Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Bludow bis Bluette (Bd. 3, Sp. 71)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Bludow, Dimitri Nikolajewitsch, Graf, russ. Staatsmann, geb. 16. April 1785 in Romanowo aus einer der ältesten Familien des Landes, gest. 2. März 1864 in Petersburg, studierte in Moskau, eng verbunden mit Uwarow, Shukowskij und dem Verein »Arsamas« (s. d.). Im diplomatischen Dienst war er in Stockholm und Wien, später in London. Nach Rußland zurückgekehrt, wurde er Staatssekretär des Kaisers Nikolaus, 1839 Justizminister sowie Präsident der gesetzgebenden Abteilung im Reichsrat. Er nahm teil an der Vollendung der von Speranskij begonnenen Gesetzeskodifikationen und bewirkte 1842 und 1847 zwei kaiserliche Erlasse, die den Leibeignen das Recht zur Abschließung gültiger Verträge und zum Erwerb von Grundeigentum einräumten. 1842 zum Grafen erhoben, ging er 1846 nach Rom, um das Konkordat zu vereinbaren, das 15. Aug. 1847 ins Leben trat. 1855 ward er Präsident der Akademie und 1858 Mitglied des für die Bauernbefreiung eingesetzten Hauptausschusses. Seit Januar 1861 Präsident des Reichsrats und des Ministeriums, unterzeichnete er 2. März 1861 die Akte, welche die definitive Aufhebung der Leibeigenschaft enthielt. Er schrieb eine Abhandlung über die letzten Tage und den Tod des Kaisers Nikolaus und veranlaßte die Herausgabe verschiedener Archivalien. Bludows Biographie schrieb I. P. Kowalewskij (1866). Seine Tochter, Gräfin Antonida (Antoinette) Dmitrijewna B., gest. 19. April 1891, spielte am Hof der Zarin Marie, Gemahlin Alexanders II., eine einflußreiche Rolle und beförderte die orthodoxe Propaganda in den westlichen Provinzen. Ihr mystisch-überschwengliches Tagebuch erschien 1867 u. d. T.: »Für Wenige«.
 
Artikelverweis 
Blue Anchor-Line (spr. blū angker-lain), s. Meyers Dampfschiffahrt (Textbeilage).
 
Artikelverweis 
Bluefield (spr. blúhfīld), Stadt im südlichen Westvirginia, Grafschaft Mercer, ist Mittelpunkt eines schwungreichen Kohlenbergbaues, mit Bahnkreuzung und (1900) 4644 Einw.
 
Artikelverweis 
Bluefields (Blewfields, spr. blúhfīlds), Stadt an der Moskitoküste im mittelamerikan. Staat Nicaragua, an der Mündung des Flusses B. ins Karibische Meer, mit Herrnhuter Mission und 600 Einw., bis 1860 Residenz eines sogen. Königs von Moskito.
 
Artikelverweis 
Blue Island (spr. blū ailǟnd), Dorf im nordamerikan. Staat Illinois, Grafschaft Cook, südwestlich von Chicago, mit Schmelzwerk, Steinbrüchen und (1906) 6114 Einwohnern.
 
Artikelverweis 
Blue John-Mine (spr. blū dschŏn main), s. Meyers Castleton 1).
 
Artikelverweis 
Blüemlisalp, auch Weiße Frau genannt, Gipfel in den Berner Alpen; s. Meyers Finsteraarhorn.
 
Artikelverweis 
Blue pills (spr. blū-, Blaue Pillen), aus fein verteiltem Quecksilber, Süßholzwurzel und Rosenkonserve bereitete Pillen mit 0,06 g Quecksilber in einer Pille, werden in England und Amerika viel benutzt.
 
Artikelverweis 
Blue Ridge (spr. blū ridsch, Blaue Kette), s. Meyers Appalachen.
 
Artikelverweis 
Blue-Stocking (engl., spr. blū-), s. Meyers Blaustrumpf.
 
Artikelverweis 
Bluette (franz., spr. blüétt'), Feuerfunke, auch Witzfunke; daher figürlich ein kleines (witziges) Bühnenstück, eine dramatische Kleinigkeit oder auch ein Tonwerk.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: