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Blaues Band bis Blaufuß (Bd. 3, Sp. 37)
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Artikelverweis Blaues Band, Bezeichnung des schwed. Seraphimenordens; früher auch des russischen Andreasordens und des ehemaligen französischen Heiligen Geist-Ordens. S. die betr. Artikel.
 
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Blaues Blut (Blaublütigkeit), soviel wie altadliges Blut. Der Ausdruck »azurblaues Blut« (sangre azul) soll zuerst in Spanien zur Maurenzeit aufgekommen sein, wo die weiße Haut der westgotischen Edlen mit ihren blau hindurchschimmernden Adern von der dunkeln Gesichtsfarbe der Mauren stark abstach. Die Blaublütigkeit ist daher ein Rassenmerkmal des blonden Germanen, und in diesem Sinne spricht Lamartine vom roten Blute der Franzosen und dem blauen der Germanen. Zum Merkmal nichtarbeitender Menschenklassen wird das blaue Blut infolge der Hautverfeinerung durch Handschuhe und Sonnenschirm.
 
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Blaues Kreuz, Verein zur Bekämpfung der Trunksucht sowie der Trinksitten und zur Beförderung der Mäßigkeit, wurde 1877 vom Pfarrer Rochat in Genf gegründet und vom Pfarrer Bouvet in Bern in der deutschen Schweiz verbreitet, von wo er auch in Deutschland, Frankreich, Belgien etc. Eingang gefunden hat. Der Bund unterscheidet neu beigetretene »Anhänger«, die sich auf beliebige Zeit zur Enthaltsamkeit verpflichten, und »Mitglieder«, die nach dreimonatiger Treue wenigstens auf ein Jahr sich verpflichten. Der Bund verlangt von Mitgliedern und Anhängern völligen Verzicht auf berauschende Getränke, verwirft aber bei Nichtmitgliedern mäßigen Genuß nicht. Der Bund steht auf positiv biblischem Boden, im übrigen aber hält er sich politisch und kirchlich neutral. 1901 wurden gezählt in

Die wichtigsten Schriften sind: »Die Arbeit des Blauen Kreuzes in Deutschland«, herausgegeben vom geschäftsführenden Ausschuß des deutschen Zentralvorstandes; »Bund des Blauen Kreuzes«; »Das Blaue Kreuz und die Gläubigen« (Barmen). Der Bund gibt seit 1883 einen Kalender heraus (Bern), der jetzt als Jahrbuch (Barmen) erscheint. Vgl. Martius: Das rote und blaue Kreuz (Leipz. 1887), Die Rettung der Trinker (Gotha 1892) und Handbuch der deutschen Trinker-und Trunksuchtsfrage (das. 1891).
 
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Blaufalke, s. Meyers Feldweihen.
 
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Blaufärben, s. Meyers Färberei.
 
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Blaufarbenglas, s. Meyers Schmalte.
 
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Blaufarbenwerk, Hüttenwerk, auf dem aus Kobalterzen Schmalte als blaue Farbe bereitet wird; s. Meyers Schmalte.
 
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Blaufelchen, s. Meyers Renke.
 
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Blaufisch (Springer, Temnodon saltator Cuv.), Fisch aus der Familie der Bastardmakrelen (Carangidae), 3060 cm lang, schillernd grau, auf dem Rücken blaugrün, an den Flossen grau, findet sich in allen Meeren, jagt an der Ostküste des gemäßigten Amerika in ungeheuern Scharen Heringe und springt dabei häufig über die Wasserfläche. Er wird in großer Menge gefangen und bildet eine der gewöhnlichsten Fischspeisen in New York. Sein Fleisch ist zart und wohlschmeckend, aber nicht haltbar.
 
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Blaufuchs (Eisfuchs), s. Meyers Fuchs.
 
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Blaufuß, großer, der isländische Falke; kleiner B., der Wanderfalke.

 

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