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Bluthochzeit, Pariser bis Blutjaspis (Bd. 3, Sp. 97 bis 98)
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Artikelverweis Bluthochzeit, Pariser, s. Meyers Bartholomäusnacht.
 
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Blutholz, soviel wie Kampescheholz (s. d.).
 
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Blutholzbaum, s. Meyers Haematoxylon.
 
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Bluthund, s. Meyers Hund.
 
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Bluthusten (Blutspeien, Hämoptoë, Hämoptysis), im engern Sinne Blutungen aus den Lungengefäßen, bei Quetschung, Stich, Schuß in die Lunge, bei Prozessen, die zu einer Zerstörung von Lungengewebe führen (Lungenschwindsucht, seltener bei andern geschwürigen Prozessen oder Geschwülsten der Lunge). Ist die Blutung einigermaßen erheblich, so wird hellrotes schaumiges Blut ausgehustet (Pneumorrhagie). Geringere Blutungen färben nur den Auswurf rot. Blutbeimengungen zum Auswurf können aber auch aus den Rachenorganen oder der Nase stammen, und dann ist die Blutung meist harmlos,

[Bd. 3, Sp. 98]


ferner führt eine Verstopfung der Lungengefäße, ein hämorrhagischer Infarkt, zu blutigem Auswurf, weiter kann bei Lungenentzündung im ersten Stadium der Auswurf blutig sein. Bei den größern Lungenblutungen ist die Prognose zweifelhaft, es kommen direkt tödliche Blutungen vor, im allgemeinen aber stehen die Lungenblutungen von selbst. Namentlich Blutstürze pflegen die Kranken und ihre Umgebung in große Aufregung zu versetzen, da aber die Blutung um so eher steht, je ruhiger sich der Kranke verhält, so ist die erste Pflicht, den Kranken bequem zu legen, jedes Sprechen zu verbieten, namentlich auch überflüssige Personen aus dem Krankenzimmer zu entfernen. Bis zur Ankunft des Arztes kann man etwas Eis oder auch wohl als altes Hausmittel 12 Teelöffel Kochsalz schlucken lassen. Das Kochsalz bewirkt eine starke Blutfüllung der Baucheingeweide und eine entsprechende Blutleere der Lungengefäße. Verwechselt wird B. öfter mit Blutbrechen (s. d.).
 
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Blutige Hand nimmt kein Erbe (mag kein Erbgut empfahen), altes deutsches Rechtssprichwort, bedeutend: wer den Tod des Erblassers, mit oder ohne Absicht, verursacht, ist (falls er sich nicht im Zustande der Notwehr befand) unfähig, ihn zu beerben. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch, § 2339, tritt in einem solchen Fall Erbunwürdigkeit ein, d. h. der Erbunwürdige wird zwar Erbe, aber es kann ihm die Erbschaft wieder entzogen werden.
 
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Blutigel, s. Meyers Blutegel.
 
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Blutikterus, s. Meyers Gelbsucht.
 
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Blutindianer, ein Stamm der Blackfeet (s. d.).
 
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»Blut ist dicker als Wasser«, in fast allen europäischen Sprachen vorhandenes Sprichwort, im italienischen, russischen etc. in der Form »Blut ist nicht Wasser«, oder dänisch »Blut ist nie so dünn, es ist immer dicker als Wasser«, um die vereinende Wirkung der Bluts- und Rassenverwandtschaft zu betonen.
 
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Blutjaspis (Heliotrop), Mineral, s. Chalcedon.

 

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