenta comitialia regni Transsylvaniae, Bd. 5 (Budap. 1879) und mehrere Akademieabhandlungen von Árp. Károlyi.
 
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Bocskó (Nagy-Bocskó, spr. nadj-botschkō), Dorf im ungar. Komitat Máramaros, an der Theiß und der Staatsbahnlinie Máramaros-Sziget-B., mit (1901) 5294 meist rumän. Einwohnern und großer Soda- und chemischer Fabrik.
 
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Bodajk, Badeort im ungar. Komitat Weißenburg, an der Südbahn, 120 m ü. M., mit einem Teich, in dem sich reiche erdige, kalkhaltige Quellen (20°) bilden, und (1901) 1982 magyar. Einwohnern.
 
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Bodd., bei Tiernamen Abkürzung für Peter Boddaert, holländ. Naturforscher des 18. Jahrh.
 
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Bodden, Name mehrerer Strandseen und Meerbusen der Ostsee: der Rügensche B., zwischen der Insel Rügen und dem Festland, südlich auch Greifswalder B. genannt, 440 qkm (8 QM.) groß, meist jedoch nur 4 m tief; der Große und Kleine Jasmunder B., im nordöstlichen Teil von Rügen, gegen 110 qkm (2 QM.) groß; der Kubitzer B., an der Westküste Rugens; der Saaler, Bodstedter und Barther B., im westlichen Teil der pommerschen Küste, alle drei untereinander sowie mit dem Grabow zusammenhängend, mit diesem die Halbinsel Darß und die Insel Zingst vom Festlande trennend; der Kamminer B., zwischem dem Festlande und der Insel Wollin, 4 km lang, wird von der Dievenow gebildet und hängt nördlich mit dem Fritzower See zusammen. S. Karte »Pommern«.
 
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Bode, 1) linker Nebenfluß der Saale, entsteht bei Königshof aus der Kalten und Warmen B., die am Brockengebirge, jene oberhalb Schierke, diese oberhalb Braunlage entspringen und sich unterhalb Rübeland noch rechts durch die von Benneckenstein kommende Rappbode verstärken. Bei Treseburg tritt die B. in ein wildromantisches, enges Felsental, das sie zwischen Roßtrappe und Hexentanzplatz oberhalb Thale verläßt, um in das Tiefland einzutreten. Sie mündet nach einem 160 km langem Lauf bei Nienburg. Ihre wichtigsten Zuflüsse sind links die Holzemme, rechts die Selke. Durch den Großen Bruchgraben steht die B. von Oschersleben ab mit der Ilse in Verbindung, wodurch das Elb- und Wesergebiet miteinander verbunden werden. 2) Fluß im preuß. Regbez. Erfurt, entspringt auf dem Ohmgebirge und mündet unterhalb Bleicherode links in die Wipper.

 

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