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Blessūr bis Blicke (Bd. 3, Sp. 54 bis 55)
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Artikelverweis Blessūr, s. Meyers Blessieren.
 
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Bletonismus, die nach einem im 18. Jahrh. in Paris lebenden Wasserfinder, Bleton, benannte vermeintliche Gabe, unterirdische Quellen durch einen bestimmten Gefühlseindruck nachweisen zu können.
 
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Bleu (franz., spr. blö), blau; B. céleste, Bergblau; B. de France, s. Meyers Berlinerblau; B. mourant, »sterbendblau«, man-, blaßblau (verderbt blümerant); B. Sèvres, s. Meyers Pâte sur pâte; B. verdâtre, künstliches Bergblau.
 
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Bleuel (v. altd. bliuwen, »bleuen, schlagen«), ein hölzerner Schlägel zum Reinigen der Wäsche, zur Bearbeitung des Flachses und Hauses etc.
 
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Bleuelstange (Pleuelstange), s. Meyers Kurbelgetriebe.
 
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Bleuler, Hermann, schweizer. Armeekorpskommandant, geb. 1837 in Zürich, trat 1862 als Artillerieoffizier in den Generalstab ein, wurde 1870 Oberinstruktor der Artillerie, 1871 eidgenössischer Oberst, 1883 Kommandant der 6. Division und 1891 des neugebildeten 3. Armeekorps. 1888 vertauschte er die

[Bd. 3, Sp. 55]


Stelle eines Oberinstruktors der Artillerie mit der eines Präsidenten des schweizerischen Schulrats, dessen Leitung daseidgenössische Polytechnikum unterstellt ist.
 
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Blewfields (spr. blúbhfīlds), Stadt, s. Meyers Bluefields.
 
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Bliaut (altfranz., spr. bliō), langes Oberkleid, dessen sich vom frühen Mittelalter bis zum 13. Jahrh. Männer und Frauen besonders in Frankreich bedienten; es war in Form eines Kittels oder einer Bluse, anfangs mit Ärmeln, nachher auch ohne Ärmel.
 
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Blicca, s. Meyers Blicke.
 
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Blicher, Steen Steensen, dän. Lyriker und Novellist, geb. 11. Okt. 1782 bei Wiborg, gest. 26. März 1848, konnte wegen andauernder Kränklichkeit erst 1809 das theologische Amtsexamen absolvieren, heiratete die 17jährige Witwe seines Onkels, pachtete das Pfarrgut seines Vaters und wurde endlich selbst, stets mit großen ökonomischen Schwierigkeiten kämpfend, 1819 Pfarrer in Thorning, 1826 in Spentrup, unweit Wiborg. Sein erstes Werk war eine vorzügliche Übersetzung Ossians (18071809); Sammlungen eigner Gedichte folgten 1814 (2 Bde.) und 1817. Bekannt wurde er erst durch das »Tagebuch eines Landküsters« (1824), den Almanach »Sneeklokken« (1826), die »Jütländischen Romanzen« und die »Nationalnovellen«, z. T. in jütländischer Mundart (in Zeitschriften 182729). Eine Auswahl seiner Werke (183336) füllt 7 Bände. Neue Sammlungen erschienen 1837 (»Swithiod«) und 1838 die »Zugvögel«, treffliche, ernst-patriotische Gedichte. 1842 erwarb er sich durch sein Meisterwerk: »Die Spinnstube« (jütländisch »E Bindstouw«), Novellen und Gedichte voll herzigen Humors und Poesie, für immer den Ruhm eines Nationaldichters, der zuerst Jütland, die Jüten und ihre Mundart dichterisch ergründet hat. Auf sein Wirken lassen sich die für das dänische Volksleben charakteristischen Volksfeste zurückführen. 1866 wurde ihm ein Standbild in Wiborg errichtet. Neuausgaben seiner Werke besorgte Professor P. Hansen: »Digte« (Kopenh. 1870), »Samlede Noveller og Skizzer« (2. Aufl., das. 189394, 20 Bdchn.; deutsch unter andern von Diezmann, Leipz. 1849, 6 Bde.). Vgl. seine Biographie von Kristensen und Lund (Kopenhagen 1882) und H. Hansen, S. S. Blichers barndom og ungdom (das. 1902).
 
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Blicke (Güster, Blicca Heck.), Edelfischgattung aus der Familie der Karpfen, von den Brassen durch die Schlundzähne und die kürzere Afterflosse unterschieden. Die Rückenflosse ist von oben nach hinten in einem sehr spitzen Winkel steil abgestutzt, die Schwanzflosse tief gabelförmig ausgeschnitten. Die B. (Zobelpleinzen, Gieben, Halbbrachsen, Blicca Bjoerkna L.), 2030 cm lang, bis 1 kg schwer, auf dem Rücken bräunlich, an den Seiten blau mit Silberglanz, am Bauch weiß, Wurzel der Brüst- und Bauchflossen rötlich, ist in Mitteleuropa gemein, wühlt im Schlamm nach Würmern und Pflanzenstoffen, laicht im Mai und Juni. Sie dient in Forellenteichen als Futterfisch.

 

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