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Bobbio bis Bobinoir (Bd. 3, Sp. 103)
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Artikelverweis Bobbio, Kreishauptstadt in der ital. Provinz Pavia, an der Mündung des Flüßchens B. in die Trebbia, am Fuße des Monte Penice, Bischofssitz, mit einer alten Kathedrale, Gymnasium, Schwefelquelle und (1901) ca. 1800 (als Gemeinde 4848) Einw. In der Nähe war früher eine 612 durch Columban gestiftete Abtei, berühmt durch eine reiche Manuskriptsammlung, die nun der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand und der vatikanischen Bibliothek in Rom einverleibt ist. Der Katalog derselben zählt 700 Manuskripte aus dem 10. Jahrh. auf; aus ihr stammen auch die eine gotische Übersetzung der Paulinischen Briefe enthaltenden Palimpseste, die Angelo Mai, Niebuhr u. a. bekannt machten.
 
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Bobby, s. Meyers Bob.
 
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Bobenhausen, Stadt, soviel wie Babenhausen.
 
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Bober, im Wasserbau ein Schwimmer, d. h. ein Körper, der oben (plattdeutsch »boben«) bleibt und dazu dient, die Ketten der Gierponten oder Bagger etc. aufzuhängen, bez. die Lage etwa versenkter Anker und vorhandener Untiefen oder Wracke anzuzeigen.
 
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Bober, linker Nebenfluß der Oder, entspringt am Tüppelstein auf dem Riesengebirge südwestlich von Landeshut, fließt durch das Landeshuter und Hirschberger Tal und mündet bei Krossen. Seine Länge beträgt 255 km. Bei der Schneeschmelze und nach heftigen Regengüssen ist er oft verheerend. Zuflüsse sind links die Lomnitz und der Zacken vom Riesengebirge, der Queis vom Isergebirge und die Tschirna, rechts die Sprotte. Danach ist das Bobergebirge, der westliche Teil des Katzbachgebirges (s. d.), im N. von Hirschberg benannt.
 
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Boberfeld, Martin Opitz von, s. Meyers Opitz.
 
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Boberille (Boberelle), soviel wie Judenkirsche, s. Physalis.
 
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Bobersberg, Stadt im preuß. Regbez. Frankfurt, Kreis Krossen, am Bober, hat eine evang. Kirche, ein stattliches Rathaus, Töpferei, Weberei, Bleicherei, Essigfabrikation, Holzhandel und (1900) 1238 Einw. B., eine alte schlesische Stadt, fiel 1482 an Brandenburg.
 
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Bobillier (spr. bobijē), Marie, unter dem Pseudonym Michel Brenet bekannte franz. Musikschriftstellerin, geb. 12. April 1858 in Lunéville, früher in Straßburg und Metz, seit 1871 in Paris lebend, machte sich verdient durch eine Reihe ausgezeichneter musikhistorischer Studien: »Grétry, sa vie et ses œuvres« (1884), »Jean Okeghem« (1893), »Sebastien de Brossard« (1896), »Claude Goudimel« (1898), »Notes sur l'histoire du luthen France« (1899), »Les concertsen France sous l'ancien régime« (1900), sowie wertvolle Aufsätze in Zeitschriften. Minder bedeutend ist ihre preisgekrönte Erstlingsarbeit »Histoire de la symphonie à orchestre« (1882).
 
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Bobine (franz.), die Spule am Spinnrad etc.; auch soviel wie Kötzer (s. Meyers Spinnen). Im Bergbau heißen Bobinen die Fördertrommeln, auf denen sich Bandseite aus Aloefasern oder Stahldrähten bei der Schachtförderung in einer senkrechten Ebene abwechselnd spiralig auf- und abwickeln. Vgl. Bergbau, S. 668.
 
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Bobinoir (franz., spr. -nŭár), in der Weberei das Spulrad oder die Spulmaschine zum Aufspulen der Garne; auch soviel wie Spindelbank (s. Meyers Spinnen).

 

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