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Blattschlauch bis Blattsteckling (Bd. 3, Sp. 33 bis 34)
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Artikelverweis Blattschlauch, Pflanzenteil, s. Ascidium.
 
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Blattschmetterlinge, Tagfalter, die auf der Unterseite ihrer Flügel, die sie im Sitzen emporklappen, das oft sehr täuschende Bild eines welken, durchlöcherten, zerfressenen Blattes mit Brandpilzen und Schimmel zeigen. Vgl. Textblatt zur Tafel Meyers »Mimikry«.
 
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Blattschneider, soviel wie Blattroller; auch soviel wie Tapezierbiene (s. d.).
 
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Blattschorf, meist schwarze, grindartige Flecke auf grünen Blättern, vergrößern sich allmählich, und da ihrer Bildung ein Gelbwerden der Blättersubstanz vorausgeht, so erscheinen sie gewöhnlich gelb eingefaßt. Bisweilen sterben solche Blätter vorzeitig ab; oft erhalten sie sich lebendig bis zum natürlichen Laubfall. Auf Gräsern etc. wird der B. von Kernpilzen aus der Gattung Phyllachora Nitschke veranlaßt. Die kohlschwarzen, gelb gesäumten Flecke auf Ahornblättern rühren vom Runzelschorf (Rhytisma acerinum Fr.), einem Scheibenpilz, her.

[Bd. 3, Sp. 34]



 
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Blattsilber, s. Meyers Goldschlägerei.
 
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Blattskelette, zum Studium der Nervatur des Blattes, erhält man durch Einlegen von Blättern in kaltes Wasser, bis das Zellgewebe zerfallen ist, und Ausspülen der Reste dieses letztern. Schneller gelangt man zum Ziel, wenn man das frische, saftige Blatt in heiße Ätznatronlauge taucht, dann auswäscht und in Chlorkalklösung bleicht. Sehr schöne Resultate erhält man auch mit einer Lösung von 33 g chlorsaurem Kali in 500 ccm Salpetersäure vom spez. Gew. 1,1. Man hängt die frischen und ausgewaschenen Blätter bei 15° in diese Lösung, breitet sie nach 1020 Tagen auf Papier aus, spült wiederholt mit reinem Wasser und trocknet die Skelette zwischen Löschpapier unter der Presse. Das Adernetz der Blätter hat besondere Bedeutung für die Bestimmung fossiler Pflanzen. Vgl. Ettingshausen, Die B. der Apetalen (Wien 1858) und der Dikotyledonen (das. 1861).
 
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Blattspindel s. Meyers Blatt, S. 26.
 
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Blattspreite s. Meyers Blatt, S. 26.
 
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Blattspur, s. Meyers Spurstränge und Meyers Sproß.
 
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Blattstachel (Blattdorn), s. Meyers Blatt, S. 28.
 
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Blattsteckling, ein zur Vermehrung benutztes Blatt, besonders von Begonien und Gesnerazeen.

 

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