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Bock und Polach bis Bodden (Bd. 3, Sp. 114 bis 115)
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Artikelverweis Bock und Polach, Max von, preuß. General, geb. 5. Sept. 1842 in Trier, wurde 1860 Leutnant, machte als Regimentsadjutant den Mainfeldzug mit, besuchte 186669 die Kriegsakademie, war im französischen Kriege 1870/71 Adjutant der 13. Infanteriedivision, ward 1870 zum Hauptmann befördert und kam 1871 in den Großen Generalstab. 187173 wirkte er als Lehrer an der Kriegsschule in Hannover, wurde 1873 zum Generalstab des 8. Armeekorps, 1875 zu dem der 31. Division versetzt und 1876 zum Major befördert. 1882 wurde er wieder zum Großen Generalstab kommandiert, 1884 als Oberstleutnant Chef des Generalstabs des 15. Armeekorps, 1887 Oberst, 1890 Generalmajor, 1891 Oberquartiermeister im Großen Generalstab, 1893 Kommandeur der 20. Division in Hannover, Dezember 1897 unter Ernennung zum General der Infanterie Kommandeur des Gardekorps und 1902 des 14. Armeekorps in Karlsruhe.
 
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Bockwa, Dorf in der sächs. Kreish. und Amtsh. Zwickau, an der Zwickauer Mulde und der Bockwaer Kohleneisenbahn, hat eine evang. Kirche, Steinkohlenbergbau,

[Bd. 3, Sp. 115]


Vigognespinnerei, Stickerei, Schuhwarenfabrikation und (1900) 3467 Einw.
 
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Bockwinde, s. Meyers Winde.
 
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Bockwitz, Dorf im preuß. Regbez. Merseburg, Kreis Liebenwerda, hat eine evang. Kirche und (1900) 2204 Einw.
 
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Bocoa provacensis Aubl., Leguminose in Guayana, liefert sehr dichtes, schweres, hellgelbes Holz mit schwarzbraunem Kern, das schöne Politur annimmt und als Bokoholz (Coco) in der französischen Kunsttischlerei benutzt wird.
 
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Bocquillon-Wilhem, Komponist, s. Meyers Wilhem.
 
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Bocskay (spr. bóttschkai), István (Stephan), geb. 1557, gest. 29. Dez. 1606, Haupt der siebenbürgischen Insurrektion von 16041606, erwählter Fürst von Siebenbürgen und von Ungarn. Als 1604 Kaiser Rudolf II. den Protestantismus in Ungarn zu unterdrücken begann und die Verfassung verletzte, brach ein Aufstand aus, den der gleichfalls verfolgte B., ein calvinischer Verwandter des Fürstenhauses Báthory und ehemaliger Rat des Kaisers, im Einverständnis mit den ungarischen Protestanten und der Pforte zur Schilderhebung Siebenbürgens und Oberungarns benutzte. Auf dem Tage zu Mediasch (22. Febr. 1605) ward er von den Adligen und Széklern zum Fürsten Siebenbürgens, auf dem zu Szerenes (20. April) von den oberungarischen Ständen zum Fürsten Ungarns ausgerufen; 4. Juli erkannten ihn auch die Sachsen Siebenbürgens an. Zur selben Zeit verlieh ihm der Sultan Ungarn und Siebenbürgen als türkisches Lehen und schickte ihm eine Krone, die B. indes nicht annahm. Im Sommer 1606 schloß B. mit dem Kaiser den Wiener Frieden, wodurch den protestantischen Ständen Ungarns die Religionsfreiheit zugesichert wurde. B. blieb Fürst von Siebenbürgen und einem Teil von Ungarn, vermittelte uneigennützig den Frieden von Zsitvatorok zwischen Rudolf und dem Sultan und ermöglichte die Ansiedelung der unruhigen Heiducken. Er starb angeblich an Gift, das ihm sein Kanzler Kátay gereicht haben soll. 1902 ward seine auf Anordnung Franz Josephs I. errichtete Statue in Budapest enthüllt. Vgl. Szilágyi, Monumenta comitialia regni Transsylvaniae, Bd. 5 (Budap. 1879) und mehrere Akademieabhandlungen von Árp. Károlyi.
 
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Bocskó (Nagy-Bocskó, spr. nadj-botschkō), Dorf im ungar. Komitat Máramaros, an der Theiß und der Staatsbahnlinie Máramaros-Sziget-B., mit (1901) 5294 meist rumän. Einwohnern und großer Soda- und chemischer Fabrik.
 
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Bodajk, Badeort im ungar. Komitat Weißenburg, an der Südbahn, 120 m ü. M., mit einem Teich, in dem sich reiche erdige, kalkhaltige Quellen (20°) bilden, und (1901) 1982 magyar. Einwohnern.
 
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Bodd., bei Tiernamen Abkürzung für Peter Boddaert, holländ. Naturforscher des 18. Jahrh.
 
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Bodden, Name mehrerer Strandseen und Meerbusen der Ostsee: der Rügensche B., zwischen der Insel Rügen und dem Festland, südlich auch Greifswalder B. genannt, 440 qkm (8 QM.) groß, meist jedoch nur 4 m tief; der Große und Kleine Jasmunder B., im nordöstlichen Teil von Rügen, gegen 110 qkm (2 QM.) groß; der Kubitzer B., an der Westküste Rugens; der Saaler, Bodstedter und Barther B., im westlichen Teil der pommerschen Küste, alle drei untereinander sowie mit dem Grabow zusammenhängend, mit diesem die Halbinsel Darß und die Insel Zingst vom Festlande trennend; der Kamminer B., zwischem dem Festlande und der Insel Wollin, 4 km lang, wird von der Dievenow gebildet und hängt nördlich mit dem Fritzower See zusammen. S. Karte »Pommern«.

 

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