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Bläu bis Blaubücher (Bd. 3, Sp. 36)
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Artikelverweis Bläu (Bläuw), Buchdrucker, s. Meyers Blaeu, S. 14.
 
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Blauamsel, s. Meyers Steindrossel.
 
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Blaubändchen, s. Meyers Astrilds.
 
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Blaubart, Ritter (franz. Raoul, chevalier Barbe-Bleue), Held eines französischen Märchens, der nacheinander seine sechs Frauen tötete, weil sie, dem Befehl ungehorsam, während seiner Abwesenheit das geheime Mordkabinett geöffnet hatten, wobei sie vor Schreck den goldenen Schlüssel auf den blutgetränkten Boden fallen ließen. Die siebente Frau wird im entscheidenden Moment durch ihre drei Brüder gerettet. Das Märchen ist zuerst bei Perrault gedruckt (1697). Grétry behandelte es in der Oper »Raoul« (Par. 1789), Tieck im »Phantasus«, Offenbach in einer Karikaturoperette (1866). Die Sage hat vielleicht eine historische Grundlage in dem Leben des 1440 bei Nantes hingerichteten Gilles de Retz (s. d.). Vgl. Abbé Bossard, Gilles de Rais, maréchal de France, dit Barbe-bleue (Par. 1886); ferner Semmig, Geschichte der französischen Literatur im Mittelalter, S. 40f. (Leipz. 1862); Scheffler, Französische Volksdichtung, Bd. 2, S. 158, 168 (das. 1885); Child, English ballads, Bd. 1, S. 22f. (Boston 1883).
 
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Blaubeere, s. Vaccinium.
 
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Blaubeuren, Oberamtsstadt im württemberg. Donaukreis, in der Rauhen Alb, an der Blau und Ach und der Staatsbahnlinie Ulm-Sigmaringen, 514 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen (darunter die gotische Klosterkirche mit wertvollen Chorstühlen, reichem Hochaltar und schönem Schnitzwerk; das Schiff der Kirche wird jetzt als Turnhalle benutzt), eine kath. Kirche, ein evangelisch-theologisches Seminar in der ehemaligen Benediktinerabtei, eine Latein- und Realschule, Amtsgericht, Forstamt, landwirtschaftliche Kreditbank, 3 große Zementfabriken, Bandfabrik, bedeutende Leinwandweberei, Strumpfwarenfabrik, Bierbrauerei, Kunstmühle und (1900) 3114 meist evang. Einwohner. In der Nähe der Blautopf (s. d.); daneben das König Karl-Denkmal, errichtet von den Wasserversorgungsgruppen der Alb und des Heubergs. Das Kloster zu B. wurde 1085 von Anselm, einem Vorfahren der Pfalzgrafen von Tübingen, gestiftet (vgl. Baur, Das Kloster zu B., Blaub. 1877). Stadtrechte hatte B. bereits 1267, wo es den Grafen von Helfenstein zufiel. 1447 kam es durch Kauf an Württemberg. Die Reformation wurde hier 1534 durch Ambrosius Blarer (Blaurer) eingeführt. Tief gelegen, litt B. oft durch Überschwemmungen, so 1752, 1809 und 1868. Vgl. Schübelin, Führer durch B. (Blaub. 1896).
 
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Blaublindheit, s. Meyers Farbenblindheit.
 
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Blaublütigkeit, s. Meyers Blaues Blut.
 
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Blaubock, Schimmelantilope, s. Meyers Antilopen, S. 578.
 
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Blaubrüchigkeit, s. Meyers Eisen.
 
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Blaubücher (Blue books), in England die dem Parlament von der Regierung vorgelegten Bücher, in denen die diplomatischen Verhandlungen, Noten, Berichte, insbes. aber die Korrespondenzen zwischen dem Ministerium des Auswärtigen und den Vertretern des englischen Kabinetts im Ausland über einen bestimmten Gegenstand abgedruckt sind, benannt nach ihren blauen Umschlägen. Die Einrichtung fand in andern Staaten Nachahmung, so in dem deutschen Graubuch oder Weißbuch, das 1884 zum ersten mal dem Reichstag mitgeteilt wurde.

 

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