Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Blitzlicht bis Blitzzüge (Bd. 3, Sp. 63)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Blitzlicht, in der Photographie verwendetes, blitzartig verbrennendes Gemisch von Magnesium- oder Aluminiumpulver mit sauerstoffreichen Salzen, wie Kaliumchlorat, Salpeter, Kaliumhypermanganat, das elektrisch oder mit Lunte entzündet wird. B. erhält man auch, wenn man reines Magnesiumpulver mit geeigneten Vorrichtungen durch eine Kerzen- oder Weingeistflamme bläst oder pustet (Pustlicht), wozu eigens konstruierte Lampen dienen. Die Verbrennungsdauer derartigen Blitzlichtes ist beiläufig 1/10-1/50 Sekunde. Man benutzt B. zur Photographie von Personen, Innenräumen, in photographischen Ateliers mit künstlicher Beleuchtung etc. Vgl. Schnauß, Die Blitzlichtphotographie (3. Aufl., Leipz. 1902).
 
Artikelverweis 
Blitzphotographie, s. Meyers Gewitter.
 
Artikelverweis 
Blitzpulver, soviel wie Bärlappsamen, s. Lycopodium.
 
Artikelverweis 
Blitzrad (Unterbrechungsrad), Vorrichtung, die den Strom einer galvanischen Batterie rasch hintereinander unterbricht und wiederschließt, besteht aus einem am Rande gezahnten metallenen Rade, dessen horizontale Achse mit dem einen Pol der Batterie verbunden ist; gegen den Umfang des Rades drückt federnd ein mit dem andern Pol verbundener Metallstreifen. Beim Drehen des Rades wird der Strom in rascher Folge abwechselnd geschlossen und wieder geöffnet, und bei jedesmaligem Öffnen blitzt ein Funke auf.
 
Artikelverweis 
Blitz-Registrierapparat (Gewitter-Registrator), ein Instrument, das luftelektrische Entladungen schon auf Entfernungen von 200 km und mehr anzeigt und registriert. Der erste derartige Apparat wurde wohl 1895 von Popoff in Kronstadt konstruiert, bald, nachdem man in der Branlyschen Röhre (Kohärer, Fritter) ein außerordentlich empfindliches Mittel erhalten hatte, elektrische Wellen festzustellen. Bei dem B. ist ein Kohärer mit einer Auffangestange (Blitzableiter u. dgl.) und einem Relais nebst Registrierapparat verbunden. Sobald eine luftelektrische Entladung erfolgt, wird der Kohärer erregt und leitend und der Relaisstrom geschlossen. Dadurch wird sowohl eine Registrierung bewirkt als auch ein hörbares Zeichen gegeben.
 
Artikelverweis 
Blitzröhre, s. Meyers Elektrische Entladungen.
 
Artikelverweis 
Blitzröhren (Blitzsinter, Fulguriten), durch Blitzschläge im losen Sand erzeugte Verglasungen. Es sind meisthohle, gekrümmte und verästelte, mehrere Meter lange Röhren von 0,5 mm bis 5 cm Durchmesser, äußerlich rauh durch zusammengebackene Quarzkörner, innerlich meist vollkommen verglast zu einer harten, Glas ritzenden Masse. Savart hat B. experimentell nachgeahmt dadurch, daß er starke elektrische Entladungen auf seinen Sand einwirken ließ. B. finden sich häufig bei Dresden, in der Sennerheide im Münsterschen, im Samland etc. Vgl. Ribbentrop, Über B. (Braunschw. 1830); Harting, Notice sur un cas de formation de fulgurites (Amsterd. 1874; Beschreibung einer direkt nach dem Einschlagen des Blitzes in ein Heidekrautfeld entstandenen Blitzröhre); Römer, Über B. (Stuttg. 1876). B. kommen auch in festem Gestein auf Spitzen hoher Berge vor, so nach Abich in dem Andesit des Kleinen Ararat (Fulguritandesit).
 
Artikelverweis 
Blitzsteine, kleine, glatte, dunkle Feuersteine von bohnenförmiger Gestalt, die nach dem Volksglauben in manchen Teilen Deutschlands, unter anderm in der Lausitz, an der Einschlagstelle der Blitze gefunden werden. Sie gelten als wertvolle Mittel bei Besprechungen und Krankheiten.
 
Artikelverweis 
Blitztafel, s. Meyers Elektrische Entladungen.
 
Artikelverweis 
Blitzvogel, s. Meyers Steißfuß.
 
Artikelverweis 
Blitzzüge, s. Meyers Eisenbahnzüge.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: