Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Blicken bis Blighĭa (Bd. 3, Sp. 55)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Blicken, soviel wie Einkorn, s. Meyers Spelz.
 
Artikelverweis 
Blickender Schein, s. Meyers Femgerichte.
 
Artikelverweis 
Blicksignale, im Seewesen Nachtsignale mit langen und kurzen Blicken, z. B. einer Laterne (s. Meyers Colomb), oder eines Apparates, in dem unter hohem Druck Petroleum durch eine Spiritusflamme geblasen wird; jetzt durch elektrische Systeme (s. Meyers Conz) ersetzt.
 
Artikelverweis 
Blicksilber, s. Meyers Silber.
 
Artikelverweis 
Blida, Arrondissementshauptstadt im Depart. Algier der franz. Provinz Algerien, 58 km südöstlich von Algier, mit dem es durch Eisenbahn verbunden ist, am Rande der Mitidschaebene und am Fuße des 1640 m hohen Dschebel Beni Salah, 259 m ü. M., ist von einer Mauer mit Türmen umgeben, hat auf steilen Felsen das Fort Mimia, breite Straßen, schöne Promenaden und öffentliche Gärten, mehrere Kirchen und Moscheen, Synagoge, Militärhospital, Theater, Collēge, eine französisch-arabische und eine protestantische Schule, bedeutendes Hengstdepot, 2 Kasernen und (1901) 29,469 Einw. in Stadt und Umgebung (5568 Franzosen, 19,442 Mohammedaner), die Müllerei, Fabrikation von Essenzen und Pfropfen und lebhaften Handel mit Südfrüchten, Wein, Kork und Kupfer treiben. In der Nähe der »heilige Wald« von 100jährigen Oliven und Zypressen mit den Grabmälern des Ortsheiligen Mohammed el Kebir und seiner Söhne. Der von den Türken gegründete, 1825 durch ein Erdbeben zerstörte Ort wurde 1837 von Abd el Kader an Frankreich abgetreten.
 
Artikelverweis 
Blide, s. Meyers Blyde.
 
Artikelverweis 
Bliemchen (»Partikularist B.«), s. Meyers Schumann (Gustav).
 
Artikelverweis 
Blies, rechter Nebenfluß der Saar, entspringt als Bliesen bei Selbach im oldenburg. Fürstentum Birkenfeld, fließt südwärts durch den preußischen Regbez. Trier und die Bayrische Pfalz und mündet nach 74 km langem Lauf bei Saargemünd. Zuflüsse sind links die Ofterbach und Erbach.
 
Artikelverweis 
Blieskastel (Castellum ad Blesam), Stadt im bayr. Regbez. Pfalz, an der Blies und der Eisenbahn Zweibrücken-Saargemünd, hat eine kath. Kirche, eine Wallfahrtskapelle, Synagoge, Präparandenschule, Amtsgericht, Forstamt, Waisenhaus, Schuhfabrikation, Bierbrauerei, Sandsteinbrüche und (1900) 1558 Einw. In der Nähe der sogen. Gotenstein, vermutlich ein alemannischer Grenzstein. B. gehörte ehedem den Grafen von der Leyen, die aber 1792 durch die Franzosen vertrieben wurden. Ihr Schloß liegt als Ruine.
 
Artikelverweis 
Bligh (spr. blai), William, brit. Seemann, geb, 1753 zu Tyntan in Cornwall, gest. 7. Dez. 1817 in London, nahm 177679 an Cooks letzter Weltumsegelung teil. Als Kapitän des Schiffes Bounty 1787 beauftragt, den Brotbaum von Tahiti nach Westindien zu verpflanzen, ward er auf der Fahrt von der meuterischen Mannschaft mit 18 Mann in einem Boot ausgesetzt, in dem er nach unglaublichen Drangsalen nach Batavia gelangte, während sich die Bounty nach Tahiti zurückbegab. In England veranlaßte B. die Absendung eines Kriegsschiffes unter Kapitän Edwards zur Ergreifung der Meuterer, von denen ein Teil auf Tahiti ergriffen ward, während sich der Rest mit dem Haupträdelsführer Fletcher Christian nach der Pitcairninsel (s. d.) geflüchtet hatte. Ihre Schicksale daselbst gaben Byron den Stoff zu seiner Dichtung »The island, or Christian and his comrades«, B. wurde 1806 zum Gouverneur von Neusüdwales ernannt, machte sich aber auch hier durch seine Strenge so verhaßt, daß ihn das dortige Militär 1808 nötigte, seinen Posten aufzugeben und nach England zurückzugehen, wo er später zum Admiral befördert wurde. Er schrieb: »Voyage to the South Sea« (Lond. 1792; deutsch von Forster, Berl. 1793).
 
Artikelverweis 
Blighĭa Koen., Gattung der Sapindazeen mit der einzigen Art B. sapida Koen. (Aki, Vegetable marrow, Ris de veau végétal, Vild Kaschu), ein bis 20 m hoher, reichästiger Baum mit heller Rinde, zwei- bis fünfjochigen Blättern, langgestielten, einzeln stehenden oder zu armblütigen Wickeln geordneten Blüten in gestreckten, traubenartigen, achselständigen

[Bd. 3, Sp. 56]


Thyrsen und hühnereigroßer, stumpfdreikantiger Frucht. Der mandelartige Same ist fast zur Hälfte von einem dicken weißen Samenträger umgeben. Der reichtragende Baum ist im tropischen Westafrika weitverbreitet, wird aber auch in Venezuela, auf den westindischen Inseln etc. häufig kultiviert. Der Samenträger ist als Speise sehr beliebt. Im tropischen Amerika, namentlich in Venezuela, vertritt er die Eierspeisen. Ein über die Blüten destilliertes Wasser dient als kosmetisches Mittel.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: