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Blockbauten bis Blockschrift (Bd. 3, Sp. 65 bis 66)
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Artikelverweis Blockbauten, Gebäude aus Blockwänden (s. d.) und manchmal auch Blockdecken (s. d.), wie sie früher als Wohngebäude, Kirchen etc. weit und breit gebräuchlich waren. Heutzutage kommen sie meist nur noch in holzreichen Gegenden, besonders in Rußland, Skandinavien, im nördl. Amerika etc.; vor. S. Meyers Blockhaus.
 
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Blockbücher, Bücher, deren einzelne Seiten durch Abziehen von einer einheitlichen Holztafel, einem Block, hergestellt wurden. Ob die Vervielfältigung durch das Reibeverfahren oder durch Druck geschah, ist strittig, doch sind die Bogen meistens nur einseitig bedruckt, während die leergebliebenen Seitenzusammengeklebt wurden (anopistographische Drucke, s. d.). Äußerlich werden die B. in solche, die Bild und Text auf der gleichen Sené führen, solche, die Bild und Text auf verschiedenen Seiten bringen, und solche, die nur Text enthalten, geteilt. Bei den Blockbüchern mit Bildern ist der Text handschriftlich hinzugefügt (älteste Form), oder mit in das Holz geschnitten oder in Typen gesetzt. Über die Anfänge der Erfindung des Typendruckes gehen wahrscheinlich selbst die ältesten B. nicht hinaus; datierte B. kennen wir erst aus der zweiten Hälfte des 15. und aus dem 16. Jahrh. Ihre Heimat ist Süddeutschland, vielleicht sogar Norditalien, und die Niederlande. Diehauptsächlichsten Vertreter der B. sind die Armenbibel (Biblia pauperum, s. d.), Buch der Könige, Hohelied, Offenbarung Johannis, Heilsspiegel, Verteidigung der unbefleckten Empfängnis Mariä, Entchrist, Geistliches und weltliches Rom, Totentanz (s. d.), Acht Schalkheiten, Chiromantie (s. d.), Ars moriendi (s. d.), Ars memorandi (s. d.), Kalender und Donate. Sie hatten ihre Vorlagen größtenteils in Handschriften und handschriftlichen Bilderfolgen und dienten in der Hauptsache als Lehrbücher der mittelalterlichen Unterrichtsweise, in denen die Bilder als Vertreter des Textes für des Lesens Unkundige galten. Vgl. Meisner und Luther, Erfindung der Buchdruckerkunst (Bielef. 1900); Hochegger, Über die Entstehung und Bedeutung der B. (Leip. 1891); Schreiber, Vorstufen der Typographie (Festschrift zum 500jährigen Geburtstage von Gutenberg, Mainz 1900), Faksimile-Wiedergaben: Pilinski, Monuments de la xylographie (Par. 1882ff.); »Biblia pauperum«, von Einsle und Schönbrunner (Leipz. 1896); »Liber regum«, von Hochegger (das. 1892); »Totentanz des Codex Palatinus«, von Schreiber (das. 1900) u. a.
 
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Blockdecke, aus dicht aneinanderliegenden Balken hergestellte Decke, angewendet bei Blockhäusern, bombensichern Hohlräumen oder Blendungen (s. d.).
 
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Blocken, in der Jägersprache das Sitzen der Raubvögel.
 
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Blockgatter, s. Meyers Sägemaschine.
 
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Blockhaus, ein gegen feindliches Feuer möglichst geschütztes Gebäude mit Schießscharten zur Aufnahme einer kleinen Infanteriebesatzung. In Festungen liegt das B. meist in den ausspringenden Winkeln des gedeckten Weges, durch dessen Brustwehr geschützt, um den Waffenplatz zu bestreichen. Auch dienten Blockhäuser wohl als Reduits für die Besatzung eines Werkes, lagen in der Mitte der Kehle und hatten

[Bd. 3, Sp. 66]


Kehlgraben und Hofraum unter Feuer. An dieser Stelle sind jetzt die Kehlkasematten vorhanden, und an Stelle der früher zur Grabenbestreichung wohl verwendeten Blockhäuser traten gemauerte Kaponnieren. In Schanzen der Feldbefestigungen hat man das hölzerne B. durch Unterstände (s. d.) in der Nähe der Kehlpunkte ersetzt. In Südafrika benutzten die Engländer einige tausend Blockhäuser zur Sicherung eines ungeheuern Gebietes und der Verbindungen. Diese Blockhäuser erhielten zwei Wellblechwände, deren Zwischenraum mit Steinschüttung gefüllt wurde, und bis an die Schießscharten eine Ummantelung mit Felsstücken, Sandsäcken etc. (Fig. 1 u. 2). Es wurde für eine Verständigung mit benachbarten Stationen, für eine Zisterne im Innern und geschützten Eingang gesorgt. Die Besatzung betrug etwa je 20 Mann.


 
Artikelverweis Blockieren, absperren; die Zugänge eines Ortes mit Truppen besetzen, einen Hafen durch Kriegsschiffe sperren (s. Meyers Blockade). In der Buchdruckerei: statt eines Buchstabens oder eines Wortes umgekehrt (auf den Kopf) gestellte Lettern (Fliegenköpfe: ) setzen, wodurch eine noch auszufüllende Stelle angedeutet wird. Im Eisenbahnwesen s. Meyers Eisenbahnbetriebssicherheit und Meyers Eisenbahnsignale.
 
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Blocklehm, soviel wie Geschiebelehm, s. Diluvium.
 
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Blocksberg, im Volksmund Name des Brockens als der Versammlungsstätte der Hexen (s. d.) in der Walpurgisnacht. Auch andre Höhen in Brandenburg (bei Storkmo), Mecklenburg etc. sowie der St. Gerhardsberg hei Budapest (s. d.) führen den Namen B.
 
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Blockschiff (Hulk), altes, abgetakeltes Kriegsschiff, das als Kasernen-, Lazarett-, Gefangenen- oder Wachtschiff, als Magazin für Kohlen, Proviant etc. benutzt wird.
 
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Blockschrift, s. Meyers Egyptienne.

 

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