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Blechgitter bis Bledow (Bd. 3, Sp. 40)
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Artikelverweis Blechgitter (Streckmetall), aus Blech ohne Abfall erzeugtes, einem Drahtgeflecht ähnliches Gebilde, das dadurch entsteht, daß eine mit zwei Schneidkanten versehene Schere von einer Blechtafel einen Streifen abschneidet und diesen Streifen derart vor sich herschiebt und streckt, daß der Streifen die dreieckige Form einer halben Masche annimmt und sich rechtwinkelig gegen die Blechebene legt. Das Scherenblatt besteht aus so vielen Einzelblättern, wie die Zahl der Maschen in der Blechbreite beträgt. Nach jedem Schnitt wird das Blech vor- und zugleich um die halbe Maschenlänge abwechselnd nach links und rechts geschoben. Man bemißt B. als Unterlage von Putz (Verputzblech), zu Zäunen, Gittern, Sieben, Baumschutzkörben, Vogelkäfigen.
 
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Blechinstrumente, s. Meyers Blasinstrumente 3).
 
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Blechkalotte, s. Meyers Bombieren.
 
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Blechlehre, s. Meyers Lehren.
 
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Blechmünzen, s. Brakteaten.
 
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Blechschere, s. Meyers Blechverarbeitung.
 
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Blechschiefer, s. Meyers Dachdeckung.
 
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Blechverarbeitung (hierzu Tafel Meyers »Blechverarbeitungsmaschinen und -Werkzeuge« mit Text) zur Erzeugung von Blechwaren aller Art aus Weiß-, Messing-, Kupfer-, Zink- etc. Blech erfolgt in den Werkstätten des Klempners oder immer mehr in Fabriken nach dem Prinzip der Massenproduktion. Stets beginnt sie mit dem Zerschneiden der Blechtafeln auf Blechscheren oder für kleine Gegenstände auf Durchschnitten, häufig in Verbindung mit Lochen auf Lochmaschinen zur Herstellung von zierlichen Durchbrechungen an Gesimsen, Lampenteilen u. dgl. Dann folgt die Formgebung mit Hilfe zahlreicher Handwerkszeuge (namentlich der amboßähnlichen Stöcke und zahlreicher mannigfaltig gestalteter Hämmer) durch Ausbeuten, Treiben, Schweifen, Bördeln, Biegen, auf der Drehbank durch Drücken, neuerdings fast ausschließlich unter Mitbenutzung von Blechverarbeitungsmaschinen, da diese infolge ihrer vorzüglichen Ausbildung nicht nur schneller und leichter, sondern auch vollkommener arbeiten. Über die Konstruktion der Blechverarbeitungsmaschinen und -Werkzeuge s. die beifolgende Tafel. Die dritte Arbeit umfaßt die Verbindung einzelner Teile durch Falzen, Nieten, Löten, der zuletzt das Anstreichen, Bemalen, Lackieren folgt. Blechbearbeitungsmaschinen wurden im 19. Jahrh. größtenteils in Amerika erfunden, fanden bald aber auch in Deutschland Eingang, wo sie jetzt in vorzüglicher Güte gebaut werden. Namentlich paßte Kircheis in Aue sie den deutschen Verhältnissen an und ersann viele neue Konstruktionen. Vgl. Dreher, Katechismus der Klempnerei (Leipz. 1902, 2 Tle.); Kallenberg, Projektionslehre für den Blecharbeiter (Schneeberg 1902f., 2 Bde.).
 
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Bleckede, Flecken und Kreisort im preuß. Regbez. Lüneburg, an der Elbe, der Elbmarsch und der Bleckeder Kreisbahn, hat eine evang. Kirche, Amtsgericht, Oberförsterei und (1900) 2158 Einw.
 
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Bleda (»Blödel« im Nibelungenlied), (älterer?) Bruder und seit 434 Mitregent des Hunnenkönigs Attila (s. d.), ward 445 von diesem ermordet.
 
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Bledow, Ludwig, Schachspieler, geb. 27. Juli 1795 in Berlin, gest. 6. Aug. 1846 als Lehrer der Mathematik am Köllnischen Realgymnasium daselbst, war der Gründer der sogen. Berliner Schachschule, deren Blütezeit in die Jahre 183742 fällt, und vereinigte ein ebenso sicheres wie elegantes Spiel mit der umfassendsten Kenntnis der Schachliteratur. Er veröffentlichte nur zwei kleine, aber wertvolle Sammlungen praktischer Partien, von denen die »Korrespondenzpartien, gesammelt und erläutert«, bedeutend vermehrt, von M. Lange (Leipz. 1872) neu herausgegeben wurden. Seine Bearbeitung der 100 Endspiele des syrischen Meisters Stamma gab v. Oppen heraus (Leipz. 1865). Auch rief B. die erste deutsche »Schachzeitung« (Berl. 1846ff.) ins Leben.

 

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