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Boblink bis Bobrzynski (Bd. 3, Sp. 103 bis 104)
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Artikelverweis Boblink, s. Meyers Paperling.
 
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Bobo (span.), Possenreißer, s. Gracioso.
 
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Boborýkin, Peter Dmitrijewitsch, russ. Schriftsteller, geb. 27. (15.) Aug. 1836 in Nishnij-Nowgorod, studierte in Kasan und Dorpat Cameralia und Naturwissenschaften und machte seinen Namen zuerst durch einige Dramen bekannt, von denen »Ein Kleinadliger« (»Odnodvorec«, 1860) den meisten Erfolg hatte. Mehr Beifall fanden seine Romane: »Auf den Weg«, »Das Abendopfer«, »Halbes Leben«, »Dr. Cibulka«, »Kitaj Gorod«, in welch letzterm er den Spuren Zolas folgt, u. a.
 
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Bobr, Fluß in Russisch-Polen, s. Meyers Biebrz.
 
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Bobrek, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Beuthen, am Beuthener Wasser, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Gleiwitz-Schwientochlowitz und Morgenroth-Radzionkau, hat eine kath. Kirche, ein Hochofenwerk (Juliushütte) mit 7 Hochöfen, Koksöfen, Ammoniak- und Benzolfabriken, Zinkhütte, Schlackensteinfabrik und (1900) 4957 Einw.
 
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Bobrikow, Nikolai Iwanowitsch, russ. General, geb. 1839, Stabschef der Truppen der Garde und des Petersburger Militärbezirks, General der Infanterie (seit 1897), Generaladjutant, Mitglied des Kriegsrats. Zum Generalgouverneur von Finnland und Kommandant der Truppen des finnländischen Militärbezirks ernannt (29. Aug. 1898), erstrebte er die völlige Einfügung Finnlands in das Gesamtreich (s. Meyers Finnland).
 
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Bóbrinez, Stadt im russ. Gouv. Cherson, am gleichnamigen Fluß, hat eine Kirche, eine Synagoge, Getreide- und Viehhandel und (1897) 14,352 Einw.
 
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Bóbrka, Stadt in Galizien, an der Staatsbahnlinie Lemberg-Czernowitz, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, mit (1900) 5315 Einw. (zur Hälfte Juden).
 
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Bobrów, Kreisstadt im russ. Gouv. Woronesh, am Bitjug und der Eisenbahn Charkow-Balaschow, gegründet im 17. Jahrh. in einer einst biberreichen Gegend, von der die Stadt auch den Namen hat, am Nordsaum der Woroneshschen Steppe, hat 3 Kirchen, ein Progymnasium, 5 Talgsiedereien u. (1897) 3891 Einw.
 
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Bobrúisk, Kreisstadt und Festung im russ. Gouv. Minsk, an der Beresina und der Eisenbahn Libau-Romny, hat 3 griechisch-orthodoxe, eine römisch-kath. Kirche, 17 jüdische Bethäuser, ein Gymnasium und (1897) 35,177 Einw., die Getreide- und Holzhandel treiben. Die Festung liegt ca. 1 km von der Stadt auf einer Anhöhe am Zusammenfluß der Bobruika und

[Bd. 3, Sp. 104]


Beresina; sie wurde unter Alexander I. angelegt und unter Nikolaus I. bedeutend verstärkt. B. wurde 1812 von Napolen I. vergeblich belagert. Am 1. Mai 1902 brannte die halbe Stadt nieder.
 
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Bobrzynski, Michael, poln. Geschichtschreiber, geb. 1849 in Krakau, ward Professor der Rechte an der Jagellonischen Universität daselbst. Sein Hauptwerk, die »Geschichte Polens« (»Dzieje Polski«, Bd. 1 in 4., Bd. 2 in 2. Aufl., Warsch. 1891), erregte durch Kühnheit des Urteils über Polens Vergangenheit und rücksichtslose Bekämpfung herkömmlicher Anschauungen seiner Landsleute Aussehen. Seit 1885 Führer der konservativen Partei im Wiener Reichsrat und im galizischen Landtag, wurde er 1890 zum Vizepräsidenten des galizischen Landesschulrates in Lemberg ernannt.

 

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