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Blicke bis Bligh (Bd. 3, Sp. 55)
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Artikelverweis Blicke (Güster, Blicca Heck.), Edelfischgattung aus der Familie der Karpfen, von den Brassen durch die Schlundzähne und die kürzere Afterflosse unterschieden. Die Rückenflosse ist von oben nach hinten in einem sehr spitzen Winkel steil abgestutzt, die Schwanzflosse tief gabelförmig ausgeschnitten. Die B. (Zobelpleinzen, Gieben, Halbbrachsen, Blicca Bjoerkna L.), 2030 cm lang, bis 1 kg schwer, auf dem Rücken bräunlich, an den Seiten blau mit Silberglanz, am Bauch weiß, Wurzel der Brüst- und Bauchflossen rötlich, ist in Mitteleuropa gemein, wühlt im Schlamm nach Würmern und Pflanzenstoffen, laicht im Mai und Juni. Sie dient in Forellenteichen als Futterfisch.
 
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Blicken, soviel wie Einkorn, s. Meyers Spelz.
 
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Blickender Schein, s. Meyers Femgerichte.
 
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Blicksignale, im Seewesen Nachtsignale mit langen und kurzen Blicken, z. B. einer Laterne (s. Meyers Colomb), oder eines Apparates, in dem unter hohem Druck Petroleum durch eine Spiritusflamme geblasen wird; jetzt durch elektrische Systeme (s. Meyers Conz) ersetzt.
 
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Blicksilber, s. Meyers Silber.
 
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Blida, Arrondissementshauptstadt im Depart. Algier der franz. Provinz Algerien, 58 km südöstlich von Algier, mit dem es durch Eisenbahn verbunden ist, am Rande der Mitidschaebene und am Fuße des 1640 m hohen Dschebel Beni Salah, 259 m ü. M., ist von einer Mauer mit Türmen umgeben, hat auf steilen Felsen das Fort Mimia, breite Straßen, schöne Promenaden und öffentliche Gärten, mehrere Kirchen und Moscheen, Synagoge, Militärhospital, Theater, Collēge, eine französisch-arabische und eine protestantische Schule, bedeutendes Hengstdepot, 2 Kasernen und (1901) 29,469 Einw. in Stadt und Umgebung (5568 Franzosen, 19,442 Mohammedaner), die Müllerei, Fabrikation von Essenzen und Pfropfen und lebhaften Handel mit Südfrüchten, Wein, Kork und Kupfer treiben. In der Nähe der »heilige Wald« von 100jährigen Oliven und Zypressen mit den Grabmälern des Ortsheiligen Mohammed el Kebir und seiner Söhne. Der von den Türken gegründete, 1825 durch ein Erdbeben zerstörte Ort wurde 1837 von Abd el Kader an Frankreich abgetreten.
 
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Blide, s. Meyers Blyde.
 
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Bliemchen (»Partikularist B.«), s. Meyers Schumann (Gustav).
 
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Blies, rechter Nebenfluß der Saar, entspringt als Bliesen bei Selbach im oldenburg. Fürstentum Birkenfeld, fließt südwärts durch den preußischen Regbez. Trier und die Bayrische Pfalz und mündet nach 74 km langem Lauf bei Saargemünd. Zuflüsse sind links die Ofterbach und Erbach.
 
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Blieskastel (Castellum ad Blesam), Stadt im bayr. Regbez. Pfalz, an der Blies und der Eisenbahn Zweibrücken-Saargemünd, hat eine kath. Kirche, eine Wallfahrtskapelle, Synagoge, Präparandenschule, Amtsgericht, Forstamt, Waisenhaus, Schuhfabrikation, Bierbrauerei, Sandsteinbrüche und (1900) 1558 Einw. In der Nähe der sogen. Gotenstein, vermutlich ein alemannischer Grenzstein. B. gehörte ehedem den Grafen von der Leyen, die aber 1792 durch die Franzosen vertrieben wurden. Ihr Schloß liegt als Ruine.
 
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Bligh (spr. blai), William, brit. Seemann, geb, 1753 zu Tyntan in Cornwall, gest. 7. Dez. 1817 in London, nahm 177679 an Cooks letzter Weltumsegelung teil. Als Kapitän des Schiffes Bounty 1787 beauftragt, den Brotbaum von Tahiti nach Westindien zu verpflanzen, ward er auf der Fahrt von der meuterischen Mannschaft mit 18 Mann in einem Boot ausgesetzt, in dem er nach unglaublichen Drangsalen nach Batavia gelangte, während sich die Bounty nach Tahiti zurückbegab. In England veranlaßte B. die Absendung eines Kriegsschiffes unter Kapitän Edwards zur Ergreifung der Meuterer, von denen ein Teil auf Tahiti ergriffen ward, während sich der Rest mit dem Haupträdelsführer Fletcher Christian nach der Pitcairninsel (s. d.) geflüchtet hatte. Ihre Schicksale daselbst gaben Byron den Stoff zu seiner Dichtung »The island, or Christian and his comrades«, B. wurde 1806 zum Gouverneur von Neusüdwales ernannt, machte sich aber auch hier durch seine Strenge so verhaßt, daß ihn das dortige Militär 1808 nötigte, seinen Posten aufzugeben und nach England zurückzugehen, wo er später zum Admiral befördert wurde. Er schrieb: »Voyage to the South Sea« (Lond. 1792; deutsch von Forster, Berl. 1793).

 

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