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Bluzger bis Boabdil (Bd. 3, Sp. 101)
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Artikelverweis Bluzger, alte Münze Graubündens, = 1/70 Gulden.
 
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Blyde (mittelhochd. Blye, Bleide, Blide, Belide), Wurfmaschine des Mittelalters, ähnlich der einarmigen Balliste des Altertums; s. Meyers Kriegsmaschinen.
 
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Blyth (spr. blaith), Hafenstadt in Northumberland (England), an der Mündung des Blyth, hat eine schöne Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei (11. Jahrh.), Schiffswerften, Sägemühlen, bedeutende Kohlenausfuhr (1900: 3 Mill. Ton., besonders nach Deutschland) und (1901) mit Umgebung 25,473 Einw. 1901 liefen 3073 Schiffe von 1,682,084 T. aus. B. ist Sitz eines deutschen Vizekonsuls.
 
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B moll (ital. Si bemolle minore, franz. Si bémol mineur, engl. B flat minor), soviel wie B mit kleiner (weicher) Terz. B moll-Akkord = b des f. Über die B moll-Tonart, 5 ; vorgezeichnet, s. Meyers Tonart.
 
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B'nē-B'rith (Benaiberiß, Independent Order of B. B., Unabhängiger Orden der B. B., »Bundesbrüder«), Name einer Verbindung, die 1843 in Amerika von israelitischen Männern deutscher Abkunft gegründet wurde und sich zur Aufgabe stellte, für die sittliche Hebung ihrer Mitglieder wie der Menschheit überhaupt zu wirken. Die Organisation des B. B.-Ordens ist ähnlich der des Freimaurerordens, jedoch auf freierer Grundlage, nicht geheim und ohne dessen Zeremonien. In Deutschland ist der Orden 1882 eingeführt worden, und auch im Orient hat er seitdem Eingang gefunden. Gegenwärtig zählt er 540 Logen und etwa 33,000 Mitglieder, davon in Deutschland 57 Logen mit etwa 5500 Mitgliedern. Sein Leitsatz ist: »Wohltätigkeit, Bruderliebe und Eintracht«.
 
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Buin, Stadt im preuß. Regbez. Posen, Kreis Schrimm, zwischen dem Bniner und Kurniker See, hat eine evangelische und eine kath. Kirche und (1900) 1303 meist kath. Einwohner.
 
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Windstöße beruht auf Wogenbildung im Luftmeer (s. Meyers Wogenwolken). Vgl. Möller, Böenstudien (»Meteorologische Zeitschrift«, 1884); Durand-Gréville, Böen und Tornados (ebenda 1897).
 
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Boa, Riesenschlange; Boidae, Riesenschlangen (s. d.).
 
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Boa, schlangenförmiger Halspelz für Damen.
 
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Boabab, soviel wie Baobab; s. Adansonia.
 
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Boabdil (Abu Abdallâh), letzter maur. König von Granada, empörte sich 1482 gegen seinen Vater Abul Hassan, führte nach dessen Tode den Bürgerkrieg gegen seinen Oheim Mohammed fort und erleichterte dadurch den Kastiliern die Eroberung. Er mußte 2. Jan. 1492 Granada übergeben und erhielt eine Herrschaft in den Alpujarras, siedelte aber 1493 nach Fes über. Die Stelle, von der B. zum letztenmal auf Granada zurückblickte, heißt noch heute »Der letzte Seufzer des Mauren«.

 

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