Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Bobersberg bis Bobr (Bd. 3, Sp. 103)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Bobersberg, Stadt im preuß. Regbez. Frankfurt, Kreis Krossen, am Bober, hat eine evang. Kirche, ein stattliches Rathaus, Töpferei, Weberei, Bleicherei, Essigfabrikation, Holzhandel und (1900) 1238 Einw. B., eine alte schlesische Stadt, fiel 1482 an Brandenburg.
 
Artikelverweis 
Bobillier (spr. bobijē), Marie, unter dem Pseudonym Michel Brenet bekannte franz. Musikschriftstellerin, geb. 12. April 1858 in Lunéville, früher in Straßburg und Metz, seit 1871 in Paris lebend, machte sich verdient durch eine Reihe ausgezeichneter musikhistorischer Studien: »Grétry, sa vie et ses œuvres« (1884), »Jean Okeghem« (1893), »Sebastien de Brossard« (1896), »Claude Goudimel« (1898), »Notes sur l'histoire du luthen France« (1899), »Les concertsen France sous l'ancien régime« (1900), sowie wertvolle Aufsätze in Zeitschriften. Minder bedeutend ist ihre preisgekrönte Erstlingsarbeit »Histoire de la symphonie à orchestre« (1882).
 
Artikelverweis 
Bobine (franz.), die Spule am Spinnrad etc.; auch soviel wie Kötzer (s. Meyers Spinnen). Im Bergbau heißen Bobinen die Fördertrommeln, auf denen sich Bandseite aus Aloefasern oder Stahldrähten bei der Schachtförderung in einer senkrechten Ebene abwechselnd spiralig auf- und abwickeln. Vgl. Bergbau, S. 668.
 
Artikelverweis 
Bobinoir (franz., spr. -nŭár), in der Weberei das Spulrad oder die Spulmaschine zum Aufspulen der Garne; auch soviel wie Spindelbank (s. Meyers Spinnen).
 
Artikelverweis 
Bobisation, s. Meyers Solmisation.
 
Artikelverweis 
Böblingen, Oberamtsstadt im württemberg. Neckarkreis, an der Staatsbahnlinie Stuttgart-Hochdorf, 462 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, ein Reallyzeum, Sanatorium für Knochentuberkulose, Amtsgericht, Zuckerfabrik, Trikotweberei, mechanische Strickerei, Spielwaren- und Schuhfabrikation, Bierbrauerei und (1906) 5303 Einw. B. kommt zuerst um 1100 vor, wurde 1274 zur Stadt erhoben und kam 1357 an die Grafen von Württemberg. Im Bauernkrieg fand hier 12. Mai 1525 eine Schlacht zwischen 20,000 Bauern und dem Schwäbischen Bund unter Georg Truchseß von Waldburg statt, worin gegen 9000 Bauern blieben.
 
Artikelverweis 
Böblinger, Matthias, Steinmetz und Architekt, geboren in Altbach bei Eßlingen, gest. 1505, Sohn von Hans B. (gest. 1482), der seit 1440 an der Liebfrauenkirche in Eßlingen gebaut hatte. Matthias B. war seit 1474 am Münster in Ulm tätig und wurde 1480 Kirchenmeister daselbst. 1483 begab er sich nach Frankfurt, von wo aus man sein Gutachten über den Weiterbau des Domturms forderte. Als 1492 der schon bis zu einer Höhe von 237 Fuß gebrachte Münsterturm in Ulm einzustürzen drohte, mußte er vor der Volkswut fliehen. 1496 ging er nach Eßlingen, wo er die gotische Pyramide der Frauenkirche vollendete.
 
Artikelverweis 
Boblink, s. Meyers Paperling.
 
Artikelverweis 
Bobo (span.), Possenreißer, s. Gracioso.
 
Artikelverweis 
Boborýkin, Peter Dmitrijewitsch, russ. Schriftsteller, geb. 27. (15.) Aug. 1836 in Nishnij-Nowgorod, studierte in Kasan und Dorpat Cameralia und Naturwissenschaften und machte seinen Namen zuerst durch einige Dramen bekannt, von denen »Ein Kleinadliger« (»Odnodvorec«, 1860) den meisten Erfolg hatte. Mehr Beifall fanden seine Romane: »Auf den Weg«, »Das Abendopfer«, »Halbes Leben«, »Dr. Cibulka«, »Kitaj Gorod«, in welch letzterm er den Spuren Zolas folgt, u. a.
 
Artikelverweis 
Bobr, Fluß in Russisch-Polen, s. Meyers Biebrz.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: