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Bloomfield bis Blowitz (Bd. 3, Sp. 69)
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Artikelverweis Bloomfield (spr. blúhmfīld), 1) Robert, engl. Naturdichter, geb. 3. Dez. 1766 in Honington, gest. 19. Aug. 1823 in Shefford, war der jüngste Sohn eines armen Dorfschneiders und wurde nach dem Tode des Vaters zu einem ältern Bruder nach London gebracht, um das Schuhmacherhandwerk zu lernen. Das Besuchen einiger Bethäuser und des Coventgarden-Theaters, wo er Stücke von Shakespeare sah, sowie das Lesen geographischer, geschichtlicher und dichterischer Werke (besonders Miltons und Thomsons) förderten die in B. verborgene poetische Ader zutage. Ein Volkslied: »The milk-maid«, nach einer alten Weise gedichtet, das erste, was von ihm im Druck erschien, fand ungeteilten Beifall, ebenso ein zweites: »The sailor's return«. Aber erst in dem größern Gedicht »The farmer's boy«, das er fast im Kopfe fertig dichtete, ehe er eine Zeile niederschrieb, und das der Rechtsgelehrte Capel Lofft (Lond. 1800) zum Druck beförderte, entfaltete sich Bloomfields ganze Liebenswürdigkeit und Naivität. Unter seinen spätern Werken hatten nur noch die »Rural tales« (Lond. 1802) eine ähnliche Wirkung. Zuletzt wurde er wieder ein armer Schuhmacher und starb erblindet. Seine »Works« erschienen London 1824, 3 Bände (neue Ausg. 1883); die »Poems« wurden öfter gedruckt. Eine Auswahl seiner Korrespondenz wurde von Hart veröffentlicht (Lond. 1870).
   2) John Arthur Douglas, Lord, engl. Diplomat, geb. 12. Nov. 1802 als der Sohn des Irländers Benjamin B., den Georg IV. zum Generalmajor, englischen Gesandten in Schweden und Peer von Irland erhoben hatte, gest. 17. Aug. 1879, betrat 1818 die diplomatische Laufbahn und wurde 1844 Gesandter in Petersburg. 185160 war er Gesandter in Berlin und bemühte sich während des Krimkriegs, die leitenden Kreise von ihren Neigungen für Rußland abzuziehen. 186171 war er Botschafter in Wien; bei seinem Rücktritt wurde er zum Peer erhoben. Erinnerungen aus seiner diplomatischen Tätigkeit veröffentlichte seine Gemahlin Lady Georgiana B. u. d. T.: »Reminiscences of Court and diplomatic life« (Lond. 1883, 2 Bde.; deutsch, 2. Aufl., Berl. 1894). Vgl. auch »Memoir of Lord B.« (hrsg. von Lady B., Lond. 1884, 2 Bde.).
 
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Bloomington (spr. blūmingt'n), 1) Bahnknotenpunkt und Hauptstadt der Grafschaft Mac Lean im nordamerikan. Staat Illinois, mit nahen Kohlengruben, lebhafter Industrie (Maschinenfabriken, Gießereien etc.), wesleyanischer Universität, Normalschule, Waisenhaus für Soldatenkinder und (1909) 23,286 Einw. 2) Hauptstadt der Grafschaft Monroe im nordamerikanischen Staat Indiana, mit der Staatsuniversität, Gerbereien, Kalksteinbruchen und (1999) 6460 Einw.
 
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Bloomsburg (spr. blūms-), Hauptort der Grafschaft Columbia im nordamerikan. Staat Pennsylvanien, Bahnknotenpunkt, mit reichen Eisenstein- und Kalksteinlagern, Hochöfen, Eisengießereien und (1900) 6170 Einw.
 
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Blooteling Abraham, niederländ. Kupferstecher, geb. 1634 in Amsterdam, gest. daselbstum 1690, arbeitete in der Art von Soutman, C. Visscher und Suyderhoef und stach besonders nach Rubens, unter anderm eine Reihe von Zeichnungen, die als Vorbilder in den Ateliers verwendet wurden, und nach holländischen Meistern (Bega, Wouwerman, van der Helst u. a.). Später wendete er sich der Schwarzkunstmanier zu, die er durch Erfindung des Granierstahls verbesserte, weil sie zur Wiedergabe Rembrandtscher Helldunkeleffekte geeigneter war.
 
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Blöße, militärisch: ein Gelände, z. B. im Walde, das der Feind ungedeckt überschreiten muß; in der Fechtkunst der Mangel an Deckung (vgl. Battuta).
 
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Blößen, für den Gerbeprozeß durch Kalken und Schwellen zubereitete Häute.
 
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Blößling, Berg, s. Meyers Schwarzwald.
 
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Blottendorf, Dorf in Böhmen, s. Meyers Haida.
 
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Blotzheim, Dorf im deutschen Bezirk Oberelsaß, Kreis Mülhausen, an der Eisenbahn Straßburg-Basel, hat 2 kath. Kirchen, Synagoge, Schloß und (1900) 2288 Einw. Zur Gemeinde B. gehört die berühmte Hüninger Fischzuchtanstalt (s. Meyers Hüningen).
 
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Blouse (franz., spr. blūs'), s. Meyers Bluse.
 
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Blowitz (tschech. Blovice), Stadt in Böhmen, Bezirksh. Pilsen, an der Uslawa und der Staatsbahnlinie Wien-Eger, Sitz eines Bezirksgerichts, hat Dampfmühlen, Dampfbäckerei, Bierbrauerei und (1900) 1751 tschech. Einwohner. Nahe südlich Schloß Hradischt mit Park, nordwestlich die Burgruine Wildstein und westlich der Kurort Letin mit Moorbädern.

 

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