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Bleßberg bis Blewfields (Bd. 3, Sp. 54 bis 55)
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Artikelverweis Bleßberg, 1) Berg im südöstlichen Thüringer Wald, nordöstlich von Eisfeld, mit Aussichtsturm und der Quelle der Itz, 864 m hoch. 2) Isolierte Bergkuppe der Vorderrhön, südlich von Salzungen, 645 m hoch, mit Berghaus.
 
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Blessieren (franz.), verwunden; Blessur, Verwundung, Wunde.
 
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Blessington (spr. bléssingt'n), Margaret, Gräfin von, engl. Schriftstellerin, geb. 1. Sept. 1789 in Knockbrit bei Clonmel in Irland als Tochter des Landbesitzers Powers, gest. 4. Juni 1849 in Paris, verheiratete sich, kaum 15 Jahre alt, mit dem Kapitän Farmer und, nachdem sie 1817 Witwe geworden, bereits im folgenden Jahr mit Charles John Gardiner, Grafen von B., der sie in die höhern Zirkel einführte. Mit ihm machte sie ausgedehnte Reisen auf dem Kontinent und schloß in Genua Freundschaft mit Lord Byron, dessen eifrigste Verteidigerin sie wurde. Bis zum Tod ihres zweiten Gatten (1829) hielt sie sich in Paris auf und versammelte hier wieder die ausgezeichnetsten Geister um sich. Dann lebte sie in England auf ihrem Familiensitz Gorehouse zu Kensington, von der Londoner Welt ziemlich abgeschieden; doch wurden ihre Soireen, von denen Gegner Byrons ausgeschlossen waren, von Bulwer, Dickens u. a., besonders aber von Ausländern zahlreich besucht. Beziehungen zu der Napoleonischen Familie führten sie nach Paris. Ihr Schwiegersohn, Graf d'Orsay, ist der Karikaturenzeichner N. B., und sie selbst soll nicht geringen Anteil an dessen beißenden Satiren auf die Politik der Whigs gehabt haben. Als Schriftstellerin ist sie im Auslande, namentlich in Frankreich, mehr gefeiert worden als in England. Ihre Darstellung ist etwas breit, aber lebendig und ihre Sprache von großer Eleganz. Eine ihrer ersten Schriften waren die »Travelling sketches in Belgium« (1825), worin sie, wie später in den »Conversations with Lord Byron« (1834), offen für Byron eintrat. Es folgten außer den »Desultory thoughts and reflections« (1839), seinen philosophischen, aber in echt weiblichem Geiste gehaltenen Erörterungen, rasch auseinander zahlreiche, meist dem Leben der höhern Kreise entnommene Erzählungen, unter denen hervorzuheben sind: »Grace Cassidy, or the repealers« (1833, 3 Bde.); »The two friends« (1835); »Confessions of an elderly gentleman« (1836); »The victims of society« (1837), ihr bekanntestes und vorzüglichstes Werk; »Confessions of an elderly lady« (1838); »The governess« (1839); ferner »Idler in France« (1841); »Idler in Italy« (183940), viele Details aus dem Leben der Verfasserin auf dem Kontinent enthaltend; »Memoirs of a femme de chambre« (1847) und »Country quarters« (1850). Sämtliche Werke wurden ins Deutsche übersetzt. Vgl. Madden, The literary life and correspondence of the Countess of B. (Lond. 1855, 3 Bde.).
 
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Blesson, Ludwig, Militärschriftsteller, geb. 27 Mai 1790 in Berlin, gest. daselbst 20. Jan. 1861, trat 1813 in das Ingenieurkorps, wurde nach dem Frieden Lehrer an der Kriegsschule und Mitglied der Militärexaminationskommission und nahm 1829 als Major seinen Abschied. 1848 war er Kommandant der Bürgerwehr in Berlin und später einer der Direktoren der Preußischen Rentenanstalt. Er schrieb: »Beitrag zur Geschichte des Festungskriegs in Frankreich 1815« (Berl. 1818); »Feldbefestigungskunst« (das. 1825); »Befestigungskunst für alle Waffen« (das. 182135, 3 Bde.); »Übersicht der Belagerungskunst« (das. 1827); »Übersicht der Befestigungskunst« (das. 182734, 2 Hefte); »Die Lehre vom graphischen Defilement« (das. 1828); »Geschichte der großen Befestigungskunst« (das. 1830), epochemachende Werke. Auch gab er heraus: »Betrachtungen über Gegenstände der Kriegsphilosophie« (aus den Papieren eines Generals, Berl. 1835) und übersetzte Chambroys »Histoire de l'expédition de Russie en 1812« (das. 1824, 2 Bde.) und »Traité de la guerre contre les Turcs« (das. 1830). Besonders wirkte B. auch als Herausgeber der noch heute bestehenden »Militärliteraturzeitung« und der »Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und Geschichte des Krieges«.
 
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Blessūr, s. Meyers Blessieren.
 
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Bletonismus, die nach einem im 18. Jahrh. in Paris lebenden Wasserfinder, Bleton, benannte vermeintliche Gabe, unterirdische Quellen durch einen bestimmten Gefühlseindruck nachweisen zu können.
 
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Bleu (franz., spr. blö), blau; B. céleste, Bergblau; B. de France, s. Meyers Berlinerblau; B. mourant, »sterbendblau«, man-, blaßblau (verderbt blümerant); B. Sèvres, s. Meyers Pâte sur pâte; B. verdâtre, künstliches Bergblau.
 
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Bleuel (v. altd. bliuwen, »bleuen, schlagen«), ein hölzerner Schlägel zum Reinigen der Wäsche, zur Bearbeitung des Flachses und Hauses etc.
 
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Bleuelstange (Pleuelstange), s. Meyers Kurbelgetriebe.
 
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Bleuler, Hermann, schweizer. Armeekorpskommandant, geb. 1837 in Zürich, trat 1862 als Artillerieoffizier in den Generalstab ein, wurde 1870 Oberinstruktor der Artillerie, 1871 eidgenössischer Oberst, 1883 Kommandant der 6. Division und 1891 des neugebildeten 3. Armeekorps. 1888 vertauschte er die

[Bd. 3, Sp. 55]


Stelle eines Oberinstruktors der Artillerie mit der eines Präsidenten des schweizerischen Schulrats, dessen Leitung daseidgenössische Polytechnikum unterstellt ist.
 
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Blewfields (spr. blúbhfīlds), Stadt, s. Meyers Bluefields.

 

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