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Blockzucker bis Bloemen (Bd. 3, Sp. 66 bis 67)
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Artikelverweis Blockzucker, s. Meyers Traubenzucker.
 
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Blocus (franz., spr. -kǖs), s. Meyers Blockade.
 
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Blödauge (Typhlops vermicularis Cuv.), Reptil aus der Familie der Blind- oder Minierschlangen, 33 cm lang, an beiden Enden gleich dick, mit kleinen, von den Kopfschilden bedeckten Augen, gelbbraun mit dunklern Punkten, lebt unterirdisch in Griechenland und Vorderasien, kommt nur bei Regenwetter hervor, kriecht ebenso gewandt vorwärts wie rückwärts und ist völlig harmlos. An das B. knüpft sich die Sage von der dreiköpfigen Schlange Amphisbaena, von der die Alten viel Wunderdinge zu erzählen wußten.
 
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Blödel, im Nibelungenliede der Bruder Etzels (s. Meyers Bleda).
 
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Blödenanstalten, Idiotenanstalten, s. Idiotie.
 
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Blödigkeit, s. Meyers Schüchternheit.
 
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Blödīt, Mineral, s. Astrakanit.
 
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Blödsichtigkeit, Volksausdruck sowohl für Lichtscheu als für Schwachsichtigkeit.
 
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Blödsinn, der höchste Grad krankhafter Geistesschwäche, wie er teils angeboren beim Kretinismus und Idiotismus, teils erworben als Endstadium mannigfacher Geisteskrankheiten, des paralytischen Irreseins und als Folge des Gehirnschwundes im höhern Greisenalter (seniler B.) zur Beobachtung kommt. Vgl. Geistesschwäche.
 
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Bloemaert (spr. blumārt), 1) Abraham, holländ. Maler, geb. 1564 in Gorkum, gest. 27. Jan. 1651 in Utrecht, Sohn des Bildhauers und Architekten Cornelis B., lernte in Utrecht bei Joost de Beer und in Paris bei Hieronymus Franken dem ältern, wurde 1597 Bürger in Amsterdam und war seit 1611 in Utrecht tätig. B. übte einen großen Einfluß auf die holländische Malerei; er vermittelte gewissermaßen zwischen ihr und der flämischen Schule und kultivierte das Geschichtsbild, das Porträt, das Genre und die Landschaft in der Art der italienisierenden Manieristen. Seine Zeichnung ist etwas stumpf, seine Farbe bunt. Werke von ihm befinden sich im Haag, in München, Wien, Schleißheim, Braunschweig u. a. O.
   2) Cornelius, Sohn des vorigen, Kupferstecher, geb. 1603 in Utrecht, gest. 1688 in Rom, war Schüler seines Vaters und Crispins de Passe, ging um 1630 nach Paris und dann nach Rom, wo er den größten Teil seines Lebens zubrachte. Er ist vornehmlich der Kupferstecher des Pietro da Cortona und seiner Nachahmer gewesen. Seine Stiche zeichnen sich durch Sauberkeit der Technik und helle, angenehme Behandlung aus, mangeln aber an Kraft. Er war von großem

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Einfluß auf die Stecher aller Schulen. Seine sehr zahlreichen Stiche sind zumeist nach Abr. B., P. da Cortona, Romanelli, Ciro Ferri, Guercino u. a. ausgeführt. Vielbeschäftigt war er auch für die Galleria Giustiniani (nach der Antike).
 
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Bloemen (spr. blu-), 1) Peter van, niederländ. Maler, geb. 1657 in Antwerpen, gest. daselbst 1720, erlangte 1674 das Meisterrecht, ging dann nach Rom, wo er bis 1694 blieb, und wurde 1699 Dekan der Lukasgilde seiner Vaterstadt. Seine häufig vorkommenden Gemälde, zumeist Landschaften und Architekturen, mit Figuren und Pferden staffiert, sind gewöhnlich Schilderungen des Soldatenlebens.
   2) Jan Frans van, Bruder des vorigen, Landschaftsmaler, geb. 1662 in Antwerpen, hielt sich meist in Rom auf, wo er um 1740 gestorben sein soll. Er bildete sich nach den Landschaften Claude Lorrains und G. Poussins; jedoch steht er letzterm in der rhythmischen Schönheit des Linienzugs nach, übertrifft ihn aber öfters in der Klarheit und Abtönung der Fernen, was ihm den Beinamen Orizonte verschaffte.

 

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