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Böblingen bis Bobrów (Bd. 3, Sp. 103)
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Artikelverweis Böblingen, Oberamtsstadt im württemberg. Neckarkreis, an der Staatsbahnlinie Stuttgart-Hochdorf, 462 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, ein Reallyzeum, Sanatorium für Knochentuberkulose, Amtsgericht, Zuckerfabrik, Trikotweberei, mechanische Strickerei, Spielwaren- und Schuhfabrikation, Bierbrauerei und (1906) 5303 Einw. B. kommt zuerst um 1100 vor, wurde 1274 zur Stadt erhoben und kam 1357 an die Grafen von Württemberg. Im Bauernkrieg fand hier 12. Mai 1525 eine Schlacht zwischen 20,000 Bauern und dem Schwäbischen Bund unter Georg Truchseß von Waldburg statt, worin gegen 9000 Bauern blieben.
 
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Böblinger, Matthias, Steinmetz und Architekt, geboren in Altbach bei Eßlingen, gest. 1505, Sohn von Hans B. (gest. 1482), der seit 1440 an der Liebfrauenkirche in Eßlingen gebaut hatte. Matthias B. war seit 1474 am Münster in Ulm tätig und wurde 1480 Kirchenmeister daselbst. 1483 begab er sich nach Frankfurt, von wo aus man sein Gutachten über den Weiterbau des Domturms forderte. Als 1492 der schon bis zu einer Höhe von 237 Fuß gebrachte Münsterturm in Ulm einzustürzen drohte, mußte er vor der Volkswut fliehen. 1496 ging er nach Eßlingen, wo er die gotische Pyramide der Frauenkirche vollendete.
 
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Boblink, s. Meyers Paperling.
 
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Bobo (span.), Possenreißer, s. Gracioso.
 
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Boborýkin, Peter Dmitrijewitsch, russ. Schriftsteller, geb. 27. (15.) Aug. 1836 in Nishnij-Nowgorod, studierte in Kasan und Dorpat Cameralia und Naturwissenschaften und machte seinen Namen zuerst durch einige Dramen bekannt, von denen »Ein Kleinadliger« (»Odnodvorec«, 1860) den meisten Erfolg hatte. Mehr Beifall fanden seine Romane: »Auf den Weg«, »Das Abendopfer«, »Halbes Leben«, »Dr. Cibulka«, »Kitaj Gorod«, in welch letzterm er den Spuren Zolas folgt, u. a.
 
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Bobr, Fluß in Russisch-Polen, s. Meyers Biebrz.
 
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Bobrek, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Beuthen, am Beuthener Wasser, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Gleiwitz-Schwientochlowitz und Morgenroth-Radzionkau, hat eine kath. Kirche, ein Hochofenwerk (Juliushütte) mit 7 Hochöfen, Koksöfen, Ammoniak- und Benzolfabriken, Zinkhütte, Schlackensteinfabrik und (1900) 4957 Einw.
 
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Bobrikow, Nikolai Iwanowitsch, russ. General, geb. 1839, Stabschef der Truppen der Garde und des Petersburger Militärbezirks, General der Infanterie (seit 1897), Generaladjutant, Mitglied des Kriegsrats. Zum Generalgouverneur von Finnland und Kommandant der Truppen des finnländischen Militärbezirks ernannt (29. Aug. 1898), erstrebte er die völlige Einfügung Finnlands in das Gesamtreich (s. Meyers Finnland).
 
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Bóbrinez, Stadt im russ. Gouv. Cherson, am gleichnamigen Fluß, hat eine Kirche, eine Synagoge, Getreide- und Viehhandel und (1897) 14,352 Einw.
 
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Bóbrka, Stadt in Galizien, an der Staatsbahnlinie Lemberg-Czernowitz, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, mit (1900) 5315 Einw. (zur Hälfte Juden).
 
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Bobrów, Kreisstadt im russ. Gouv. Woronesh, am Bitjug und der Eisenbahn Charkow-Balaschow, gegründet im 17. Jahrh. in einer einst biberreichen Gegend, von der die Stadt auch den Namen hat, am Nordsaum der Woroneshschen Steppe, hat 3 Kirchen, ein Progymnasium, 5 Talgsiedereien u. (1897) 3891 Einw.

 

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